Web-Seite neue Rubrik: Theater

Nachfolgende Theaterstücke sind überwiegend hochdeutsch verfasst, teilweise jedoch bereits vollständig ins Plattdeutsche übertragen. Kürzungen und /oder Ergänzungen sind jederzeit machbar.  Zu allen Theaterstücken gibt es Musik, die live gespielt und gesungen werden kann, aber auch als Hintergrund im Playbackmodus gespielt werden kann (mit Variationsmöglichkeiten). Alle Theaterstücke sind geeignet als Freilichttheater mit oder ohne Musikeinlagen. Für kleinere Bühnen stehen auf Anfrage kleinere, entsprechend  angepasste Fassungen zur Verfügung.

Noten zu verschiedenen Musikstücken hierzu sind abrufbar unter:  http://www.musicalion.com

 1.   Stück aus dem Zyklus „tom Brok“

             „Rose und Adler“

Untertitel: Ritter Ockos Heimkehr

Großes Freilichttheater in 5 Aufzügen

Ort: Brookmerland / Südbrookmerland anno  1372

Hauptdarsteller: 7 – Kleindarsteller: 14 – ca. 50 Statisten oder mehr

1. Aufzug: Adda tom Brok, die Tochter des Häuptlings Ihmel tom Brok vom Brookmerland wird von ihrem Großvater, Keno tom Brok, nach Hause auf die Oldeborg geholt, denn sie soll mit Folkmar Allena, dem mächtigsten Häuptling der Krummhörn verlobt werden. Es gibt ein großes Fest aus diesem Anlass und viele honorige Gäste treffen ein. Darunter auch  Foelke, um die sich Ihmel tom Brok bemüht. Ihmel stößt dabei mit Kampo von Emden zusammen, der Foelke für sich beansprucht. 

Adda tom Brok wird Folkmar Allena zur Ehe versprochen. Danach Auftritt eines Fackelzuges der Dorfbewohner. Man begeht das Fest der Sonnwendfeier. Durch eine Windbö wird der Scheiterhaufen entfacht. Ihmel tom Broks Pferd scheut und wirft den Häuptling ab. Ihmel verfängt sich im Steigbügel und wird mitgeschleift. Er erleidet dabei den Tod.

2. Aufzug: Es findet eine Trauerfeier für Ihmel tom Brok statt.

3. Aufzug: Die Schwestern Doda und Elbrig sind aus Neapel zurück. Sie haben ihren Bruder, Ritter Ocko tom Brok I., heimgeholt, weil Ocko die Nachfolge seines verunglückten Bruders  Ihmel antreten soll. –  Ritter Ocko macht Foelke den Hof. Kampo von Emden und Ritter Ocko streiten sich wegen Foelke, die der Ritter als seine Braut reklamiert.

4. Erbstreit zwischen Ritter Ocko und Folkmar Allena, dem Gemahl von Ritter Ockos Nichte Adda. Folkmar pocht auf das Erbgut, das seiner Frau nach dem Tod ihres Vaters Ihmel zusteht. Ritter Ocko lehnt es ab, Addas Erbe auszuzahlen.

5.Gerichtstagung des Landesfriedensgerichts wegen des Erbstreits zwischen Ritter Ocko und Folkmar Allena. Ritter Ocko verliert den Prozess. Danach Versöhnung, Richtermahl und Schlussfeier.

Noten zu verschiedenen Musikstücken hierzu sind abrufbar unter:   http://www.musicalion.com

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2.   Stück aus dem Zyklus „tom Brok“

„Geliebte Foelke“

Untertitel: Das Gottesurteil
– Liebe und Eifersucht – Klosterstiftung (1378) –  hochdt.
Ritter Ocko tom Brok und Folkmar Allena gründen zusammen das Kloster Dykhusen

Theaterstück für die Freilichtbühne in 7 Aufzügen mit Musik-  und Tanzeinlagen

Ort des Geschehens: Krummhörn

Hauptdarsteller: 3 – Kleindarsteller : 7  – Komparsen: ca. 30 – 60  – Stuntman: 2

(Hochdeutsch – Übersetzungen ins Plattdeutsche müssen noch erfolgen. Das Stück steht  als Musical zur Verfügung oder mit Hintergrundmusik von CD)

Das Stück beginnt mit einem Festumzug  zur Olde Borg. Bänkelsänger verspotten Kampo von Emden, der angeblich krankhaft eifersüchtig ist. Ritter Ocko tom Brok ist fasziniert von Foelke und will sie erobern. Hansische Kaufleute stören Ritter Ockos Liebeswerbung um Foelke.

Zur Festigung der Freundschaft zwischen den Häuptlingen Edzard Circsena, Folkmar Allena, Luiward Abdena und Ocko tom Brook kommt es zu einer Klosterstiftung.

Ritter Ocko soll angeblich Liebeslieder unter Foelkes Fenster gesungen haben. Das macht Kampo wütend. Daher kommt es zwischen Kampo von Emden und Ritter Ocko zum Streit.

Der Pöbel ergreift Foelke und bewirft sie mit Schmutz. Man will die angebliche Ehebrecherin steinigen. Aber Kampo entschließt sich zu einem Gottesurteil. Ritter Ocko und Kampo von Emden wollen einen Tjost ausfechten bis zum Tod. Der Ritter siegt, aber Kampo hat einen anderen an seiner Stelle kämpfen lassen. Daraufhin entbrennt rundum ein Kampf. Es geht um Foelkes Ehre. Ocko tom Brok siegt schließlich. Er lässt Kampo nach vorheriger Todesandrohung am Leben. Kampo wird auf der Bahre fortgeschafft. Ritter Ocko wird als Sieger ausgerufen. Es folgt die Schlussfeier mit Musik.

Noten zu verschiedenen Musikstücken hierzu sind abrufbar unter:  http://www.musicalion.com

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3.   Stück aus dem Zyklus „tom Brok“

„Sturm über Loppersum“

Ritter Ocko erobert sich sein Erbe  zurück

kriegerische Auseinandersetzung; Ritter Ocko tom Brok  :  Folkmar Allena

Theaterstück für die Freilichtbühne in 2  Akten –  mit Musik-  und Tanzeinlagen – hochdeutsch  tlw. gereimt

Ort des Geschehens: Krummhörn anno 1379                                                                

Hauptdarsteller: 6  –  Kleindarsteller: 14  –  Komparsen: ca. 30 – 60 Pers. – Stuntman: 2

Der Ernte-Festzug schwenkt auf die Bühne ein. Dort singt Freischarführer Angelo als Kriegswerber. Er wirbt Söldner an. Einige Bogenschützen unterhalten sich lobend über Ritter Ocko. Als Folkmar Allena und Ritter Ocko hinzukommen, gehen die Bogenschützen ab. Folkmar Allena fordert Ritter Ocko auf, das Erbe an seine Frau Adda tom Brok auszukehren.  Ritter Ocko weigert sich.

Kleine Verwandlung zur Burg Loppersum. Ritter Ockos Heer rückt gegen Loppersum vor. Man ergreift rasch Verteidigungsmaßnahmen. Während Folkmar Allena Abschied nimmt von seiner Frau, nimmt Kampo von Emden Foelke mit in sein Zelt am Rande des Schlachtfeldes.

Verwandlung zum Heerlager. Es werden Verwundete gebracht. Foelke und andere Frauen versorgen die Verwundeten. Ein Kriegsknecht berichtet vom Verlauf der Schlacht und stirbt in Foelkes Armen. Kampo von Emden kommt ins Lager. Gleich darauf kommt Gelderen, Ritter Ockos Herold, und übergibt Kampo eine Schriftrolle. Ritter Ocko tom Brok, begehrt Waffenruhe und schlägt einen Zweikampf vor auf Leben und Tod. Der Zweikampf findet statt. Ritter Ocko siegt und Kampo von Emden bleibt auf der Kampfstatt. Der Sieg wird gefeiert mit einem Triumphzug, Speis und Trank, Musik und Tanz.

Noten zu verschiedenen Musikstücken hierzu sind abrufbar unter:  http://www.musicalion.com

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4.   Stück aus dem Zyklus „tom Brok“

„Die Macht des Grafen“

Vermählung von Ritter Ocko tom Brook

– Huldigung der Bauernschaften; Hochzeit  (1379)

 

für Freilichtbühne in 4 Aufzügen mit Musik- und Tanzeinlagen – hochdt. und  plattdt.

 

Ort des Geschehens: Brookmerland bzw. Südbrookmerland

Hauptdarsteller: 9  –  Kleindarsteller : 4  –  Komparsen: ca. 30 – 60  –  Stuntman: 2

Ritter Ocko hat seine Braut eingeholt. Ein Herold kündigt den Brautzug an. Foelke kommt in einem stattlichen Brautzug. Gefangene sind mit Stricken an die Wagen gebunden und müssen hinterher laufen.  Jubelndes Volk empfängt Ritter Ocko und seine Braut. Die Vertreter der Bauernschaften treten heran und huldigen Ritter Ocko als ihrem Häuptling. Unterdessen werden die Gefangenen von den Fesseln befreit und unter Bewachung zum Altar gebracht. Es sind die Vertreter der besiegten Bauernschaften, die ebenfalls ihren Treueeid ablegen müssen. Nach einem Gebet wird beiderseits der Treueeid abgelegt. Danach wird die Braut traditionell begrüßt mit Salz und Brot. Es folgt die Ankündigung der edlen Gäste durch den Herold. Es folgen Eheversprechen und Trauung.

Fernes Hufgetrappel und Waffenklirren kündigt den „Schwarzen Ritter“ an. Ritter Grotemund reitet auf den Hof und fordert Tribut für den mächtigen Herzog Albrecht von Bayern, Graf von Holland. Ritter Ocko fordert Ritter Grotemund heraus. Grotemund wirft Ocko höhnisch seinen Handschuh hin. Er weiß, dass seine „Flut“ (ein kleines Heer) vor dem Tor steht und fühlt sich stark. Mutig fordert Ritter Ocko den Grotemund zum Zweikampf heraus. Verliert Ocko, so wird er zum Vasallen des Grafen.

Grotemund tritt als „Schwarzer Ritter“ an und unterliegt Ritter Ocko, aber es stellt sich heraus, dass nicht Grotemund selber gekämpft hat und somit entbrennt ein neuer dramatischer Zweikampf, in welchem Ritter Ocko unterliegt und sich unterwerfen muss. Grotemund schenkt ihm das Leben. Ein Liebesduett zwischen Foelke und Ocko bildet den Schlussakkord. Geldern, der Herold verkündet das Ende des Theaterstücks.

Noten zu verschiedenen Musikstücken hierzu sind abrufbar unter: http://www.musicalion.com

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5.   Stück aus dem Zyklus „tom Brok“

„Der Lehnseid“

Ocko tom Brok leistet den Lehnseid gegenüber dem Grafen von Holland

Theaterstück (hochdt. / plattdt.) für die kleine Bühne in 2 Aufzügen mit Musik- und Tanzeinlagenauch als großes Musical für die Freilichtbühne erhältlich

Ort des Geschehens: Brookmerland bzw. Südbrookmerland

Hauptdarsteller: 9  –  Kleindarsteller : 7  –  Komparsen: ca. 20 od. mehr  –  Stuntman: 2

Das Stück ist mit 20 Min. reiner Sprechzeit relativ kurz und kann noch um Einiges gekürzt werden. Es verlangt eine aufwändige Ausstattung mit historischen Kostümen und ist  konzipiert als Unterhaltung bei einem mittelalterlichen Essen. (hochdt. und plattdt.)

Der Graf von Holland zieht feierlich  mit großem Gefolge ein, um Ritter Ocko das Treuegelöbnis abzunehmen. Nachdem der Graf und dessen Gefolge sich entspr. positioniert haben, tritt Ritter Ocko I. auf, um den Lehnseid zu leisten. (Die beschriebene Zeremonie entspricht exakt den mittelalterlichen Gewohnheiten.) Der Protokollant verliest die Lehnurkunde im Originaltext. Der Geistliche segnet den Pakt. Danach Tanz und Gelage mit einem persönlichen Gespräch zwischen den edlen Damen Foelke, Elisabeth von Württemberg (Schwester des Herzogs), Margarete von Straubing-Holland. Der Page des Herzogs erzählt die heitere Geschichte, wie es ihm gelang, dem Galgen zu entrinnen.

Blechbläser zum Abschluss. Bei Freilichtaufführung kann noch ein Ritterturnier folgen.

Noten zu verschiedenen Musikstücken hierzu sind abrufbar unter:  http://www.musicalion.com

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6. Theaterstück aus dem Zyklus „tom Brok“

„Das goldene Halsband“

(Untertitel: Störtebeker – Mord in Dornum)

Dramatisches Theaterstück in 10 Aufzügen für die Freilichtbühne mit Musik- und Tanzeinlagen

oder als großes Musical erhältlich – (hochdeutsch).

Ort des Geschehens: Anno 1397 in Ostfriesland – Dornum – Ostfrs. Nordsee

Das Stück kann als Fortsetzung der Störtebeker-Spiele der Freilichtbühne Marienhafe inszeniert werden oder als eigenständiges Drama.

Hauptdarsteller: 6 – Kleindarsteller u. Komparsen: ca. 30 – 60 Personen

 

Der Häuptling Lütet Attena, Häuptling von Dornum, lässt seine Frau, Ocka tom Brok, aus Eifersucht hinrichten

  1. Akt: Es beginnt mit einem Festumzug und Bänkelgesang. Der Bänkelsänger provoziert Lütet Attena, indem er böse Gerüchte über ihn und Ocka, Lütets Frau, verbreitet.
  2. Akt: Störtebeker flirtet mit Foelke, der Witwe von Ritter Ocko tom Brok I. (Hier wird das sanfte Liebesduett zwischen Foelke und Störtebeker eingeschoben: „Nie warst du mir so innig nah…“)
  3. Akt: Eingetroffene hansische Kaufleute beklagen sich über Fürsten und Piraten. Man setzt sich zu Tische. Gesinde trägt Bier auf. Lütet Attena (Ockas Ehemann) sitzt bei der jungen Sibba Allena, Ockas Base und flirtet heftig mit ihr. Ocka wendet sich derweil Störtebeker zu, der neben ihr sitzt. Störtebeker flüstert mit Ocka und will ihr ein Brieflein zuschieben.
  4. Akt: Lütet Attena sieht das und nimmt den Brief hastig an sich und studiert ihn. Plötzlich blickt Lütet auf und explodiert augenblicklich vor Eifersucht. Ubbo, der Bänkelsänger, stachelt Lütet weiter auf. Lütet liest Störtebekers Brieflein vor. Es ist eine Liebeswerbung, aber Störtebeker behauptet, der Brief sei nicht für Ocka bestimmt gewesen. Lütet Attena bezichtigt ihn darauf der Lüge, woraufhin Störtebeker und Lütet miteinander raufen.

Enno Attena, Lütets Bruder, trennt die Streithähne. Vergeblich beteuert Foelke die Unschuld ihrer Tochter. Enno Attena schlägt zur Klärung ein Gottesurteil vor.  Die Verblendung nimmt ihren Lauf. Foelke verteidigt ihre Tochter. Ocka ist verzweifelt. Lütet Attena, der der Richterschaft angehört, zelebriert ein (Pseudo-) Gerichtsverfahren. Störtebeker will retten, was zu retten ist, aber er wird von Lütet Attena der Lüge bezichtigt. Darum fordert Störtebeker Lütet Attena zum Zweikampf auf, denn Lütet verlangt Ockas Tod, wenn sie gefehlt hat. In höchster Angst beteuert Ocka ihre Unschuld. Der vertonte Text führt die Dramatik zum Höhepunkt, unterbrochen von Chorsequenzen, die die Auslassungen des Volkes widerspiegeln, z. B. die Hasstirade „Steinigt sie!“

  1. Akt: Es folgt der Zweikampf zwischen Störtebeker und Lütet Attena auf Leben und Tod. Lütet Attena unterliegt aber Störtebeker schenkt ihm großzügig das Leben.
  2. Akt: Ocka im Garten der Burg singt die wunderschöne Liebesarie „Die Luft erfüllt von Möwenschrei…“ Ocka trifft einen Boten im Garten. Da platzt Lütet wütend dazwischen. Er verhört den Boten an Ort und Stelle, der aber sein Geheimnis nicht preisgibt. Daraufhin schlägt Lütet Ocka ins Gesicht, aber auch sie beteuert nur ihre Liebe zu ihm. Gemeinsam singen das Duett: „Mein heißes Herz sehnt sich nach dir…“ Ocka gelobt, dass sie ihm ihr Leben schenken würde. Schon fast überzeugt, macht Lütet sich auf den Weg zur Burg. Da fällt der Fackelschein auf den heruntergefallenen Brief.
  3. Akt: (Verwandlung) Es schließt sich das Verhör an. Hero Attena wirft Ocka Hochverrat vor. In Raserei ersticht Lütet die Kammerfrau Imma. In sinnloser Wut schlägt Lütet auf Ocka ein. Der Bote will Ocka schützen und wird von Lütet blindwütig erstochen.
  4. Akt: Verwandlung zur Olde Borg. Foelke erhält Nachricht, dass Lütet Attena ihrer Tochter Ehebruch vorwirft. – Pause –
  5. Akt: Verwandlung Dornum: Von Todesahnung erfüllt, fürchtet Ocka um ihre Kinder und singt die ergreifende Bitte „Schütze die Kinder“ – der Chor schließt sich an mit „Herr, erbarme dich“.

Man fesselt Ocka  an den Würgepfahl. Gleichzeitig verlangen Störtebeker und Keno, Ockas Bruder, Einlass in die Burg. Unterdessen wird das Todesurteil gegen Ocka verkündet. Als Keno und Störtebeker zur Stelle sind, ist das Urteil bereits vollstreckt. Die Garotte sieht aus wie ein grausiges Monument im Schein der Fackeln.

Lütet Attena erhält von Störtebeker den Beweis, dass Ocka unschuldig war. Der Henker nimmt Ocka ab, Störtebeker trägt sie auf seinen Armen zur Bahre.

  1. Akt: Verwandlung Olde Borg: Keno und Störtebeker haben Ocka zur Olde Borg gebracht. Foelke fleht zur Gott in großem Schmerz: Arie „Herrgott, mein Kind gib mir zurück…“

Dann „Totentanz“; der Tod lässt Ocka von der Bahre auferstehen und führt sie in ein helles Licht. Der Tod wendet sich wieder zurück auf die Bühne u. tanzt mit den Leuten einen Reigen in den ‚Tod’ von der Bühne herunter in das helle Licht.

Schlusslied als Zugabe, um die Spannungen zu lösen.

Noten zu verschiedenen Musikstücken hierzu sind abrufbar unter:  http://www.musicalion.com

 


                                7.   Stück aus dem Zyklus „tom Brok“ Ocko II.

              Die Niederlage“

Die Schlacht auf den  „Wilden Äckern“  Ocko II.  :  Focko Ukena

 

Dramatisches Theaterstück in 4 Aufzügen mit Musik-  und Tanzeinlagenplattdt. + hochdt.

Ort des Geschehens: Die Wilden Äcker bei Oldeborg – Südbrookmerland

 

Hauptdarsteller: 4  –  Kleindarsteller: 6  –  Komparsen: ca. 20 Pers. od. mehr

Vorgeschichte: Seit 1426 bekämpft Fokko Ukena seinen Lehnherrn Ocko II; er siegt  bei Detern über die Verbündeten von Ocko II. Danach wird ein Waffenstillstand geschlossen, den Focko Ukena 1427 bricht. Er rückt in einem Überraschungsangriff mit seinen Verbündeten gegen die Olde Borg (Südbrookmerland /Oldeborg) vor. – Es kommt zur Schlacht auf den Wilden Äckern.

Inhalt:

Während der Vorbereitungen zu einem Fest auf der Olde Borg kommt die Nachricht herein, dass Focko Ukena mit einem großen Heer anrückt. In aller Eile erörtert Ocko II. die Lage mit seinen Hauptleuten  und schließt ein Bündnis mit dem Hauptmann der Seeräuber.

Nach herzbewegendem Abschied erfleht Ockos Frau (die Grafentochter Ingeborg von Oldenburg) Gottes Schutz und Segen für ihren Gemahl.

Ehe Hinnerk, der Liebste der Magd Clara, an einer Kriegsverletzung stirbt, überbringt er noch die Nachricht, dass der Übermacht der Angreifer kein Einhalt geboten werden kann.

Ocko gelingt die Flucht vom Schlachtfeld auf die Burg und leitet Verteidigungsmaßnahmen ein.  Erneuter Abschied der Eheleute in großer Liebe.

Ingeborg kommentiert vom Fenster aus das dramatische Geschehen auf dem Schlachtfeld.

Angesichts der erdrückenden Übermacht ist die Niederlage unausweichlich. Ocko flieht,  wird aber von Focko Ukenas Leuten gefangen und vorgeführt.

Adda tom Brok bietet Lösegeld für ihren Sohn aber Focko Ukena zitiert den Henker herbei und will Ocko hinrichten lassen. Auch Ockos Frau fleht um Gnade und sogar Focko Ukenas Söhne bitten um Ockos Leben. Bleibt Focko Ukena unerbittlich?

Noten zu verschiedenen Musikstücken hierzu sind abrufbar unter: http://www.musicalion.com

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8. Stück aus dem Zyklus “tom Brok, Ocko II.“

 Zorn im Blut“

Untertitel: Focko Ukena, der Löwe von Neermoor

Ocko tom Brok II. in Gefangenschaft bei Focko Ukena und seine Befreiung

Großes dramatisches Theaterstück in 5 Aufzügen für die Freilichtbühne mit Musik- und Tanzeinlagen  (plattdt. + hochdt.)

Vorgeschichte: 1427 bricht Focko Ukena  seinen Waffenstillstand mit Ocko II. und rückt in einem Überraschungsangriff mit seinen Verbündeten gegen die Olde Borg (Südbrookmerland / Oldeborg) vor. – Es kommt zur Schlacht auf den Wilden Äckern, in der Ocko II. vernichtend geschlagen wird.

Das Stück beinhaltet Kerkerhaft und Befreiung des Häuptlings Ocko tom Brok II. nach seiner Niederlage auf den Wilden Äckern.

Ort des Geschehens: Leer – Fockenburg

Hauptdarsteller: 4  –  Kleindarsteller: 12  –  Komparsen: ca. 20 od. mehr

 

Ocko II. tom Brok wird in der Fockenburg in Neermoor gefangen gehalten. Focko Ukenas Söhne sowie auch Ockos Kaplan versucht vergebens, Focko Ukena davon zu überzeugen, dass er Ocko II. freilassen muss.

Ockos Gemahlin Ingeborg von Oldenburg, singt in großer Trauer das Solo „Glocken sind verstummt“.

Im Kerker der Fockenburg sitzt Ocko II in jämmerlichem Zustand, ist schier verzweifelt und möchte sterben. Da besucht Clara ihn und er erfährt, dass seine Gemahlin Ingeborg vor Gram gestorben ist.

Clara begehrt auf gegen Focko Ukena und soll zur Strafe nun auch im Kerker schmachten. Aber die Fockenburg wird eingenommen durch Enno Circsena und Ocko II. wird befreit. Sein Volk huldigt ihm und er heiratet Clara, die ihm so treu zur Seite gestanden hat.

Arie „Ach, ich ich wünscht, ich würde sterben…“

„Bis die Distel traget Rosen…“ mit Musicalstar Katharina Schutza: Noten hierzu sind abrufbar unter:  http://www.musicalion.com

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„Die Stedinger“

Musiktheater in 6 Akten von Georg Ruseler redigiert und vertont von Gunda von Dehn

Spielt im Jahr 1234 n. Chr. im Stedinger Land (Bremen)

Großes dramatisches Theaterstück für die Freilichtbühne mit Musik- und Tanzeinlagen

auch als großes Musical erhältlich.

Hauptdarsteller: 8 – Kleindarsteller : 19 – Komparsen: ca. 30 od. mehr  / bei der großen Fassung ca. 100 Komparsen

Geschichtlicher Hintergrund: Zwischen Hunte und Weser leben die Stedinger.

Im 12. Jh. hatten die Erzbischöfe als Herren Weststedingens Ansiedler aus Sachsen, Holland, Westfalen und Ostfriesland herangezogen. Diese deichten das bisher schutzlose Land ein und schufen damit neues Acker- und Weideland. Das urbar gemachte Bruchland wurde ihnen zugeteilt. Dafür mussten sie den Hollerzins und den Zehnten abführen.

Da es im Stedinger Land keine Regierungsform gab, entstand eine freie Bauernrepublik. Die Stedinger fühlten sich unabhängig.

Nachdem die Armut überwunden und Reichtum ins Stedinger Land eingezogen war, trachteten die Oldenburger Grafen und Bremer Erzbischöfe danach, das Stedinger Land zu beherrschen und weitere Abgaben einzutreiben. Zu diesem Zweck legten sie Zwingburgen an. Trotz ihrer Übergriffe mit Waffengewalt konnten sich die Stedinger wacker verteidigen und ihre Freiheit erhalten.

Schließlich erwirkte der Erzbischof von Bremen beim Papst den Kirchenbann und Kaiser Friedrich sprach die Reichsacht über sie aus. 1234 nun wurde das Kreuz gegen die Stedinger gepredigt. Es sammelte sich ein Kreuzzugsheer von 40.000 Mann. (Der Deutsche Ritterorden beteiligte sich nicht an dieser Menschenjagd auf die Stedinger, die angeblich Ketzer sein sollten.) Zehntausend Stedinger zogen ihnen entgegen, Männer, Frauen und Kinder. Bei Altenesch kam es zum Kampf. Das erbitterte Ringen, in dem viele tausend Kreuzfahrer fielen, schien den Stedingern den Sieg zu bescheren. Gegen Abend aber fiel Graf Dietrich von Cleve den ermatteten Bauern in die Flanke. Das bedeutete den Todesstoß gegen ein ganzes Volk.

An der Spitze der tapferen Stedinger standen die Anführer Bolko von Bardenfleth, Thammo von Huntorp und Detmar tom Dyk. Ihnen begegnen wir auch in dem Stück von Georg Ruseler.

Die Schlacht neigt sich dem bitteren Ende. Tausende sind gefallen. Noch auf dem Schlachtfeld vermählt der blinde Dietrich die Liebenden Adda und Raimund. Sie können der Heereswalze entkommen und fliehen nach Friesland. Fanfaren verkünden den Sieg. Die Kreuzler schmettern triumphierend das alte Kreuzfahrerlied „Christ ist erstanden“.

 Bolko von Bardenfleth stirbt an einer Verletzung und entgeht so der Hinrichtung.

Der gewaltige Choral „Halleluja“ beendet das Musical.

„Jung Ritter ritt wohl durch das Ried“ u.v.a. Musikstücke – Noten hierzu sind abrufbar unter:  http://www.musicalion.com

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            „Gelöbnis unterm Sternenzelt“

Musiktheater  in 4 Akten. Musik und Text von Gunda von Dehn, Co-Autorin Annette von Dehn M.A.

Das Stück spielt in Aurich im Dreißigjährigen Krieg.

Ein gleiches Musical mit primärem Schwerpunkt Oldenburg steht zur Auswahl.

Hauptdarsteller: 8  – Kleindarsteller : 13 – Komparsen: ca. 30 od. mehr

  1. Akt:

Aufruhr: Graf Anton Günther von Oldenburg besucht seinen Verwandten Graf  Ulrich in Aurich. Anton Günther lernt dort die Hofdame Elisabeth von Ungnad kennen, eine aus Böhmen geflüchtete junge Frau. Elisabeth verliebt sich in den Oldenburger Grafen und will ihn für sich gewinnen, obwohl sie weiß, dass sie ihm nicht ebenbürtig ist.

Weil Graf Ulrich Kontakt zu den Spaniern aufgenommen hat, stürmt das Volk zum Schloss und attackiert Graf Ulrich mit dem packenden Chorstück „Oh, myn God“.

Graf Ulrich beklagt die hohen Kosten, die ihm durch Tillys Kriegsvolk entstehen, welches in seinem Land haust. Er möchte den Generalissimus Tilly und sein Kriegsvolk aus dem Land haben, denn seine Bevölkerung leidet darunter. Graf Anton Günther von Oldenburg soll ihn dabei finanziell unterstützen. Zum Dank dafür will Ulrich die Ehe anbahnen zwischen Graf Anton Günther und Sophia Catharina von Holstein-Sonderburg, die in Aurich zu Besuch weilt. Anton Günther ist aber vorerst mehr an Elisabeth von Ungnad interessiert. Bei der Gavotte kommt er Elisabeth näher und wirbt heftig um sie.

Unterdessen betritt der Gesandte des Kaisers den Saal mit Depeschen für die Grafen Ulrich, Tilly und Anton Günther. Der kaiserliche Gesandte ist niemand anderes als David von Ungnad, der in Böhmen zurückgelassene Sohn der Familie. Das Wiedersehen in großer Freude gipfelt in dem beschwingten Terzett „Du bist da“.

Graf Tilly hat Order, aus Ostfriesland abzuziehen. Als Tilly sich verabschiedet hat, schmettern alle den fröhlichen Rundgesang „Und wenn Tillys Schwarm sich verzogen hat.“

Mit Gesang und Paukenschlag zieht Tillys Heer ab.

Graf Anton Günther flirtet heftig mit Sophia Catharina von Holstein-Sonderburg, wenngleich sein Interesse auch Elisabeth von Ungnad gilt.

  1. Akt:

Der Liebestrank: Elisabeth liebt Graf Anton Günther so innig, dass sie glaubt, es nicht ertragen zu können, ohne ihn zu sein. Sie verlangt darum von Wanda, ihrer Zofe, dass sie einen Liebestrank brauen soll.

  1. Akt:

Das Versprechen: Graf Anton Günther will seine Leibgarde aufsuchen, als ihm Elisabeth in die Arme läuft, die dem Jäger entwischt ist. Sie flirten  miteinander und gehen gemeinsam zum Leibregiment, um dem Abendlied zu lauschen.

Die Liebenden – ein zauberhaftes Liebesduett auf den Lippen – geloben einander unterm Sternenzelt ewige Treue, auch wenn der Graf jetzt an den kaiserlichen Hof von Wien beordert ist und rasch abreisen muss. Mit ihrem schlichten Solo „Als ich Abschied von dir nahm“ beweist Elisabeth Liebe, Vertrauen und Zuversicht.

  1. Akt:

Kindersegen: Sieben Monate später schenkt Gräfin Juliane ihrem Sohn Enno Ludwig das Leben. Bald danach bringt Elisabeth Anton zur Welt, den Sohn des Grafen Anton Günther von Oldenburg.  Elisabeth ist völlig verzweifelt, weil sie fürchtet, der Graf  werde sie nach so langer Abwesenheit nicht mehr lieben. Erneut kommt sie auf den Liebestrank zurück, den Wanda ihr nun brauen muss. Diese Szene gipfelt in der glücklichen Rückkehr des Grafen. Wird Graf Anton Günther von Oldenburg seine Elisabeth nun heiraten?

Mit dem fröhlichen Trinklied „Süßen Wein und Gerstensaft“ endet das Musical.

Noten zu verschiedenen Musikstücken hierzu sind abrufbar unter:  http://www.musicalion.com

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                      Die Schuhe der Prinzessin“

‚Die Schuhe der Prinzessin‘ ist dem Werk von Georg Ruseler entnommen, redigiert  und vertont von Gunda von Dehn

Das Stück ist von mir mit neuen Kompositionen musikalisch untermalt und auf eine zweckmäßige Länge gekürzt worden.

Dieses Bühnenstück für Kinder handelt von einer Prinzessin, die am Tage ihrer Hochzeit ihre Brautschuhe von einem Schusterjungen mit goldenen Nägeln präparieren lässt, denn die goldenen Nägel sollen der Braut Glück bringen. Der Schusterjunge aber, dem von einer weisen Frau gesagt worden war, dass er eines Tages König werde, verschenkt die Brautschuhe an ein armes Weib.

Während die spannende Frage im Raum schwebt, ob Schusterjunge und Prinzessin heiraten werden und der Schusterjunge tatsächlich den Thron besteigen wird, sucht der Autor Georg Ruseler die unverzichtbaren Werte ‚manierlichen‘ Miteinanders, Anstandes und Achtung zu vermitteln.

Das Stück ist pädagogisch sehr wertvoll. Georg Ruseler hat in seiner Eigenschaft als Pädagoge ein Lehrstück geschaffen, das den Kindern u. a. den Wert handwerklichen Könnens, den Nutzen von Mobilität, Einsicht in menschliche Schwächen und Abhängigkeiten (vermeintliche und tatsächliche) Ehrgeiz, Mitleid, Undank, Dankbarkeit, Selbstüberschätzung, Durchsetzungsvermögen, Machtausübung u. v. m. vermitteln soll. Verpackt ist dies alles in eine spannend-heitere Geschichte.

Dieses musikalische Bühnenstück ist – obschon vor fast 100 Jahren zu Papier gebracht – durchaus aktuell und wert, nicht im verstaubten Regal zu verrotten. Man sollte es erneut zu Ehren kommen lassen. Als Träger des Schillerpreises ist Georg Ruseler ein sehr angesehener Autor gewesen.

Kürzungen könnten u. U. vorgenommen werden, evtl. im 4. Akt die 3. Szene, was allerdings dann nicht nur bedeuten würde, ein Stück Komik abzuschneiden, sondern auch Ruselers Exempel bzgl. der Wahl der ‚angemessenen Mittel‘ abzutrennen. Sollte man sich dennoch dafür entscheiden, diese Szene zu streichen, bzw. andere Szenen zu kürzen, bin ich gern bereit, das Stück entspr. zu modifizieren.

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Singspiel in 5 Aufzügen für die Freilichtbühne – Märchen mit Musik-  und Tanzeinlagen (Lustspiel) – hochdt.

Hauptdarsteller: 4  –  Kleindarsteller : 12  –  Komparsen: ca. 20 Pers. od. mehr

  1. Akt. In der Werkstatt des Hofschusters Heimo arbeitet Baltram, der Lehrbub. Er ist unzufrieden und glaubt, einst König zu werden, weil seine Tante ihm das an der Wiege gesungen hat. Baltram hat hochfliegende Pläne und geht auf Wanderschaft. Weil Baltram aber ein Sonntagskind ist, muss er zuvor noch 12 goldene Nägel in die Brautschuhe der Prinzessin Adeltraud einschlagen. Das wird der Prinzessin Glück bringen, hat einst ihre Mutter gesagt. Als Baltram die Hochzeitsschuhe ins Schloss bringen will, trifft er ein armes Weib, der er aus Mitleid die Brautschuhe schenkt. Die alte Frau entpuppt sich später als die weise Gotrun.
  2. Akt: Weil Baltram die Hochzeitsschuhe nicht gebracht hat, heiratet Adeltraud den Prinzen nicht. Baltram soll hingerichtet werden, aber die Prinzessin erwirkt Gnade und Baltram bekommt eine Frist von einem Jahr, um die Schuhe zu beschaffen, aber eine Prinzessin muss die Schuhe tragen, die mit Bertram rechtmäßig verheiratet ist. Dann soll ihm das Leben geschenkt werden. Prinzessin Adeltraud und er Dankmar, der Narr, verlassen den königlichen Hof, um die Schuhe suchen.
  3. Akt: im Wald von Godensloh wohnt die gute Fee Gotrun.

Ein entzückender Zwergenchor ehrt Gotrun. Baltrum verirrt sich zu ihr, ebenso wie Adeltraud und Dankmar. Adeltraud bekommt ihre Schuhe von Gotrun für den Preis, dass sie fortan niemand mehr als Prinzessin wahrnimmt. Fortan glaubt Adeltraud, bei ihrer Großmutter zu sein. Dankmar erkennt sie allerdings als Prinzessin wieder, nun erkennt Adeltraud allerdings Dankmar nicht. Baltram und Adeltraud verlieben sich ineinander, ohne sich wiederzuerkennen. Baltram wagt es aber nicht, Adeltraud zu küssen, weil er glaubt, dann kein König zu werden und das will er von ganzem Herzen. Er darf niemanden sonst küssen als seine Prinzessin, die er sucht. Somit verpasst er die Gelegenheit. Er war am Ende seines Weges und hat es nicht gesehen. Jetzt muss er weiter wandern. Und er muss Adeltraud mitnehmen, denn sie trägt ja die Schuhe, die er benötigt, um seinen Kopf zu retten.

  1. Akt: Baltram und Adeltraud sind bei der Königin Bertrada in Diensten. Bertram glaubt, dass Bertrada ihn heiraten wird und sich damit die Weissagung seiner Tante erfüllt und er zum König aufsteigt. Die Königin Bertrada aber verheiratet aus Rachsucht Bertram und Adeltraud.
  2. Akt: Martinstag der Tag, an dem Bertram die Schuhe und die Prinzessin zurückbringen muss an den Hof von Adelstan oder sein Leben verwirkt hat. Bertram und Adeltraud treten Hand in Hand vor den König, aber – bedingt durch den Zauber der Gotrun – erkennt der König seine Tochter nicht und so droht Bertram der Tod durch den Henker. Als der Zauber sich löst, erkennen alle einander wieder. Eine Sequenz aus dem Gotrun-Lied schließt das Spiel.

Ein Mann namens Georg Ruseler: Wer Georg Ruseler war, wüsste heute wohl kaum jemand, wäre nicht sein Drama „Die Stedinger“ im Oldenburger Staatstheater vor dem Herzog von Oldenburg mit großem Erfolg aufgeführt worden. Als Träger des Schillerpreises ist Georg Ruseler ein überaus angesehener Autor gewesen.

Während die spannende Frage im Raum schwebt, ob Schusterjunge und Prinzessin ein Paar werden, sucht der Westersteder Lehrer und Poet die unverzichtbaren Werte ‚manierlichen‘ Miteinanders, Anstandes und Achtung zu vermitteln. Hier schuf Georg Ruseler ein Lehrstück, das den Kindern u. a. den Wert handwerklichen Könnens, den Nutzen von Mobilität, Einsicht in menschliche Schwächen und Abhängigkeiten (vermeintliche und tatsächliche) Ehrgeiz, Mitleid, Undank und Dankbarkeit, Selbstüberschätzung, Durchsetzungsvermögen, Machtausübung u. v. m. vermitteln soll. Verpackt ist dies alles die spannend-heitere Geschichte von Bertram und Adeltraud.

Noten zu verschiedenen Musikstücken hierzu sind abrufbar unter:  http://www.musicalion.com

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