{"id":92,"date":"2014-04-07T09:35:42","date_gmt":"2014-04-07T07:35:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/?page_id=92"},"modified":"2018-11-13T00:35:05","modified_gmt":"2018-11-12T22:35:05","slug":"wieland-der-schmied","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/die-kelten\/wieland-der-schmied\/","title":{"rendered":"Wieland der Schmied"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<h1><span style=\"color: #000080;\">Wieland der Schmied<\/span><\/h1>\n<p>Der Schmied Wieland &#8211; auch Wayland genannt, ist ein Held aus der Edda. Die Edda ist eine isl\u00e4ndische Sagensammlung aus dem 13. Jh. Wieland wird aber schon in &#8222;Beowulf&#8220; erw\u00e4hnt &#8211; 6. bis 9. Jh.<\/p>\n<p>Die Orte Vellerby in D\u00e4nemark und Sisebeck in Schweden nehmen f\u00fcr sich in Anspruch, dass Wieland dort begraben ist. Auch bei uns ebenso wie in England, D\u00e4nemark und sogar Belgien gibt es St\u00e4tten, um die sich Wieland-Sagen ranken und die f\u00fcr sich in Anspruch nehmen, dass dort Wielands Schmiede gewesen sei. Die bekannteste Sage rankt sich wohl um jenen Grabh\u00fcgel von Uffington in S\u00fcdengland, der Waylands Smithy genannt wird. Der Sage nach wohnt der Geist von Wieland dort noch heute. Wenn ein Pferd sein Eisen verloren hat, mu\u00df man es dort anbinden, eine M\u00fcnze dalassen und dann fortgehen. Wenn man nach einiger Zeit zur\u00fcckkehrt, soll das Pferd neu beschlagen sein.<\/p>\n<p>In Seeland am Ostmeer lebte der Riese Wade. Wade hatte drei starke S\u00f6hne. Die beiden \u00e4lteren, Slagfider und Egil, wurden wackere K\u00e4mpen; Wieland wurde zu dem Zwerg &#8222;Mimir&#8220; in die Lehre geschickt. Der Riese Wade und Mimir schlossen eine Art Lehrvertrag ab, der ein Jahr w\u00e4hren sollte. Daf\u00fcr zahlte der Riese &#8218;Lehrgeld&#8216;. Als das Jahr herum war, wollte Mimir den jungen Wieland nicht herausgeben, weil er sehr gelehrig war und ihm gut gedient hatte. Der Riese war damit einverstanden, Wieland noch dort zu lassen, wenn Mimir ihm das Lehrgeld zur\u00fcckzahle. Dies tat der Zwerg unter der Bedingung, da\u00df der Riese seinen Sohn p\u00fcnktlich bei Mimir abholen werde, wenn die Zeit abgelaufen war. Sonst, so der Zwerg, werde er Wieland t\u00f6ten.<\/p>\n<p>Der Riese stimmte dem zu. Er war aber klug und dachte sich, dass er aus irgendeinem Grunde vielleicht verhindert sein k\u00f6nnte, seinen Sohn p\u00fcnktlich abzuholen. Darum versteckte er vor Mimirs H\u00f6hle ein Schwert, damit Wieland sich n\u00f6tigenfalls damit verteidigen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Als nun das Jahr zur Neige ging, machte sich der Riese Wade auf den Weg und wanderte bis zur Ersch\u00f6pfung. Dadurch kam er zu fr\u00fch an. Ersch\u00f6pft wollte er ausruhen und w\u00e4hlte sein Lager nah der Zwergenh\u00f6hle. Doch n\u00e4chtens l\u00f6ste ein Unwetter einen Bergrutsch aus und Wielands Vater wurde darunter begraben.<\/p>\n<p>Als der Zwerg den jungen Wieland an seinen Vater \u00fcbergeben wollte, war der Riese nicht da. Der junge Schmied aber sah die niedergegangene Ger\u00f6llhalde und wu\u00dfte, da\u00df sein Vater darunter umgekommen war. Rasch nahm er das verborgene Schwert an sich und erschlug Mimir, um sein eigenes Leben zu retten.<\/p>\n<p>Wieland zog nun zu seinen beiden Br\u00fcdern. Gemeinsam lebten sie in einem einsamen, aber sehr wildreichen Tal. Auch gab es dort den Wolfssee, der ihnen reichlich Fisch lieferte.<\/p>\n<p>Eines Tages schwammen drei Schw\u00e4ne \u00fcber den Wolfssee. Am Ufer streiften die Schw\u00e4ne ihr Federkleid ab. Und siehe da, es waren wundersch\u00f6ne Jungfrauen.<\/p>\n<p>Die drei Br\u00fcder aber entwendeten den Jungfrauen die Schwanenkleider. Dadurch konnten sie sich nicht zur\u00fcckverwandeln und mu\u00dften bei den Br\u00fcdern bleiben, die sie zu ihren Weibern nahmen. Zu Anbeginn waren sie sehr gl\u00fccklich miteinander und Herw\u00f6r, Wielands Weib, schenkte ihm einen Ring, der die ewige Liebe erhalten sollte. Nach sieben Jahren aber \u00fcberkam die Schwanenfrauen gro\u00dfe Sehnsucht nach ihrer Heimat. So geschah es, dass die Schwanenfrauen nach ihren Federkleidern suchten und eines Tages, als die Br\u00fcder zur Jagd waren, verlie\u00dfen sie ihre Gatten und flogen heim.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Br\u00fcder von Wieland fortzogen, blieb Wieland daheim, denn er glaubte an die Kraft der ewigen Liebe, die dem Ring, den Herw\u00f6r ihm geschenkt hatte, innewohnen sollte.<\/p>\n<p>Wielands Ruf, ein kunsfertiger Schmied zu sein, aber hatte sich schon weit verbreitet und so h\u00f6rte auch der K\u00f6nig der Njaren (d. i. Schweden) davon. Der K\u00f6nig lie\u00df Wieland fangen und in sein K\u00f6nigreich entf\u00fchren. Dabei raubte man Wieland auch den pr\u00e4chtigen Ring der Schwanenfrau, und der K\u00f6nig schenkte ihn seiner Tochter Bathild.<\/p>\n<p>Weil K\u00f6nig Niedung bef\u00fcrchtete, Wieland werde fliehen, lie\u00df er Wieland die Kniesehnen durchtrennen und auf eine meerumsp\u00fclte Insel verschleppen. Nun musste Wieland f\u00fcr den K\u00f6nig die besten Waffen schmieden, die man je gesehen hatte.<\/p>\n<p>Das Schmiedeverfahren f\u00fcr das Zauberschwert &#8218;Mimung&#8216; ist wie folgt \u00fcberliefert:<\/p>\n<p>Das Eisen wurde gegl\u00fcht und geh\u00e4rtet. Nach diesem &#8217;normalen&#8216; Verfahren machte Wieland feine Eisensp\u00e4ne daraus. Diese Sp\u00e4ne mengte er dem G\u00e4nsefutter bei. Die mit dem Kot ausgeschiedenen Eisensp\u00e4ne wusch er wieder heraus und schmolz sie erneut ein, um davon in althergebrachter Weise ein Schwert zu schmieden. Danach verfuhr Wieland mit dem Schwert noch einmal so wie zuvor. Er machte Sp\u00e4ne daraus, verf\u00fctterte sie, wusch die Sp\u00e4ne aus dem G\u00e4nsekot und schmiedete ein neues Schwert. Das war das ber\u00fchmte Zauberschwert &#8218;Mimung&#8216;.<\/p>\n<p>Heute (seit Forschungsergebnissen von 1936) wissen wir, dass es sich bei diesem Verfahren tats\u00e4chlich um eine Art Nitrath\u00e4rtung handelt.<\/p>\n<p>Die beiden S\u00f6hne des K\u00f6nigs aber brannten vor Neugier und wollten Wieland bei der Arbeit zusehen. So geschah es, dass sie Wieland heimlich auf seiner Insel besuchten.Wieland aber war blutgierig und rached\u00fcrstend und erschlug die beiden Prinzen. Verschlagen fertigte er aus ihren Sch\u00e4deln Trinkgef\u00e4\u00dfe. Diese schenkte er dem K\u00f6nig.<\/p>\n<p>Bathild, die Tochter des K\u00f6nigs, trug nun schon seit langem den Ring der Herw\u00f6r. Eines Tages geschah es, da\u00df der Ring zerbrach. Aus Furcht vor ihrem Vater bat Bathild Wieland, ihr den Ring instandzusetzen. Wielands Rachegl\u00fcste waren aber immer noch nicht gestillt und so nahm er Bathild zum Weib. Nun endlich w\u00e4hnte Wieland seine Rache gestillt.<\/p>\n<p>Er hatte aber heimlich ein Federkleid f\u00fcr sich gefertigt, mit dem er entfliehen wollte. Als nun Bathild zur\u00fcck zum Vater geeilt war, schl\u00fcpfte er in das Federkleid, schirmte seine Brust und schn\u00fcrte sich vorsorglich eine Schweinsblase mit Blut davor. Dann flog er hinauf auf die Zinnen der K\u00f6nigsburg.<\/p>\n<p>Als der K\u00f6nig den Schmied dort oben auf den Zinnen sah, \u00fcberkam ihn das Grauen und er ahnte, dass Wieland seine S\u00f6hne get\u00f6tet hatte. Wieland beantwortete des K\u00f6nigs Frage danach nicht, sondern lie\u00df den K\u00f6nig einen Eid schw\u00f6ren, dass weder seinem Weib noch seinem Kind ein Leid geschehe. Danach erst bekannte der Schmied h\u00f6hnend die Morde an den Knaben und dass die Trinkschalen, die er dem K\u00f6nig geschenkt hatte, aus deren Sch\u00e4deln gefertigt waren. Mit d\u00e4monischem Vergn\u00fcgen verk\u00fcndete er \u00fcberdies dem K\u00f6nig, dass er Bathild geschw\u00e4ngert habe.<\/p>\n<p>Das konnte der K\u00f6nig nicht ertragen. Erbittert befahl er seinem besten Bogensch\u00fctzen, Wieland von der Zinne zu holen. Der Bogensch\u00fctze aber war Egil, der Bruder des Wieland. Egil erkannte seinen Bruder wohl, aber er folgte seinem Diensteid und lenkte einen Pfeil auf Wieland. Der Pfeil verfehlte sein Ziel nicht. Noch w\u00e4hrend Wieland die Schwingen ausbreitete, ergo\u00df sich das Blut aus der Schweinsblase auf die Zinnen. Wieland aber konnte unverletzt davonfliegen.<\/p>\n<p>Bathilde aber gebar einen Sohn, den sie Witege nannte. Als Witege herangewachsen war, zog er zu seinem Vater, der ihn das Kunsthandwerk des Schmiedens lehrte.<\/p>\n<p>Gunda v. Dehn<\/p>\n<hr \/>\n<div id=\"attachment_3171\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda.png\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3171\" class=\"wp-image-3171 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-150x150.png\" alt=\"AutogrammkarteGunda\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-66x66.png 66w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3171\" class=\"wp-caption-text\">Gunda von Dehn<\/p><\/div>\n<h2><strong><em><span style=\"color: #993300;\">Hinweis: Roman Chroniken der tom Brook<\/span><\/em><\/strong><\/h2>\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Band I &#8222;Chroniken der tom Brook&#8220;<\/span><span style=\"color: #0000ff;\"> download :<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"> <a style=\"color: #0000ff;\" title=\"https:\/\/www.amazon.de\/Chroniken-tom-Brook-Das-Erbe-ebook\/dp\/B071HXYF8H\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Chroniken-tom-Brook-Das-Erbe-ebook\/dp\/B071HXYF8H\" target=\"_blank\">https:\/\/www.amazon.de\/Chroniken-tom-Brook-Das-Erbe-ebook\/dp\/B071HXYF8H<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/www.hugendubel.de\/de\/ebook\/gunda_von_dehn-chroniken_der_tom_brook-29133974-produkt-details.html\">http:\/\/www.hugendubel.de\/de\/ebook\/gunda_von_dehn-chroniken_der_tom_brook-29133974-produkt-details.html<\/a><\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Band II &#8222;Chroniken der tom Brook&#8220;:<\/span> <span style=\"color: #0000ff;\"><a class=\"moz-txt-link-freetext\" style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/store.kobobooks.com\/de-DE\/ebook\/chroniken-der-tom-brook-1\">http:\/\/store.kobobooks.com\/de-DE\/ebook\/chroniken-der-tom-brook-1<\/a><\/span><\/h3>\n<hr \/>\n<p>Letzte \u00c4nderung 12.11.2018<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieland der Schmied Der Schmied Wieland &#8211; auch Wayland genannt, ist ein Held aus der Edda. 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