{"id":5265,"date":"2016-02-28T21:02:30","date_gmt":"2016-02-28T19:02:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/?p=5265"},"modified":"2016-02-28T21:18:25","modified_gmt":"2016-02-28T19:18:25","slug":"oldeborg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/oldeborg\/","title":{"rendered":"Oldeborg"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 120px;\"><strong>Die Olde Burg\u00a0<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_2975\" style=\"width: 262px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/friesisches-Wasserschloss3-e1449934054302.png\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2975\" class=\"wp-image-2975 \" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/friesisches-Wasserschloss3-e1449934054302-300x265.png\" alt=\"friesisches Wasserschloss3\" width=\"252\" height=\"223\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/friesisches-Wasserschloss3-e1449934054302-300x265.png 300w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/friesisches-Wasserschloss3-e1449934054302.png 577w\" sizes=\"(max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2975\" class=\"wp-caption-text\">Friesisches Wasserschloss<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">Verstummt die Meereswogen sind,<br \/>\ndie auf den Strand einst liefen.<br \/>\nVerflossen Ruhm und Ehr und Macht,<br \/>\nverschwunden ist die hehre Pracht,<br \/>\nkein Stein ist auf dem andern.<br \/>\nSie steht nicht mehr &#8211; die Olde Borg,<br \/>\ndoch lebt im Friesenvolke fort<br \/>\nder edle Stamm derer &#8218;tom Brok\u2018.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Oldeborg <\/strong>(Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte, Bd. 66 (2) 1997)<\/p>\n<p>Bei der Verlegung der Kanalisation in Oldeborg, die von den Planungsbeh\u00f6rden nicht gemeldet worden war, konnte dank einer privaten Mitteilung in der Burgstra\u00dfe sporadisch einzelne Bodenprofile im Verlauf des Kanalgrabens dokumentiert werden.<\/p>\n<p>Die <strong>Lohne<\/strong> im Westen Oldeborgs, wo vermutlich <strong>die Hauptbefestigung der Burganlage <\/strong>liegen m\u00fc\u00dfte, war leider bereits verrohrt. Das Profil in der Burgstra\u00dfe zeigte verschiedene Auftrags- bzw. Verf\u00fcllschichten, die bis auf den gewachsenen Boden mit Backsteinbr\u00f6ckchen und mehr oder weniger Schutt durchsetzt waren. Mauerfundamente wurden durch den Bau angeblich nicht freigelegt. &#8211; Ein Brunnen aus Torfsoden mit h\u00f6lzernem Unterbau wurde nach Aussage der Bauarbeiter angeschnitten, aber nicht gemeldet. &#8211; Der Aushub aus den beiden Stra\u00dfen wurde getrennt gelagert. Im Aushub der Burgstra\u00dfe fand sich \u00fcberwiegend neuzeitlicher Siedlungsschutt, darunter mehrere Lederreste, handgefertigte Schuhe, eine gedrechselte Holzschale, Steine im Klosterformat und die unregelm\u00e4\u00dfig gestochenen Soden des Torfbrunnens. Die \u00e4ltesten datierbaren Funde stammen aus der Lohne und geh\u00f6ren zu sp\u00e4tmittelalterlichen Kugelt\u00f6pfen F,FV:OL:FM: unbekannt. (R.Stutzke) Ferner fand dort man eine Steinkugel (Wurfgescho\u00df).<\/p>\n<p><strong>Onno Klopp<\/strong> schreibt in seiner <em>Geschichte Ostfrieslands<\/em>: \u201eAm westlichen Ende des jetzigen Dorfes Oldeborg im Brookmerlande, links von dem Wege, der nach Veenhusen geht, erkennt man noch heute eine ehemalige Burgstelle mit Vertiefungen rund umher, den \u00dcberbleibseln des alten Grabens. Die Burg, auch selber Oldeborg genannt, 40 Schritt lang und ebenso breit, war im 14. Jahrhundert der Stammsitz des m\u00e4chtigen Hauses ten Brok, welches f\u00fcr ein halbes Jahrhundert der Angelpunkt der ostfriesischen Geschichte war.\u201c (Geschichte Ostfrieslands<em> &#8211;<\/em> R\u00fcmpler, Hannover 1854-1858. Band 1, S. 168)<\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein Wort zu der sogenannten Furt im Hafenbecken: Es ist anzunehmen, dass es sich dabei um eine restlichen Deichanlage handelt und nicht um eine Furt mitten durch den Hafen.<\/p>\n<p>Die <strong>Olde Borg<\/strong> stand auf dem Sandr\u00fccken und zwar laut Bericht aus dem 19. Jh. direkt auf einer Abbruchkante. Es schob sich die Leybucht vor. Vor der Burg entstand ein Kolk (vom Meer ausgesp\u00fclte Bucht). Als dieser bis an die Olde Borg reichte, stand die Olde Borg direkt auf der Abbruchkante, auf der sog. \u201eHohen Lucht\u201c (= das hohe Licht; vermutlich ein Leuchtturm f\u00fcr die Hafeneinfahrt), heute &#8222;Lohne&#8220; genannt.<\/p>\n<p>Um die auf der Abbruchkante stehende Burg vor dem Einsturz zu sch\u00fctzen, musste der Aussp\u00fclung durch Ebbe und Flut vor der Burg Einhalt geboten werden und es wurde ein Schutzdamm gebaut. (Die Burg wurde 1427 geschleift) Ein Hafen mit einer Furt quer durchs Hafenbecken w\u00e4re wohl ziemlich sinnlos. Der Deich wird sp\u00e4ter \u00fcbersp\u00fclt worden sein und \u00fcbrig blieb sp\u00e4ter eine flache Furt.<\/p>\n<div id=\"attachment_5015\" style=\"width: 255px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Marienhafe_Hafen_MA.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5015\" class=\"wp-image-5015 size-medium\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Marienhafe_Hafen_MA-245x300.jpg\" alt=\"Marienhafe_Hafen_MA\" width=\"245\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Marienhafe_Hafen_MA-245x300.jpg 245w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Marienhafe_Hafen_MA-838x1024.jpg 838w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Marienhafe_Hafen_MA.jpg 1308w\" sizes=\"(max-width: 245px) 100vw, 245px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5015\" class=\"wp-caption-text\">Marienhafe &#8211; Hafen<\/p><\/div>\n<p>Der Turm wird ein Backsteinbau gewesen sein, der auch als Festungsturm diente. Man kann ihn in Aussehen und Funktion mit dem heute noch vorhandenen alten <em>Leuchtturm auf der Insel Neuwerk von Hamburg<\/em> vergleichen, der 1310 errichtet worden ist, denn in damaliger Zeit pflegte man eckige T\u00fcrme zu bauen. Ein Bild davon liefert auch der Turm der Marienkirche in Marienhafe\/Brookmerland mit seinen 6 Stockwerken (vor der Verkleinerung der Kirche). Auch dieser Turm wurde zwecks Kennzeichnung der Hafenzufahrt als Leuchtturm genutzt. Man kann von einer\u00a0 Optik ausgehen, die bei allen T\u00fcrmen jener Zeit \u00e4hnlich war, eine Art Burgfried. Dieser geht zur\u00fcck auf den eckigen &#8222;Donjon&#8220; der Normannen. Der Nachteil dieser T\u00fcrme sind die Mauerecken. Um einen solchen Turm zum Einsturz zu bringen, konnten diese Ecken relativ leicht untergraben werden. Rundt\u00fcrme sind viel schwerer zu untergraben und zum Einsturz zu bringen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seitlich des ehemaligen Hafens weist die Dorfflur von Oldeborg einen sogenannten &#8222;Krummacker&#8220; aus. Es ist wahrscheinlich, dass dies ehemals der Stapelplatz gewesen ist. Wir erinnern uns, dass das Land einst von Wikingerf\u00fcrsten regiert worden ist. Die &#8222;Krum&#8220; (mit einem &#8222;m&#8220;) ist im skandinavischen Sprachgebrauch eine Bucht, wo Handelsschiffe ankerten. &#8211; Zum Be- und Entladen gab es in <em>seitlichen<\/em> Schutzdeichen des Hafens gemauerte <u>Tunnel\u00f6ffnungen<\/u>\u00a0 (heutzutage werden im Hafenbereich in den Deichen gro\u00dfe Tore f\u00fcr den Zugang von Transportfahrzeugen eingelassen). Auch in Aurich war das fr\u00fcher der Fall (ehemaliges Hafenbecken hinter der &#8222;Ostfriesischen Landschaft&#8220;). Von diesem Hafenbecken gibt es im Museum von Aurich eine sehr anschauliche Radierung (zu sehen im Eingangsbereich). Man kann davon ausgehen, dass diese Art der Bauweise bei jedem Hafen \u00fcblich gewesen ist. Solch ein Tunnel wurde auch in Oldeborg gefunden und man meinte im vergangenen Jahrhundert, dass dieser bis nach Marienhafe verlaufe. Diese Annahme trifft jedoch nicht zu. In \u00e4hnlicher Weise wird auch von einem Tunnel in Engerhafe (fr\u00fcher &#8222;Utengrahove&#8220;) berichtet. Auch dort ist ein Hafen gewesen und insofern ist es sehr wahrscheinlich, dass auch dort aus praktischen Gr\u00fcnden ein gemauerter Durchgang gewesen ist. Auch dieser Durchgang wird kein Fluchtweg gewesen sein, sondern dazu gedient haben, bequemer die Schiffe bedienen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<hr \/>\n<h2><strong><em><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda.png\"><img decoding=\"async\" class=\"  wp-image-3171 alignleft\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-243x300.png\" alt=\"AutogrammkarteGunda\" width=\"123\" height=\"152\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-243x300.png 243w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-830x1024.png 830w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda.png 934w\" sizes=\"(max-width: 123px) 100vw, 123px\" \/><\/a>Hinweis: Roman Chroniken der tom Brook<\/em><\/strong><\/h2>\n<p>Band I \u201eChroniken der tom Brook\u201c:\u00a0 <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/www.kobobooks.de\/ebook\/Chroniken-der-tom-Brook\/book-jLjnMyDvFU2IL54E9bIs-A\/page1.html?s=EBSWaALLfkGqSJ1_jZHc0g&amp;r=1\">http:\/\/www.kobobooks.de\/ebook\/Chroniken-der-tom-Brook<\/a><\/span><\/p>\n<p>Band II \u201eChroniken der tom Brook \u2013 Das Erbe\u201c: <span style=\"color: #0000ff;\"><a class=\"moz-txt-link-freetext\" style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/store.kobobooks.com\/de-DE\/ebook\/chroniken-der-tom-brook-1\">http:\/\/store.kobobooks.com\/de-DE\/ebook\/chroniken-der-tom-brook-1<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Die Olde Burg\u00a0 Verstummt die Meereswogen sind, die auf den Strand einst liefen. 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