{"id":66,"date":"2014-04-07T09:20:07","date_gmt":"2014-04-07T07:20:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/?page_id=66"},"modified":"2023-10-05T22:04:53","modified_gmt":"2023-10-05T20:04:53","slug":"die-tom-brok","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/die-tom-brok\/","title":{"rendered":"Die tom Brok"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<div style=\"text-align: right;\" align=\"justify\">\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-66-1\" autoplay preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/02-Schottisch-Spur-2.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/02-Schottisch-Spur-2.mp3\">http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/02-Schottisch-Spur-2.mp3<\/a><\/audio>\n<p>\u00a9\u00a0&#8211; G. v. Dehn &#8211; &#8222;Schottisch&#8220; aus meinem Musical &#8222;Zorn im Blut&#8220;<\/p>\n<h1 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Die tom Brok<\/strong><\/span><\/h1>\n<\/div>\n<div id=\"attachment_4673\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Flandern-Wappen-gold005.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4673\" class=\"wp-image-4673 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Flandern-Wappen-gold005-150x150.jpg\" alt=\"Flandern Wappen gold005\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Flandern-Wappen-gold005-66x66.jpg 66w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Flandern-Wappen-gold005-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4673\" class=\"wp-caption-text\">Flandern Wappen goldener Adler<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Die Familie f\u00fchrte einen goldenen Adler im Wappen! <\/strong>Dadurch er\u00f6ffnet sich die M\u00f6glichkeit, dass die Familie urspr\u00fcnglich aus Flandern \/ Gebiet Antwerpen stammt und \u00fcber Seeland, Holland bzw. Westerbroeck von Groningen und das Rheiderland nach Norden \/ Ostfriesland gelangte. Andererseits besteht aber auch die M\u00f6glichkeit einer Zugeh\u00f6rigkeit zum Grafenhaus von Werl bzw. Oldenburg. Werl und Oldenburg sind u.a. noch zu eruieren. Dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es gibt etliche Schreibweisen des Familiennamens, wie z. B. \u201eten Broeck\u201c,\u00a0 \u201eten Broeke\u201c, \u201ethen Broke\u201c oder \u201etom Brok\u201c u.v.a. Der Kulturkreis \u201etom Brook\u201c Oldeborg e. V.\u00a0 hat sich in Anlehnung an das &#8222;Brookmerland\u201c f\u00fcr die neuere Schreibweise mit zwei \u201eo\u201c entschieden, die ich auch in meinen Romanen verwendet habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei <span style=\"color: #800000;\">Scheveningen<\/span>, <span style=\"color: #800000;\">Dordrecht<\/span> und <span style=\"color: #800000;\">den Haag<\/span> gab es jeweils eine <span style=\"color: #800000;\">Ockenburg<\/span>. Ob es noch mehr Burgen dieses Namens gab, muss noch erforscht werden. Im holl. \/ belg. Raum (sowie USA) sind auch heute noch etliche Namensvetter der Familie ten Broek nachweisbar.\u00a0 Wahrscheinlich ist, dass jene <span style=\"color: #800000;\">tom Brok \/ ten Broeke des Brookmerlandes Vorfahren<\/span> der heute lebenden <span style=\"color: #800000;\">ten Broeke<\/span> sind. Indes, den Ursprung der Familie zu ermitteln und damit die Verbindung der verschiedenen Linien vom 14.\/15. Jahrhundert bis zu deren Ursprung herzustellen, ist eine Mammutaufgabe, vor allem angesichts der gro\u00dfen Vielfalt von Namens\u00e4nderungen in den vergangenen Jahrhunderten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Namen der Adligen bezogen sich h\u00e4ufig auf den Namen ihrer L\u00e4ndereien und Besitzt\u00fcmer oder auch auf einen Ort, wo der Betreffende <span style=\"color: #800000;\">siegreich<\/span> gewesen war, z. B. Gotttfried von Bouillon, der die Burg Boullion erobert hatte. <em>(Quelle: &#8222;Verklarend Woordenboek van de familienamen in Belgie en Noord-Frankrijk&#8220; (Etymological Dictionary of the Surnames in Belgium and North France), by Dr Frans Debrabandere. Gemeentekrediet Br\u00fcssel, ISBN 90-5066-124-6.)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es sind<strong><span style=\"color: #800000;\"> Landg\u00fcter<\/span><\/strong> der <strong><span style=\"color: #800000;\">ten Broeke<\/span><\/strong> seit dem 14. und 15. Jahrhundert in Achterhoek in der Provinz <strong>Gelderland<\/strong> bekannt sowie in Twente und Dalfsen in der Provinz <strong>Overijssel<\/strong> in den Niederlanden, genau in jenen Regionen, in denen es heutzutage eine F\u00fclle von &#8218;ten Broekes&#8216; gibt. Als Vasallen der Grafen von Geldern \/ Holland ist es wahrscheinlich, dass &#8222;unsere&#8220; Familie tom Brok dort ebenfalls etliche Besitzungen hatte. Das bedingen allein schon bestimmte Obliegenheiten wie die Pflicht zur Heeresfolge und damit einhergehende St\u00fctzpunkte und \u00c4mter. Ocko II. ist zum Beispiel <span style=\"color: #800000;\">Kammerherr von Herzog Johann von Bayern Graf von Holland<\/span> (Urk. von Briel vom 11. September 1421) gewesen. Die h\u00e4ufige Anwesenheit der &#8222;Brokmer H\u00e4uptlinge&#8220; in den Gebieten jenseits der Ems l\u00e4\u00dft vermuten, dass hin und wieder Liebschaften vorgekommen sind und dementsprechend auch Nachkommen gezeugt wurden. Es ist zumindest denkbar, dass diese G\u00fcter mit den tom Brok (ten Broeke) von Ostfriesland famili\u00e4r zusammenh\u00e4ngen. Es scheint mir sehr wahrscheinlich, dass es eine Verbindung gibt zum Steenwijk-Zweig bzw. dem Hardenberg-Zweig gibt. F\u00fcr letztere siehe: Hendrik Willem ten Broeke, Vorfahren und Nachkommen <span style=\"color: #0000ff;\">(<a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/members.tripod.com\/%7ETen_Ten\/index-33.html\"><span style=\"color: #0000ff;\">http<\/span>:\/\/members.tripod.com\/~Ten_Ten\/index-33.html),<\/a> <\/span>welche auf der bewundernswerten Forschung von Klaas Jansen basiert.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: left;\">Kaiser Karl der Gro\u00dfe lie\u00df ab 802 in den Grafschaften V\u00f6gte in kl\u00f6sterlichen und bisch\u00f6flichen Immunit\u00e4ten einsetzen. Im 11.\/12. Jahrhundert entwickelte sich dieses Amt zu einem erblichen Lehen. Es wurde von da an als eine Form der Macht und der territorialen Expansion genutzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>D<\/strong>er \u00e4lteste, mit Sicherheit nachweisbare Vorfahr der \u2018tom Brok\u2019 vom Brookmerland war <strong><span style=\"color: #800000;\">Kene<\/span><\/strong><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\"> (Keno)<\/span><\/span>. Er geh\u00f6rte zu den &#8222;Consules&#8220; des Norderlandes, war B\u00fcrgermeister von Norden, Vogt im Norderland und H\u00e4uptling im Reiderland. Als <span style=\"color: #993300;\">Vogt<\/span> und <span style=\"color: #993300;\">(K\u00f6nigs-)Richter<\/span> war Keno gleichzeitig <span style=\"color: #800000;\"><em>advocatus ecclesiae<\/em><\/span>\u00a0 und vertrat in seiner Eigenschaft als Richter auch die kirchliche Gewalt.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenn heute erkl\u00e4rt wird, die Vertreter der Kirche h\u00e4tten keine Menschen zum Scheiterhaufen verurteilt und zu Tode gequ\u00e4lt, so ist das insofern korrekt, als Geistlichen die Mitwirkung an Leibes- und Todesstrafen untersagt war. Die Betonung liegt auf\u00a0 &#8222;Strafe&#8220;. Hierf\u00fcr waren der Kirche seinerzeit Vertreter in weltlichen Angelegenheiten vorgeschrieben, also die normale Richterschaft. Dieses Morden geschah also infolgedessen durch weltliche Gerichte. Dennoch &#8211; das ist gewi\u00df! &#8211; ist die Kirche keineswegs frei von Schuld an der schrecklichen &#8222;Jagd auf Ketzer&#8220;. Es ist erstaunlich, wie leicht Halbwahrheiten als bare M\u00fcnze adaptiert werden. Man siehe z. B. den Pyramidenbau, von dem es neuerdings\u00a0 hei\u00dft, es seien keine Sklaven f\u00fcr den Bau t\u00e4tig gewesen, denn so viele Sklaven h\u00e4tte es gar nicht gegeben. Nanu? Ein kleines Land wie \u00c4gypten mit geringer Bev\u00f6lkerungsdichte soll das alles alleine gebaut haben? Und dies auch noch, ohne das Rad zu kennen und ohne \u00fcber Werkzeuge aus Eisen zu verf\u00fcgen? Wobei ohnehin fraglich ist, wie alt die Pyramiden wirklich sind und wer sie tats\u00e4chlich errichtet hat, denn mit Rampen, Schlitten und Seilen, wie es stets dargestellt wird, funktioniert das nicht. Seile w\u00fcrden blitzschnell durchscheuern und die Bauten konnten schon gar nicht in der angegebenen Zeitspanne von ca. 20 Jahren errichtet werden. Diese Zeit mag gerade mal ausreichen f\u00fcr die Wandverzierungen. Daf\u00fcr muss man kein Genie sein, um das \u00fcberschlagen zu k\u00f6nnen. &#8211; Auch die christliche Kirche hat &#8222;freiwillige&#8220; Helfer genutzt, n\u00e4mlich Menschen, die dazu verurteilt wurden, am Kirchenbau t\u00e4tig zu werden. Es gab Zeiten, in denen die Herrscher nahezu alle Untertanen versklavt haben, wie z. B. K\u00f6nig <strong>Gottfried<\/strong> von Friesland. Dabei machten sie nicht einmal Halt vor der eigenen Bev\u00f6lkerung. Damit m\u00f6chte ich darauf hinweisen, dass Herrscher zu allen Zeiten Mittel und Wege gefunden haben, Leute zu sklavischer Arbeit zu zwingen, denn nichts anderes ist es, wenn der Mensch nur das N\u00f6tigste zum Leben erh\u00e4lt. Das ist heutzutage nicht anders! Ausbeutung ist \u00fcbrigens immer ein Grund gewesen, andere V\u00f6lker mit Krieg zu \u00fcberziehen. Das wird auch heute noch so gehandhabt, den die Habgier ist grenzenlos!<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>Kene<\/strong><\/span> vertrat also als <span style=\"color: #800000;\"><em>&#8222;<\/em><em><span style=\"color: #800000;\">ad<\/span>vocatus ecclesiae&#8220;<\/em><\/span> Kirche und kirchliche W\u00fcrdentr\u00e4ger &#8211; Bischof oder Abt &#8211; in seiner Eigenschaft als Richter bei weltlichen Gerichten. Dieses Rechtsprinzip schloss das Gewalt- und Vertretungsrecht ein und die <span style=\"color: #800000;\">Immunit\u00e4t<\/span> des Richters. Somit konzentrierte sich nicht nur enorm viel Macht auf diese Person, sondern der Richter war au\u00dferdem unantastbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dazu geh\u00f6rte ebenfalls das Amt des <span style=\"text-decoration: underline; color: #993300;\">Gerichtsvollziehers<\/span>. Das bedeutet, dass Keno u.a. Durchf\u00fchrung bzw. Beaufsichtigung der gerichtlichen Vollstreckung oblag. Dies geht z.B. aus dem Rachefeldzug hervor, den Herzog Albrecht v. Bayern nach Ermordung seiner Geliebten Aleida Poelgeest gegen die Partei der &#8222;Hooks&#8220; f\u00fchrte, in welchem Coen Cuser als Vogt und Gerichtsvollzieher fungierte. In dieser Sache tauchen &#8211; als Gegner des Grafen Albrecht von Holland &#8211; die Namen der adeligen Herren von Wassenaer, Asperen, Montfort und Heemstede auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Keno von Norden<\/strong><\/span> war ein sog. <strong>Untergraf<\/strong>, ihm unterstanden also <span style=\"color: #993300;\">Blutgericht<\/span> und <span style=\"color: #993300;\">politische F\u00fchrung<\/span>. &#8211; Infolgedessen w\u00fcrde also die in dem unten abgebildeten Schriftst\u00fcck erw\u00e4hnte Zerst\u00f6rung der Siele im Reiderland mit nachfolgenden \u00dcberschwemmungen (um die Reiderl\u00e4nder zu disziplinieren), sowohl im Auftrage von Kenos Herrn als auch in seiner eigenen Regide geschehen sein. Das deutet unter Umst\u00e4nden auf fremde Herren hin, die v\u00f6llig ahnungslos waren, welche Folgen diese Strafma\u00dfnahmen nach sich ziehen konnten, verursachten sie doch damit immensen Schaden an ihrem eigenen Besitztum. M\u00f6glicherweise interessierten die Nebenwirkungen nicht, weil es den Machthabern wichtiger war, die Menschen in die Knie zu zwingen (siehe unten: &#8222;Verhaal der Watervloeden&#8220;). Welche Grafen nach 1269 f\u00fcr dieses Gebiet zust\u00e4ndig gewesen ist, muss noch ermittelt werden. Es herrschten damals Nachfolgeprobleme und Erbstreitigkeiten vor.<\/p>\n<p>Am 18. Juni 1252 belehnt <strong>K\u00f6nig Wilhelm von Holland<\/strong> (auch Gf. v. Holland)\u00a0\u00a0 (Ostfrs. UB Bd. III Seite 10 No. 38) den Bischof von M\u00fcnster Otto I. zur Lippe mit den <strong>Friesischen<\/strong> G\u00fctern, auf die der<u> Graf Montjoie (heute Monschau) bzw. seine Gemahlin Jutta von Ravensberg <\/u>verzichtet hat, dazu geh\u00f6rt der Emsgau.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Andererseits ist es fraglich, ob der Hinweis auf eine mutwillige Zerst\u00f6rung von Deichen und Sielen \u00fcberhaupt zutrifft. Das heutige Dollartgebiet war mooriges Gel\u00e4nde und konnte bei einer Sturmflut leicht untersp\u00fclt werden, was auch geschehen ist. Das machte auch den Neubau von Deichen zum Problem, weil die Deiche immer wieder absackten. Zudem wurde auf dem Gebiet Salz gewonnen. Es gab Salinen und zu diesem Zweck wurde Moor abgetragen; in diesem Zusammenhang ist auf die Insel Bant vor der Emsm\u00fcndung hinzuweisen, wo zun\u00e4chst Salz gewonnen wurde, was die Zerst\u00f6rung der Insel beschleunigte, so dass sie ein Opfer der See wurde. Dies ist aus der historischen Tatsache abzuleiten, das bereits die R\u00f6mer dort Salz gewonnen haben bzw. gewinnen lie\u00dfen. Der Untergang der Insel Bant wiederum beschleunigte den Einbruch des Dollart, weil der Schutz der Emsm\u00fcndung langsam verschwand. Die Inselkette ist f\u00fcr den K\u00fcstenschutz von \u00fcberragender Bedeutung!<\/p>\n<hr \/>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: left;\">Information: <strong><span style=\"color: #ff0000;\">Rechtsgelehrte und Richterschaft<\/span><\/strong> geh\u00f6rten zu allen Zeiten einer besonderen &#8222;Kaste&#8220; an &#8211; allm\u00e4chtig &#8211; unantastbar &#8211; Herren \u00fcber Folterungen, Leben und Tod &#8211; beinahe gottgleich und in jedem Fall hielt die Kaste unverbr\u00fcchlich zusammen. Da kann man sich leicht vorstellen, welch hohen Stand die Richterschaft im Mittelalter verk\u00f6rperte, zumal es anfangs hier noch keine Anw\u00e4lte gab, weil das friesische Rechtssystem diese ablehnte. Bei Einf\u00fchrung des R\u00f6m. Rechts gab es gro\u00dfe Widerst\u00e4nde aus der Richterschaft und sogar auch der Bev\u00f6lkerung gegen die Advokaten, besonders solcher, die von irgendwoher aus dem Reich kamen, weil man meinte, dass niemand das Friesische Recht verst\u00fcnde, ausser eben die Friesen selber. Advokaten fristeten daher noch im 15. Jh. in Friesland oft ein recht \u00e4rmliches Dasein und waren h\u00e4ufig als sog. &#8222;Winkeladvokaten&#8220; in H\u00e4userwinkeln zu finden, weil ihnen mangels Klienten das Geld f\u00fcr eine einigerma\u00dfen typische Kanzlei fehlte, was jedoch absolut nichts \u00fcber ihre Kompetenz aussagte. Die R\u00e4umlichkeiten in den H\u00e4userwinkeln waren die preisg\u00fcnstigsten, die man bekommen konnte, weil sehr eng und duster. In diesem Sinne war die Bezeichnung &#8222;Winkeladvokat&#8220; keineswegs ein Schimpfwort, sondern lediglich ein &#8222;Wink&#8220;, eine Ortsangabe, wo man einen Advokaten finden konnte, wenn man sich eines solchen bedienen wollte.<\/p>\n<hr \/>\n<hr \/>\n<p><strong><span style=\"color: #800000;\">Richter Kene von Norden<\/span><\/strong><em> +1309\/10 &#8211; heiratete die <strong><span style=\"color: #800000;\">Erbin von Visquard und Dykhusen.<\/span><\/strong> Der Name der Frau ist nicht \u00fcberliefert. Sie war die <span style=\"color: #800000;\"><strong>Tochter von Sibrand Olbrandsna, Konsul von Visquard.<\/strong> <\/span>(Anm.: &#8222;Brand&#8220; bedeutet &#8222;Schwert&#8220;, &#8222;Si&#8220; = Sieg; &#8222;Ol&#8220;=Alt) Es handelte sich demnach um eine ritterliche Familie mit Konsulatsamt. Da stets auf\u00a0 &#8222;gleicher Augenh\u00f6he&#8220; geheiratet wurde, pa\u00dft diese Eheschlie\u00dfung hervorragend ins Bild.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Eine <strong>zweite Tochter<\/strong> des <span style=\"color: #800000;\">Sibrand <strong>Olbrandsna, Etta<\/strong> mit Namen, heiratete <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Edzard von Norden <\/strong>(Haus Circsena).<\/span> <\/span>Sie war die Erbin von Appingen (heute Appingedam) und Eilsum.<\/p>\n<p>Es gibt also offenbar mind. 2 Linien, die Lini<span style=\"color: #000000;\">e von Visquard und die von Oldeborg. <\/span>Meines Erachtens ergibt sich daraus folgende M\u00f6glichkeit als Suchpfad und zwar \u00fcber die Namen <span style=\"color: #800000;\"><strong>Circsena, Sircsena <\/strong>bzw.<strong> Syertza <\/strong>pp.<\/span>: Diese Name sind versch. Schreibweisen f\u00fcr dieselbe Familie. M\u00f6glicherweise steht das im Zusammenhang mit &#8222;<span style=\"color: #800000;\">Zierikzee&#8220;<\/span>. &#8211; E<span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">s<\/span><\/span> k\u00f6nnte sich die Endsilbe &#8222;zee&#8220; auf Zeeland (dt. Seeland) als gesamtes Lehngut beziehen. Die tats\u00e4chliche Namenserkl\u00e4rung ergibt sich evtl. daraus, dass der Ort zuerst als <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Siricasha<\/strong><\/span> bezeichnet wurde (siehe weiter unten). Wenn das Haus Circsena und das Haus tom Broek gleichen Ursprungs sind, n\u00e4mlich Abkommen des Kene von Norden<em>, <\/em>dann ist eine Abstammung vom Hause <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Harold II. Haraldson<\/strong><\/span> sehr gut m\u00f6glich. Die Zeitspanne zu <span style=\"color: #ff0000;\">Kene von Norden<\/span>, die genealogisch zu schlie\u00dfen ist, betr\u00e4gt allerdings rd. 400 Jahre. Es ist schier unm\u00f6glich, diesen Zeitraum schl\u00fcssig zu machen.<\/p>\n<p>M\u00f6glich scheint sogar eine weit zur\u00fcckliegende keltische Abstammung zu sein: Die Kelten schnitzten einen Kreis <em>(<span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Circ<\/strong><\/span><\/em>) in den Stamm der Eiche, den sie mit weiteren Schnitten viertelten, um &#8222;ihre&#8220; Eiche vor Unheil (Blitzeinschlag, F\u00e4llen) zu bewahren.<\/p>\n<p><strong>Siricasha<\/strong> soll um <strong>849<\/strong> gegr\u00fcndet worden sein. Das f\u00e4llt in jene Zeit, in der <strong>Harold II. Haraldson<\/strong> (= Harald Klak) mit Friesland belehnt wurde. <strong>841<\/strong> wurde Harald mit Zeeland (dt. Seeland) belehnt <a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref\">[1]<\/a>. Wahrscheinlicher Namensgeber von <strong>Zierikzee<\/strong> ist somit ein Nachkomme aus dem Hause von <strong>Harold II.<\/strong> <strong>Haraldson<\/strong>, dem Herrn von Zeeland, der 844 im Krieg von Walcheren gefallen ist.<\/p>\n<p>1. <strong>Harold II.<\/strong> <strong>Haraldson<\/strong> Haithabu Herrscher von J\u00fctland;\u00a0 *ca. 795 <strong>+844<\/strong> in der Schlacht von Walcheren (Provinz Seeland);<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref\"><\/a>\u00a0 verh. mit NN<\/p>\n<p>Harald Klak fiel in der Schlacht bei Walcheren, welches ihm der Kaiser versprochen hatte, was er aber erst erobern musste. Das ganze Gebiet wurde lange Zeit von Wikingern beherrscht und wechselte oft in andere H\u00e4nde.<\/p>\n<p>2. <em>Harolds<\/em> <em>Sohn <strong>Godefrid <\/strong>(Gottfried)<strong> K\u00f6nig von Haithabu<\/strong> (*ca. 820; gestorben +885 durch Mitwirkung von Kaiser Karl III.) war verheiratet in 1. <\/em><em>Ehe mit <strong>Mathilda<\/strong> <strong>Prinzessin von Friesland.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">Mit der Ermordung von Harald Klaks Sohn <em><strong>Godefrid<\/strong><\/em> (<em>+885 durch Karl III)<\/em> verschwanden die Nachkommen aus diesem Geschlecht ja nicht automatisch. Etliche unterwarfen sich dem neuen Grafen Dietrich, w\u00e4hrend andere sich Gottfrieds Enkel <\/span><\/span><strong>G\u00f6ngu-Hrolf<\/strong> (andere Bezeichnungen f\u00fcr ihn sind: Gangu-Rolf; Rolf der Ganger, Rollo, Rolf, Robert) <span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">anschlossen, der<\/span><\/span> Flottenf\u00fchrer von <span style=\"color: #ff0000;\">K\u00f6nig Siegfried von D\u00e4nemark\u00a0<span style=\"color: #000000;\"> gewesen ist.<\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/span><strong>G\u00f6ngu-Hrolf<\/strong> <span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">unternahm <\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">f\u00fcr den Mord an <em>Godefrid <\/em><\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">einen <span style=\"text-decoration: underline;\">Rachefeldzug <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">gegen den Frankenk\u00f6nig <strong>Karl III den Dicken<\/strong><\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">. Dies f\u00fchrte letztendlich dazu, dass die Wikinger die Normandie zugesprochen bekamen. Dies als Ausgleich f\u00fcr das verlorene Lehngut, welches an den Sachsen-Grafen <\/span><\/span>Dietrich (Geschlecht Widukind) <span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00fcberging. Dietrich heiratete<\/span><\/span> der Sitte gem\u00e4\u00df <em>Godefrids<\/em> hinterbliebene Tochter <em>Ragnhild<\/em>. Somit unterstand West- und Ostfriesland einschl. Eider \/ Schlei dem Sachsenherzog Dietrich.<\/p>\n<p>&#8222;<strong>Siri&#8220;<\/strong>\u00a0 ist vermutl. eine Namensverbindung zum d\u00e4n. &#8222;<strong>Siegfried<\/strong>&#8220; (\u00e4hnl. wie z. B. Sjur = Sigurd). Somit kann man davon ausgehen, dass die Burg <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\"><strong>Siricasha<\/strong><\/span><\/span> nach <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>K\u00f6nig<\/strong> <strong>Siegfried<\/strong> <strong>von D\u00e4nemark<\/strong><\/span> benannt worden ist, bei welchem Gottfrieds Enkel <strong>G\u00f6ngu-Hrolf<\/strong> Flottenf\u00fchrer gewesen ist. In welche H\u00e4nde \u00bb<strong>Siricasha<\/strong>\u00ab nach dem Burgherrn <span style=\"text-decoration: underline;\">Siegfried<\/span> jeweils \u00fcberging, ist nicht mehr zu ermitteln.<\/p>\n<p>Mit der Herrschaft der Wikinger \u00fcber Zeeland war zweifellos auch das Richteramt verbunden, da die Wikinger-K\u00f6nige sich als <span style=\"text-decoration: underline;\">Nachkommen der G\u00f6tter<\/span> verstanden, waren sie sowohl oberste <strong>Priester<\/strong> als auch oberste <strong>Richter<\/strong>.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Die ersten <em>arch\u00e4ologischen<\/em> Hinweise f\u00fcr eine Besiedlung finden sich erst f\u00fcr das 11. Jahrhundert, weil &#8211; wie wohl f\u00fcr ganz Schouwen g\u00fcltig &#8211;\u00a0 fr\u00fchere Bebauungen \u00fcberwiegend vom gestiegenen Wasserpegel im 9. und 10. Jh. beseitigt wurden; diese Zeiten mussten abgewartet werden, bevor man die Insel erneut als Siedlungsraum nutzen konnte.<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"text-decoration: underline;\">Die erste gesicherte Erw\u00e4hnung von Zierikzee datiert daher nach der gro\u00dfen Sturmflut von <strong>1134<\/strong> und nennt den Ort <span style=\"color: #800000;\"><strong>1156<\/strong><\/span> noch\u00a0\u00bb<span style=\"color: #800000;\"><strong>Siricasha<\/strong><\/span>\u00ab.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Silbe <strong>&#8222;casha&#8220; <\/strong>deutet ebenso auf das d\u00e4nische Wort &#8222;Castle&#8220; hin: \u00bbSiri-casha\u00ab = &#8222;Siegfrieds Burg&#8220;, wie auch das Wort &#8222;Ase&#8220; bzw. &#8222;asha&#8220; einen Gerichtssitz anzeigt. Das ist vielfach belegt durch etliche Orte mit dem Namen &#8222;Asendorf&#8220;, hierzu geh\u00f6rt auch beispielsweise Aschendorf, welches leider verbal verf\u00e4lscht wurde. Das R\u00fcstringer Asega-Buch (Erste R\u00fcstringer Handschrift) ist z.B. eine Sammlung alt\u00fcberlieferten Rechts, wobei darauf hinzuweisen ist, dass die Gesetze erst sehr sp\u00e4t schriftlich fixiert wurden und urspr\u00fcnglich m\u00fcndlich weitergegeben worden sind. Das <strong>Asegabuch <\/strong>stammt aus dem 13. bis 15. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Die <span style=\"text-decoration: underline;\">steinerne<\/span> Kirche wurde <span style=\"color: #800000;\">1156<\/span> errichtet. \u00dcblicherweise gab es vorher aber schon einen Holzbau. Die gegen\u00fcberliegende Burg war sehr viel <span style=\"color: #800000;\">\u00e4lteren<\/span> Ursprungs. Ob sie jedoch tats\u00e4chlich erst 200 Jahre nach Harald Klak gegr\u00fcndet wurde, ist nicht zu ermitteln. Auch da wird es eine Vorg\u00e4ngerburg gegeben haben. Vielleicht hat Graf <span style=\"color: #800000;\"><a style=\"color: #800000;\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Boudewijn_V.&amp;action=edit\">Boudewijn V.<\/a><a style=\"color: #800000;\" href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref\"><\/a> <\/span>(Baldwin) das steinerne Bauwerk gegr\u00fcndet. <span style=\"color: #000000;\">[Graf Balduin V. &#8218;von Lille&#8216; von Flandern (1035-67), Regent von Frankreich (1060-67); *ca 1012\/13, +1.9.1067; heiratete 1028 die <span style=\"text-decoration: underline;\">Tochter von K\u00f6nig Robert II von Frankreich<\/span>, Comtesse Aelide de Contenance (*1009 +8.1.1079) ]<\/span><\/p>\n<p>Diese Burg geriet bereits 1048 in die H\u00e4nde des holl\u00e4ndischen Grafen <span style=\"color: #800000;\">Dietrich IV<\/span>., der 1049 ermordet wurde. Graf <span style=\"color: #800000;\">Florens I.<\/span> (holl. Floris I.) \u00fcbernahm die Regierung ab 1049. Am 18. Juni 1061 wurde er von Markgraf Ekbert I. von Braunschweig-Mei\u00dfen aus Rivalit\u00e4t um Friesland ermordet.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\">Das indiziert evtl. eine famili\u00e4re Abkunft der &#8222;tom Brok&#8220; vom <\/span><span style=\"color: #800000;\"><strong>flandrischen <\/strong><\/span><span style=\"color: #800000;\">bzw. <\/span><span style=\"color: #800000;\"><strong>holl\u00e4ndischen<\/strong><\/span> <span style=\"color: #800000;\"><strong>Grafenhaus<\/strong>. <\/span><span style=\"color: #800000;\">Das holl. Grafenhaus habe ich &#8211; soweit m\u00f6glich &#8211; durchforstet und konnte leider bisher keine def. verwandtschaftl. Str\u00e4nge erkennen. <\/span><span style=\"color: #800000;\"> (Genealogie Flandern siehe Web-Seite &#8222;Gen. Flandern&#8220;)<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">Im Rahmen des M\u00f6glichen liegt es insofern &#8211; ausgehend von dem Namen &#8222;Sirc&#8220; als Ausgangspunkt, dass Edzard von Norden (Haus <strong>Sircsena<\/strong>) ein Bruder des <span style=\"color: #800000;\">Kene<\/span> von Norden gewesen ist, weil damals h\u00e4ufig Eheschlie\u00dfungen vorkamen, in welchen Br\u00fcder die T\u00f6chter aus ein- und derselben Familie geheiratet haben. Das bedeutete eine Festigung des B\u00fcndnisses. <\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">Auch f\u00fchren beide Familien den Adler im Wappen in unterschiedlicher Tinktur. <\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00dcberdies war das heutige Greetsiel (de Greet) ein <span style=\"color: #800000;\">Hauptgerichtshof<\/span> und die dortigen Regenten Inhaber dieses Gerichtshofes. Insofern bin ich der Auffasssung, dass auch eine Abstammung vom <span style=\"color: #800000;\">d\u00e4nischen K\u00f6nigshaus<\/span> in die Forschung einbezogen werden muss. <\/span><span style=\"color: #000000;\">Evtl. <\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">k\u00f6nnte<\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\"> dem Namen &#8222;<span style=\"color: #800000;\">Kene<\/span>&#8220; bzw. &#8222;Keno&#8220; der Name <\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\">Canute<\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">, <\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\">Knut, Knutr <\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">zugrunde liegen<\/span><\/span> <span style=\"color: #000000;\">(bzw. verschiedene andere Schreibweisen)<\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">, ebenso wie das emsl\u00e4ndische Schwanenwappen aus dem Geschlecht der &#8222;Svenke&#8220; auf einen d\u00e4nischen Herrscher namens &#8222;Sven&#8220; zur\u00fcckgehen kann, denn die Krummh\u00f6rn ist seinerzeit ein hervorragendes Handelsgebiet der Skandinavier gewesen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">Etliche Namen f\u00fchrender Geschlechter Frieslands sind auf s\u00e4chsische sowie auch auf skandinavische Machthaber zur\u00fcckzuf\u00fchren. Leider gibt es eine klaffende L\u00fccke, gespickt mit Unsicherheiten bzgl. der d\u00e4nischen K\u00f6nige in jener Zeit. Sicher ist aber, dass sie die See beherrschten und die frs. K\u00fcste relativ gut im Griff hatten. Mit der Ermordung von <strong>Harald Klaks Sohn Godefrid<\/strong> (<em>+885 durch Karl III)<\/em> verschwanden die Nachkommen aus diesem Geschlecht ja nicht automatisch. Etliche unterwarfen sich dem neuen Grafen Dietrich, w\u00e4hrend andere sich Gottfrieds <strong>Enkel <\/strong><\/span><\/span><strong>G\u00f6ngu-Hrolf<\/strong> (Gangu-Rolf; Rolf der Ganger, Rollo, Rolf, Robert), als Flottenf\u00fchrer von K\u00f6nig <strong>Siegfried<\/strong> <strong>von D\u00e4nemark<\/strong> <span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">anschlossen, der<\/span><\/span> <span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">f\u00fcr den Mord an Godefrid <\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">einen Rachefeldzug <\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">gegen den Frankenk\u00f6nig Karl III den Dicken <\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">unternahm. Dies f\u00fchrte letztendlich dazu, dass die Wikinger die Normandie zugesprochen bekamen als Ausgleich f\u00fcr das verlorene Lehngut, welches an den Sachsen Graf <\/span><\/span>Dietrich (Geschlecht Widukind) <span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00fcberging, welcher<\/span><\/span> Gottfrieds hinterbliebene Tochter Ragnhild heiratete. Somit unterstand West- und Ostfriesland einschl. Eider \/ Schlei dem Sachsenherzog Dietrich.<\/p>\n<h4>B\u00fcndelt man all diese Erkenntnisse, so ist es durchaus denkbar, dass die f\u00fchrenden Geschlechter Frieslands diesseits und jenseits der Ems (Allena, tom Brok, Circsena pp.) mit dem d\u00e4nischen K\u00f6nigsgeschlecht verwandt sind bzw. deren Nebenlinien entstammen.<\/h4>\n<hr \/>\n<h4>\u00a0Belegt sind als frs. K\u00f6nige:<\/h4>\n<ul>\n<li>K\u00f6nig Autulf, belegt durch eine Goldm\u00fcnze, bekannt (Audulf, Ataulf, daraus wird Arnulf in dt. &#8211;\u00a0\u00a0 560-627)<\/li>\n<li>Sohn ist Arigis der Friese 590-656,<\/li>\n<li>von Arigis ist Aldgisl 615-689<\/li>\n<li><strong>K\u00f6nig Radbod I.<\/strong> 645-719 (od. Radbodus, Robodes, Redbad = Rotbart) ein Sohn von Aldgisl<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Da sind wir schon mitten in den Eroberungskriegen der Franken<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Radbod bze. Redbad (+719) war ein m\u00e4chtiger K\u00f6nig. K\u00f6nig Radbod wehrt sich gegen die Franken (bis zur Lauwers (Belgien) dehnte sich K\u00f6nig Redbads Reich aus).<\/li>\n<li>K\u00f6nig Aldgisl und auch Radbod hatten Willibrod von Exter ungehindert missionieren lassen. 688 predigt Wigbert (Willibrod) in Friesland<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Radbods So. Poppon<\/strong> von Friesland 672-734;<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Poppos Sohn<strong> Alfbad (Abba, Bobba)<\/strong> (749 &#8211; 775) heiratete eine Tochter von Karl Martell (Karl Martell starb 741)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Herzog Abba (Bobba), der Enkel des K\u00f6nigs Redbad, er war der erste frs. Graf unter fr\u00e4nk. Herrschaft \u00fcber Friesland westlich der Lauwers<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref\"><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Es folgt der Sohn <strong>Nordalah<\/strong> als frs. Graf<\/li>\n<li>Radbodus von Friesland (verh. mit Erics Tochter von Skandinavien) hatte eine Tochter: Melli (Mathilde) von Friesland verh. mit Aethelbert von Sachsen-Billung;<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Die Grenzen von K\u00f6nig Radbods I. Herrschaftsbereich sind nicht genau definiert. Zumindest fand eine Schlacht bei K\u00f6ln statt und eine bei Dorestadt. Das Reich umfasste nicht nur den schmalen K\u00fcstenstreifen bis zur Lauwers. Der Grenzfluss war die Lauwers (Belgien). Sein Herrschaftsgebiet hat vermutlich neben Friesland auch Sachsen eingeschlossen und ging bis hinunter nach Franken, das bis zur Saale vorstach.<\/li>\n<li>Im 6. Jh. gr\u00fcndete Chlodwig (482-511) aus einer Vielzahl kleiner Stammesverb\u00e4nde der Franken, die im heutigen Belgien, im Rheinland, in Lothringen und Rheinhessen siedelten, ein m\u00e4chtiges germanisches K\u00f6nigreich. (Anm.: Chlodwigs Vater hatte die To. von K\u00f6nig Basin von Th\u00fcringen geheiratet).<\/li>\n<li>&#8222;Ostfriesland ist ein Bestandteil des s\u00e4chsischen Stammesstaates gewesen&#8220;, schreibt Carl Woebken (S.23 Kurze Gesch. Ostfrsld.). Die Sachsen handeln immer in Gemeinschaft mit den D\u00e4nen. Somit hat Sachsen, einschl. Friesland, zum Herrschaftsbereich der Normannen geh\u00f6rt. Die von den Normannen gef\u00fchrten Einf\u00e4lle in Frankreich, die oft als reiner Vandalismus dargestellt werden, waren tats\u00e4chlich Versuche, das von den Franken entrissene Land zur\u00fcckzugewinnen und wenn nicht das, so sich doch zumindest schadlos zu halten, denn schlie\u00dflich gingen den Normannen dadurch reiche Schatzungen verloren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Verwandtschaftliche Bindungen der D\u00e4nenk\u00f6nige sind nachweisbar zu den Sachsen ebenso wie zu den Merowingern und Carolingern.<\/p>\n<ul>\n<li>Herzog Wittikind in Sachsen f\u00fchrte 782 einen Aufstand gegen die Franken. Ein Herzog war zu jener Zeit der Anf\u00fchrer des Heeres, kein Herzog im sp\u00e4teren Sinne (Regent, Herrscher, Lehnsherr), Wittikind war also der Heerf\u00fchrer der D\u00e4nen.<\/li>\n<li>Wittikind unterwirft sich 785 nach schwerer Niederlage. Es hei\u00dft, Karl d. Gr. (Charlemagne) habe 45.000 Menschen k\u00f6pfen lassen.<\/li>\n<li>Zwischen friesischen und s\u00e4chsischen Gauen wurde nicht unterschieden. Die endg\u00fcltige Unterwerfung im Jahre 804 betraf Sachsen ebenso wie Ostfriesland. Der Kampf hat fast ein ganzes Jahrhundert gedauert.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Nachdem Charlemagne (Karl der Gro\u00dfe) die Sachsen 785 unterworfen hatte, sto\u00dfen die Franken weiter gegen das d\u00e4nische Kerngebiet vor.<\/li>\n<li>Probleme machten den Carolingern nicht nur die Friesen, sondern auch das &#8222;Friesische Meer&#8220;, die Westersee, (heute: Nordsee).<\/li>\n<li>838 zerri\u00df z. B. der D\u00fcneng\u00fcrtel.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um den Frieden mit den Normannen zu wahren, gaben die fr\u00e4nkischen K\u00f6nige ihnen Lehen, verheirateten sich mit dem d\u00e4nischen K\u00f6nigshaus.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<ul>\n<li>\n<ul>\n<li>Harald Klak (eine bekannte Niederlassung von Harald ist Haroldesheim bei Jever) bekam R\u00fcstringen als Lehen, weil er noch um seinen d\u00e4nischen Thron k\u00e4mpfen mu\u00dfte und praktisch heimatlos war.<\/li>\n<li>Haralds Tochter Tyri heiratete den K\u00f6nig Gorm. Vielleicht kennen Sie das Gedicht von Thyra Danebod und Gorm Grimme.<\/li>\n<li>Haralds Sohn Gottfried bekam ganz Friesland von Frankenk\u00f6nig Karl III. als Lehen.<\/li>\n<li>Gottfried, K\u00f6nig von Haithabu, war mit Gisela, der Tochter von Kaiser Lothar verheiratet. &#8211; Bei Haithabu denken wir immer an die wenigen \u00dcberreste, die dort ausgegraben wurden. Haithabu aber war im 6. Jh. eine Handelsmetropole mit \u00fcber 10.000. Einwohnern, da war Paris noch ein kleines Dorf.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Jetzt treten bei uns zum ersten Mal s\u00e4chsische Grafen auf.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\n<ul>\n<li>\n<ul>\n<li>885, nach der siegreichen Schlacht bei Norden gegen die Normannen, lie\u00df der Frankenk\u00f6nig Karl der III. den D\u00e4nenherrscher Gottfried aus dem Weg r\u00e4umen. Gottfried war ein Tyrann. Vermutlich hatten die Sachsen einen Anteil an dem Sieg von Norden, denn als M\u00f6rder von Gottfried wird <strong>Gerlof<\/strong> (Gerolf, Gerold) <a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref\">[1]<\/a> genannt, der Sohn des Herzogs Diedrich von Sachsen, ein Nachkomme von Herzog Wittikind. Dieser Dietrich, der Herzog von Sachsen, ist vermutl. Dietrich von Bern im Nibelungenlied. Er f\u00fchrte die Friesen in dem fr\u00e4nk. Krieg gegen die Avaren (Ungarn).<\/li>\n<li>Dietrichs Sohn Gerlof wird mit ganz Friesland belehnt, jenem Gebiet, das vorher dem ermordeten Gottfried, einem Nachfahren von K\u00f6nig Radbod, geh\u00f6rt hatte.<strong><br \/>\n<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<ul>\n<li>Gerolfs Sohn<strong>, <\/strong><strong>Diderik I. Herzog v. Sachsen<\/strong> (853 &#8211; 920)<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref\"><\/a>, Graf von Holland,Graf von Ringelheim (bei Hannover) ca.848&#8211;917) (Sachse) Graf im Kennemerland (Holland)<\/li>\n<li>heiratet Ragnhild<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref\"><\/a>, die To. des ermordeten Gottfried [Ragnhildis (Reginhilde) von Friesland (858 -) &#8211; (Gottfried = So. v. Harald Klak)<\/li>\n<li>(aus dieser Ehe geht die K\u00f6nigin (892 &#8211; 14 Mar 968), die Heilige Mathilda von Ringelheim, hervor. Sie war verh. (909) mit Kaiser Heinrich I.<\/li>\n<li>Das Paar brachte wiederum Kaiser Otto den Gr. hervor und Gerberga von Sachsen, K\u00f6nigin v. Frankr.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es ist ein bisschen kompliziert. Daf\u00fcr mu\u00df man die ehelichen Verbindungen eigentlich exakt aufzeigen, aber das w\u00fcrde hier den Rahmen sprengen. Jetzt nur dies:<\/p>\n<ul>\n<li>Durch Heirat bzw. Erbschaft ging Friesland an Sachsen-Braunschweig.<\/li>\n<li>Danach durch Erbfall an Kaiser Otto d. Gr. Kaiser (23. Nov. 912 &#8211; 7 Mai 973 &#8211; Billunger).<\/li>\n<li>Nachdem Heinrich der L\u00f6we 1180 von Friedrich I. Barbarossa aller seiner Lehen entkleidet wurde, fiel die Grafschaft Friesland zur\u00fcck an Kaiser Friedrich.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Viele gro\u00dfe Namen lassen sich aus dem Geschlecht von K\u00f6nig Radbod nennen:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<ul>\n<li>Zum Beispiel Rurik, der Begr\u00fcnder des Zarengeschlechts der Rurikiden, die bis 1598 regiert haben, ein Nachkomme von K\u00f6nig Radbod [nach der Nestorchronik 862 als F\u00fcrst von Nowgorod berufen gilt als Stammvater der Rurikiden, die seit Anfang 10. Jh. in Kiew u. zuletzt bis 1598 in Moskau herrschte (gem\u00e4\u00df Knaur Lexicon) ]<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref\"><\/a><\/li>\n<li>oder Knut der Gro\u00dfe, der Britannien und das J\u00fctl\u00e4ndische Reich vereint hat unter seiner Herrschaft.<\/li>\n<li>Rollo (Robert), der Ganger, der 1. Herzog der Normandy, ein Sohn Gottfrieds. Von ihm stammt Wilhelm der Eroberer und in den Staufern flie\u00dft sein Blut.<\/li>\n<li>Die Capetinger stammen ab von Gottfried und Mathilde von Friesland<\/li>\n<li>Wie die Merowinger sich ehelich mit den Gotenk\u00f6nige verbunden hatten, taten es auch die Carolinger und schlossen Ehen mit den Normannen, explizit dem d\u00e4nischen K\u00f6nigshaus.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Warum erz\u00e4hle ich das?<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Nachdem die Franken sich hier breit gemacht haben, setzten sie Grafen ein. Diese Grafen entstammten denselben Herrscherh\u00e4usern, die hier auch vorher regiert hatten, wie wir eben gesehen haben.<\/li>\n<li>Sp\u00e4ter kamen die Sachsen, die Ehen mit dem zuvor herrschenden d\u00e4nischen K\u00f6nigshaus schlossen. Insofern zirkuliert das Blut K\u00f6nig Radbods immer noch in so manchem heutigen K\u00f6nigshaus (auch in Ernst-August von Sachsen).<\/li>\n<li>Aus diesen Herrscherh\u00e4usern stammen <span style=\"text-decoration: underline;\">vielleicht<\/span> auch unsere H\u00e4uptlingsgeschlechter, aber das ist nicht schl\u00fcssig bewiesen, denn die Genealogien sind l\u00fcckenhaft und setzen h\u00e4ufig erst um 1250 ein.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Graf Gerlof ist der Vater von Diderik I (Dietrich), dem Grafen von Holland, und von Graf Waltger in Teisterbant. Die S\u00f6hne von Graf Waltger hei\u00dfen &#8222;Redbad&#8220; and &#8222;Poppo&#8220;. Diese Namen unterstreichen den Fakt, dass die Grafen in Friesland Redbadinge waren, Verwandtschaft von K\u00f6nig Redbad. Gottfried wurde 885 ermordet.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Keno-der-Alte.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-871 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Keno-der-Alte.jpg\" alt=\"Keno der Alte\" width=\"362\" height=\"770\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Keno-der-Alte-141x300.jpg 141w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Keno-der-Alte.jpg 362w\" sizes=\"(max-width: 362px) 100vw, 362px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Keno-der-Alte-2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-872 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Keno-der-Alte-2.jpg\" alt=\"Keno der Alte 2\" width=\"426\" height=\"420\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Keno-der-Alte-2-52x50.jpg 52w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Keno-der-Alte-2-66x66.jpg 66w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Keno-der-Alte-2-300x295.jpg 300w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Keno-der-Alte-2.jpg 426w\" sizes=\"(max-width: 426px) 100vw, 426px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die obige Nachricht, dass dieser genannte &#8222;Keno&#8220; (in der \u00dcberlieferung auch als &#8222;<strong>Kene<\/strong>&#8220; bezeichnet) die Deiche durchstechen lie\u00df, um die Untersassen zu bezwingen, scheint unsachgem\u00e4\u00df zu sein. Es waren schon lange vor 1277 Sturmflutsch\u00e4den im jetzigen Dollartgebiet entstanden. Wir wissen, dass im Gebiet des sp\u00e4teren &#8222;Dollart&#8220; Salz gewonnen wurde: Siehe hierzu das Ostfrs. Urk.-Buch Bd. 3, S. III: <strong>Bischof Bernhard von Paderborn<\/strong> aus dem Geschlecht Ibbenb\u00fcren \u2013 gibt 1189 eine Allode dem Gf. von Tecklenburg zu Lehen: \u201eSalisburc\u201c &#8211;\u00a0 Hier ist wahrscheinlich das 1189 im Dollart untergegangene Salisburc (bei Holtgaste) gemeint. Es wird dort eine Saline gewesen sein. Auf der Insel Bant wurde ebenfalls Moor abgebaut, um Salz zu gewinnen, was dazu f\u00fchrte, dass die Insel untersp\u00fclt wurde und ein Opfer der Sturmfluten. Damals\u00a0 (1277) war die Insel Bant schon gesch\u00e4digt und sch\u00fctzte die Emsm\u00fcndung nicht mehr vollst\u00e4ndig. Im Bereich des sp\u00e4teren Dollart handelte es sich bekannterma\u00dfen um Moorgebiete, die untersp\u00fclt und dadurch abgetragen wurden.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"color: #993300;\"><span style=\"color: #000000;\">1285 soll die Burg in <strong>Norden<\/strong> erbaut worden sein. Das Geburtsjahr des &#8222;Kene&#8220; ist unbekannt. Nimmt man das Geburtsjahr mit ca. 1230 an, w\u00e4re er bei dem o.g. Todesjahr 1309\/1310\u00a0 rd. 80 Jahre alt geworden. Das ist fraglich, aber Kene k\u00f6nnte nat\u00fcrlich auch sp\u00e4ter, also um 1240 geboren sein. Andererseits k\u00f6nnten evtl. mehrere M\u00e4nner involviert gewesen und nicht nur jener, der von <span style=\"color: #800000;\">K\u00f6nig Karl zum &#8222;Obersten&#8220;<\/span> gemacht wurde. Ein &#8222;Kene&#8220; soll <strong>1300<\/strong> B\u00fcrgermeister in Norden gewesen sein.<\/span><\/p>\n<p><strong style=\"color: #993300;\">1309<\/strong> nennen die Norder Annalen ausdr\u00fccklich einen &#8222;<strong>Keno Kenisna<\/strong>&#8220;\u00a0 als consul und advocat. Dieser &#8222;<strong>Keno Kenisna<\/strong>&#8220; ist also der Sohn eines &#8222;Kene&#8220; wie sein Name klar erkennen l\u00e4\u00dft (s. auch Ostfrs. Urk.B. Bd.II S.44). Es gibt einen Vertrag zwischen Bremen und Norden vom 7. Sept. 1310, der einen <strong><u>&#8222;Advokaten<\/u> <u>Kenonis dicti Kenesna&#8220;<\/u> <\/strong>(= Keno, Sohn des Kenesna) nennt. Kenonis dicti Kenesna war <span style=\"text-decoration: underline;\">Richter und B\u00fcrgermeister von Norden.<\/span> (Ostfrs. Urk.B. I, Nr. 44, Seite 41). &#8222;Keno Kenisna&#8220; wird sp\u00e4ter als der &#8222;Alte Keno&#8220; bezeichnet. Er verstarb im Jahre 1309 oder 1310.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte die Annahme st\u00fctzen, dass der Vater des o. g. Advokaten &#8222;<u>Kenonis dicti Kenesna&#8220;<\/u> nach 1250 den sogenannten <span style=\"color: #800000;\">&#8222;<\/span><span style=\"color: #993300;\">Hof der Maria&#8220;<\/span> und die <span style=\"color: #993300;\">Kiche von &#8222;St. Marien&#8220; in Marienhafe<\/span> (Augustinuskirche) erstanden oder als Lehen bekommen hat (Brokmerland &#8211; Geschichte &#8211; Dom von St. Marien &#8211; siehe dort). Als Regent \u00fcber das Reiderland besa\u00df er zumindest Einnahmen von der Salzgewinnung bzw. dem Salzhandel. Es ist davon auszugehen, dass er selbst Salinen und Siedereien im Besitz hatte, denn nicht nur dort, sondern auch in Norden gab es Salinen sowie auf verschiedenen Inseln. \u00dcberdies hatte Keno die<span style=\"color: #800000;\"><em> Erbin von Visquard und Dykhusen <\/em><\/span>geheiratet,<em> <span style=\"color: #800000;\">Tochter von Sibrand Olbrandsna, Konsul von Visquard,<\/span> eine ritterliche Familie mit Konsulatsamt. <\/em>Diese Familie war sicherlich an der Salzgewinnung beteiligt. Das Reiderland war zu jener Zeit noch nicht politisch in ein Gebiet diesseits und jenseits der Ems getrennt, sondern ein Gesamtbezirk, in welchem Salz gewonnen wurde. Vermutlich war dies seinerzeit die Haupteinnahmequelle, abgesehen von Pferde-, Schaf- und Rinderzucht sowie Flachsmarkt und Fischerei. &#8211; Salz erbrachte immense Gewinne. Das erkl\u00e4rt ein gro\u00dfes Verm\u00f6gen, welches evtl. dazu eingesetzt wurde, um den &#8222;Hof der Maria&#8220; und die dazugeh\u00f6rigen L\u00e4ndereien sowie die Kirche von Marienhafe zu erwerben.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Zuvor schon hatten die Friesen an Kreuzz\u00fcgen teilgenommen (mehr oder weniger freiwillig). Die Teilnahme am Kreuzzug von <span style=\"color: #800000;\">K\u00f6nig Friedrich II.<\/span> ist ber\u00fchmt. (<span style=\"color: #800000;\"><strong>1229<\/strong> kr\u00f6nte<\/span> sich <span style=\"color: #800000;\"><strong>Friedrich<\/strong> selbst zum <strong><span style=\"color: #800000;\">K\u00f6nig von Jerusalem<\/span><\/strong><\/span>, da er die <span style=\"color: #800000;\">Erbtochter<\/span> des <span style=\"color: #800000;\">K\u00f6nigs von Jerusalem<\/span> geheiratet hatte.) Man kann wohl davon ausgehen, dass auch damals der oder die Vorfahre\/n von <span style=\"color: #800000;\">Keno<\/span> involviert gewesen sind. Die Teilnahme an Kreuzz\u00fcgen wurde in f\u00fchrenden H\u00e4usern zur &#8222;Familientradition&#8220;, abgesehen von der Verpflichtung der zu leistenden Heeresfolge. F\u00fcr die Wappenf\u00fchrer waren die pers\u00f6nlichen Bindungen ausschlaggebend, territoriale nur dann, wenn sie auf lehensrechtlicher Basis beruhten. Die Bindung an den Ritterschaftspaten war enger als die an den leiblichen Vater, wodurch es vorkam, dass im Krieg der Sohn gegen den Vater k\u00e4mpfte.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Gem\u00e4\u00df obiger Nachricht wird man davon ausgehen k\u00f6nnen, dass &#8222;<span style=\"color: #800000;\">Kene<\/span>&#8220; <strong>1269<\/strong> am Kreuzzug des <span style=\"color: #800000;\">frz. K\u00f6nigs Ludwig IX. d.Hl.<\/span> teilgenommen hat. <span style=\"text-decoration: underline;\">Nach seiner <span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\">R\u00fcckkehr<\/span> machte ihn <strong><span style=\"color: #993300; text-decoration: underline;\">K\u00f6nig Karl<\/span><\/strong> (Karl von Anjou) zum <strong><span style=\"color: #993300; text-decoration: underline;\">Obersten<\/span><\/strong> wegen seiner ritterlichen Taten von <span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\">1269<\/span> in <span style=\"color: #993300; text-decoration: underline;\"><strong>Pal\u00e4stina<\/strong><\/span>.<\/span> <span style=\"color: #800000;\"><strong>Nach<\/strong> <\/span>dem Krieg, als er zur\u00fcckkehrte,\u00a0 wurde er zum &#8222;Obersten&#8220; erhoben!<span style=\"color: #000000;\"> &#8211; <\/span>Die sog. Belohnung f\u00fcr die &#8222;ritterlichen Taten&#8220; k\u00f6nnte den Tatsachen entsprechen. Diese bewu\u00dften &#8222;ritterlichen Taten&#8220; geschahen lt. o.a. Text 1269. &#8211;\u00a0 <span style=\"color: #ff0000;\">1269<\/span> belagerte <em>K\u00f6nig Ludwig IX. d. Hl. von Frankreich<\/em> Tunis. Er starb dort <span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">am<\/span><\/span> 25.08.1270 an der Ruhr.<\/p>\n<p>Die Frage stellt sich, was tats\u00e4chlich gemeint ist: Zum &#8222;Obersten&#8220; von was wurde Kene erhoben? Kron-Heerf\u00fchrer f\u00fcr den Kreuzzug in Pal\u00e4stina? Oder der &#8222;Oberste&#8220; f\u00fcr Regierungsgesch\u00e4fte in der Heimat? Wurde er vorgeschickt, um die Lage zu sondieren, wie einst Kaiser Otto IV. den <span style=\"color: #993300;\">Wilbrand von Oldenburg<\/span> vorgeschickt hatte? (Um den geplanten Kreuzzug Kaiser Ottos IV. vorzubereiten, unternahm Wilbrand von Oldenburg in Begleitung des Hochmeisters Hermann von Salza 1211\/12 eine Erkundungsreise in den Orient, \u00fcber die er Bericht erstattete, besonders \u00fcber die Befestigungsanlagen.)<\/p>\n<p>Relevant ist m. E., dass zu jener Zeit <span style=\"text-decoration: underline;\">Richard von Cornwall<\/span> (1257-1272) K\u00f6nig des Hl. R\u00f6m. Reiches Dt. Nation gewesen ist. Richard von Cornwall und Karl von Anjou st\u00fctzten einander gegenseitig, denn auf der anderen Seite gab noch Alfons X. von Kastilien (1257-1284), der ebenfalls zum dt. K\u00f6nig gew\u00e4hlt worden war. &#8211; <span style=\"color: #800000;\">Kene<\/span> wird vermutlich nach 1270 in die Heimat zur\u00fcckgekehrt sein, also noch zur Zeit von Richard von Cornwall. &#8211; Insofern liegt der enorme Einflu\u00df des K\u00f6nigs Karl von Anjou auf der Hand, dies auch im Hinblick auf Friesland.<\/p>\n<p>Einen einzigen Kronfeldherrn, der in die Zeit pa\u00dft und evtl. auch f\u00fcr das vorhandene Profil von Keno eignen w\u00fcrde, konnte ich bislang aus dem Geschlecht <strong>Trazegnies<\/strong> ausfindig machen!<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\"><strong>Gilles de Trazegnies<\/strong> <strong>le Brun<\/strong><\/span><\/span> (\u2020 nach 1272) war ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Conn%C3%A9table_von_Frankreich\">Conn\u00e9table von Frankreich<\/a>. Er wurde zum Vertrauten des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%B6nig_von_Frankreich\">franz\u00f6sischen K\u00f6nigs<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ludwig_IX._%28Frankreich%29\">Ludwig IX.<\/a>, der ihn <strong>1248<\/strong> zu seinem Conn\u00e9table machte. <strong>1248 bis 1250<\/strong> begleitete er Ludwig IX. zum 6. Kreuzzug nach \u00c4gypten.<\/p>\n<hr \/>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #993300;\">K\u00f6nig Ludwig IX.<\/span> initiierte den 7. Kreuzzug (<strong><span style=\"color: #ff0000;\">1269\/70<\/span><\/strong>). Die Vorbereitungen f\u00fcr <strong>daf\u00fcr<\/strong> traf <strong><span style=\"color: #800000;\">Karl von Anjou<\/span>,<\/strong> der <span style=\"color: #800000;\">Bruder frz. K\u00f6nigs Ludwig IX<\/span>.<\/li>\n<li>W\u00e4hrend der Belagerung von Tunis brach im Lager Ruhr oder Beulenpest aus. Daran <span style=\"color: #800000;\">verstarb K\u00f6nig Ludwig IX. d. Hl. <span style=\"color: #000000;\">am<\/span><\/span> <strong>25.08.1270<\/strong>.<\/li>\n<li>K\u00f6nig Ludwigs Bruder <span style=\"color: #800000;\">Karl von Anjou<span style=\"color: #000000;\"> \u00fcbernahm danach<\/span> zus\u00e4tzlich die Regierung von Frankreich <span style=\"color: #000000;\">und dieser hat &#8222;<span style=\"color: #800000;\">Kene&#8220; zum &#8222;Obersten&#8220; erhoben!<\/span> <\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">Bevor<\/span> <strong>Karl von Anjou <\/strong><span style=\"color: #000000;\">jedoch<\/span> <span style=\"color: #000000;\">die Reste des Kreuzfahrerheeres nach<\/span> <strong>Sizilien<\/strong> <span style=\"color: #000000;\">zur\u00fcckf\u00fchrte, schlo\u00df er mit dem moslemischen Kalifen von Tunis ein Abkommen, welches ihm den Besitz von Malta und der vor der tunesischen K\u00fcste gelegenen Insel Pantelleria sicherte.<\/span> <span style=\"color: #800000;\"><strong>Karl von Anjou,<\/strong>\u00a0 <strong>K\u00f6nig von Sizilien<\/strong>, wurde 1277 <strong>K\u00f6nig von Jerusalem. <\/strong><span style=\"color: #000000;\">(siehe Web-Seite &#8222;Brookmerland&#8220; Rubrik &#8222;Kreuzz\u00fcge&#8220;)<strong><br \/>\n<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der &#8222;<span style=\"color: #993300;\">Oberste<\/span>&#8220; der Heeresf\u00fchrung war gew\u00f6hnlich der <span style=\"color: #ff0000;\">Kronfeldherr<\/span> bzw. <span style=\"color: #ff0000;\">Conn\u00e9table<\/span>. Das war in Frankreich jahrhundertelang eines der h\u00f6chsten Staats\u00e4mter. Der\u00a0Conn\u00e9table war nach 1191 (Abschaffung des Seneschall-Amtes &#8222;<span lang=\"fr\" xml:lang=\"fr\">S\u00e9n\u00e9chal de France&#8220;<\/span> also oberstes Hofamt) nach dem K\u00f6nig der Oberbefehlshaber der k\u00f6niglichen Armee! Der Conn\u00e9table und sein milit\u00e4rischer Stellvertreter, der General-Marschall, fungierten zudem als<strong><span style=\"color: #800000;\"> oberste Gerichtsherren. Karl von Anjou <\/span><\/strong><span style=\"color: #800000;\">(K\u00f6nig von Sizilien\/Neapel; Bruder von Ludwig d. Hl. von Frankreich)<\/span> hat es selbstverst\u00e4ndlich genauso gehandhabt. Dieses hohe Vertrauensamt verlangte nach einem entspr. <span style=\"text-decoration: underline;\">Adelsrang<\/span>.<\/p>\n<p><strong>Kene<\/strong> erhielt das Reiderland wahrscheinlich zusammen mit der Vogtei Norden. Beides geh\u00f6rte zur Di\u00f6zese M\u00fcnster. Der<strong> Emsggau <\/strong>war zusammen mit anderen friesischen G\u00fctern, auf die der Graf Montjoie (heute Monschau) bzw. seine Gemahlin Jutta von Ravensberg verzichtet hatten, am<strong> 20. Sept. 1224 <\/strong>(Ostfrs. Urk.B.I, Seite 13) von <span style=\"color: #800000;\">K\u00f6nig Wilhelm, Graf von Holland<\/span>, an den Bischof von M\u00fcnster <span style=\"color: #800000;\">Otto I. zur Lippe<\/span> als Lehen \u00fcbertragen worden. M\u00fcnster umfasste westf\u00e4lische Gaue n\u00f6rdlich der Lippe von der lothringischen Grenze bis an den Oberlauf der Ems, dazu als Exklave die friesischen Marschengaue \u00f6stlich der Lauwers. Geh\u00f6rte <strong>Kene<\/strong> also zum Clan derer &#8222;<span style=\"color: #800000;\">zur Lippe<\/span>&#8222;? Auch sie tragen die 5-bl\u00e4ttrige Rose im Wappen.<\/p>\n<p>Als <strong><span style=\"color: #800000;\">oberster Gerichtsherr <\/span><\/strong><span style=\"color: #800000;\">war er<\/span><strong><span style=\"color: #800000;\"> K\u00f6nigsrichter<span style=\"color: #000000;\">;<\/span><\/span><\/strong><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\"> diese wurden in Friesland\u00a0 &#8222;Kennen&#8220; genannt. Geht man von dieser Tatsache aus, so kann man mutma\u00dfen, dass dieser Richter tom Brok (ten Broeke) nicht mit Namen &#8222;Kene&#8220; bzw. &#8222;Keno&#8220; hie\u00df, sondern, dass dies seinen Stand als K\u00f6nigsrichter bezeichnete. Das ist nicht so abwegig, wie man vielleicht glaubt: Wir finden in Friesland z. B. den Namen &#8222;Schelte&#8220; als Vornamen &#8220; (Haus Schelte <\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">van Aebinga &#8211; <\/span><\/span><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">Donia bei Kimswerd). &#8222;Schelte&#8220; ist eine Abwandlung von Scelta, dem Schulzen, also wieder ein Richter; gleiches trifft zu f\u00fcr die &#8222;Atthen&#8220;, also z.B. das Haus Attena von Dornum (im Gotischen hat &#8222;atta&#8220; die Bedeutung &#8222;Vater&#8220;).<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein Vogt hatte damals selbstverst\u00e4ndlich das Richteramt inne. Hierzu war das geltende Erbrecht jedoch nicht allein ausreichend, denn seit Einf\u00fchrung des R\u00f6mischen Rechts im Deutschen Reich war es nicht m\u00f6glich, ohne entsprechende Ausbildung, das Richteramt zu bekleiden und auszu\u00fcben.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Das Vogt-Amt:<\/span> Der Vogt wurde vom <span style=\"color: #800000;\"><strong>Grafen<\/strong><\/span> pers\u00f6nlich bestimmt, der Vogt war ein sog. &#8222;Untergraf&#8220; (Vizegraf). Das Amt war erblich. Das Amt des <strong>Vogtes<\/strong> war <span style=\"color: #993300;\">keines<\/span>, in welches man von der wahlberechtigten Bev\u00f6lkerung hineingew\u00e4hlt wurde. Es war weit mehr als nur ein Verwaltungsposten. Bei Aufst\u00e4nden zum Beispiel, die nicht selten vorkamen, stellte der Vogt die direkte Verbindung zum K\u00f6nig her, d. h., das Amt war auch ein Vertrauensbeweis des Monarchen. Da Keno dieses Amt erhielt, geschah das auf Wunsch des zust\u00e4ndigen Regenten. Dieser Regent war f\u00fcr einige Zeit <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000;\"><em>Karl von Anjou,<\/em><\/span><\/span> aber wer damals Graf gewesen ist, ist noch zu \u00fcberpr\u00fcfen, vor allem wegen der diffizilen damaligen Regierungslage in der Grafschaft Friesland, Flandern und Hennegau bzw. Geldern. Es gab zu jener Zeit heftige Erbstreitereien und Nachfolgeprobleme.<\/p>\n<p>Genealogie siehe Web-Seite &#8222;Friesen und Freiheit &#8211; Grafen 1000-1300&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p><em><span style=\"color: #800000;\">Karl von Anjou<\/span> <\/em>ist offenbar involviert gewesen. Trotzdem fragt man sich, wieso\u00a0 der K\u00f6nig von <span style=\"color: #800000;\">Frankreich<\/span> das bewerkstelligen konnte. &#8211; Nun, da gab es politische &#8222;Fiktionen&#8220; und dar\u00fcber hinaus die vielf\u00e4ltigen famili\u00e4ren Str\u00e4nge nach Brabant, Holland, Hennegau pp., die dort ebenfalls hineinspielten. \u00dcberdies wissen wir ja immer noch nicht, welchem Hause unser Vogt <span style=\"color: #800000;\"><strong>Kene<\/strong><\/span> urspr\u00fcnglich angeh\u00f6rte. Eine Verwandtschaft zum Familienclan der Itzinga von Norden bzw. Appingedam ist belegbar.<\/p>\n<div id=\"attachment_6073\" style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wappen-Flandern-Adler-Halbmond.png\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6073\" class=\"wp-image-6073 size-medium\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wappen-Flandern-Adler-Halbmond-198x300.png\" alt=\"wappen-flandern-adler-halbmond\" width=\"198\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wappen-Flandern-Adler-Halbmond-198x300.png 198w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wappen-Flandern-Adler-Halbmond.png 667w\" sizes=\"(max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6073\" class=\"wp-caption-text\">Wappen von Flandern<\/p><\/div>\n<p>Die Itzinga f\u00fchrten im \u00dcbrigen einige Zeit die Lilie im Wappen, was auf die Stadt Lille mit dem Beinamen &#8222;Hauptstadt von Flandern&#8220; hinweisen k\u00f6nnte bzw. auf Balduin von Flandern\u00a0<span style=\"color: #000000;\">Regent von Frankreich (1060-67)<\/span> . Diese Lilie taucht ebenfalls auf\u00a0 in den M\u00fcnzen von <strong>Keno II.<\/strong>, der mit <strong>Adda Itzinga<\/strong> verheiratet war.<\/p>\n<p>(Anm.: Die Itzinga f\u00fchrten einige Zeit als Wappentier den Pelikan, der seine Jungen mit dem Blut seiner Brust n\u00e4hrt; dieses Wappen finden wir auch in Appingedam\/NL, was nicht verwundern sollte, weil die Itzinga dort bereits im 13. Jh. nachweisbar sind. Als Blasonierung des Itzinga-Wappens sind ebenfalls &#8222;Sterne&#8220; nachweisbar, welche sich in sp\u00e4terer Zeit zu &#8222;Sporenr\u00e4dern&#8220; wandelten. Sterne wie auch die sp\u00e4teren Sporenr\u00e4der kommen im Gebiet der Niederlande h\u00e4ufiger vor, was auf Abkommen bzw. entspr. Verehelichungen schlie\u00dfen l\u00e4\u00dft, denn nicht alle Besitzungen der diesseitigen H\u00e4uptlingsfamilien endeten an der Ems (z.B. Allena). Diese fam. Str\u00e4nge sind bisher leider noch nicht durchg\u00e4ngig erforscht worden und es wird angelegentlich sogar die Meinung vertreten, man m\u00fcsse z. B. die Itzinga-Familie diesseits und jenseits der Ems trennen, wof\u00fcr allerdings keine Begr\u00fcndung angef\u00fchrt wird, w\u00e4hrend andererseits jed. die vorliegenden Blasierungen der Wappen eine ganz andere Sprache sprechen.)<\/p>\n<p>Ebenfalls finden wir in Flandern die 3 Halbmonde von Manslagt und versch. mehr. Ukena f\u00fchrte z.B. den L\u00f6wen im Wappen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fraglos waren all diese\u00a0<span style=\"color: #ff0000;\">Kronfeldherren, Ritter und andere Kriegsleute<\/span> barbarisch. Somit ist der obige Hinweis auf Kenos Brutalit\u00e4t keine Hilfe bei der Spurensuche.<\/p>\n<p style=\"color: #993300;\">Nach meinen Forschungsergebnissen ist stark anzunehmen, dass die <span style=\"color: #800000;\">Bindung<\/span> der <strong><span style=\"color: #800000;\">&#8222;tom Brok&#8220;<\/span><\/strong> zum <strong><span style=\"color: #800000;\">Hause Anjou<\/span><\/strong> (dem alten Stamm) nicht erst mit <span style=\"color: #800000;\">Ritter Ocko I.<\/span> begonnen hat, sondern nach der \u00dcberlieferung bereits im 7. Kreuzzug von 1269\/70 bestanden hat &#8211; wahrscheinlich sogar schon zuvor, bei dem 6. Kreuzzug gegen \u00c4gypten (Damiette), welchen der Bruder des Karl von Anjou, K\u00f6nig Ludwig IX. der Heilige f\u00fchrte. Dieser begann im August 1248 und scheiterte im April 1254. K\u00f6nig <strong>Ludwig der Heilige<\/strong> hatte lt. Eggerik Beninga (1. Ausgabe Auricher Handschrift Seite 205) <span style=\"text-decoration: underline;\">Friesland unter seinen Schutz genommen<\/span>. Dazu hat der K\u00f6nig Ludwig einen gewissen &#8222;Gerardus&#8220; das Kloster Norden stiften lassen. Gerardus! &#8211; Ein\u00a0 &#8222;Gerhard&#8220; also! Ein Klosterstifter konnte nicht arm sein und er musste ungeheuer einflussreich sein! Ins Auge sticht das Haus der <strong>Grafen von Geldern<\/strong>, weil 1264 ein gewisser <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Reiner Egeram<\/strong> <\/span>zusammen mit <strong>Hicko Itzinga<\/strong> \u201eadvocati et iudices terre Nordensis universis\u201c von Norden und Harko Udenga das Grundst\u00fcck f\u00fcr das Kloster in Norden geschenkt hat. <span style=\"text-decoration: underline;\">Reiner Egeram war aus dem Hause der Grafen von Geldern<\/span> und ebenso dieser Gerhard &#8211;\u00a0 seines Zeichens ein Bischof.<\/p>\n<hr \/>\n<div id=\"attachment_994\" style=\"width: 89px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-994\" class=\"wp-image-994\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Rose-von-Lancaster-150x150.png\" alt=\"Rose von Lancaster\" width=\"79\" height=\"79\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Rose-von-Lancaster-66x66.png 66w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Rose-von-Lancaster-150x150.png 150w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Rose-von-Lancaster-300x300.png 300w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Rose-von-Lancaster.png 411w\" sizes=\"(max-width: 79px) 100vw, 79px\" \/><p id=\"caption-attachment-994\" class=\"wp-caption-text\">5-bl\u00e4ttrige Rose<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: left;\">Hinzuweisen ist besonders auf die 5-bl\u00e4ttrige Rose in Ritter Ockos M\u00fcnzen. &#8211; Um fam. Verbindungen der &#8222;ten Broek&#8220; zum Hause <strong>Gent<\/strong>\u00a0 (Lancaster) \/ Flandern ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen, m\u00fcsste nachhaltig geforscht werden. Es gibt nat\u00fcrlich noch mehrere Dynastien mit der &#8222;Rose&#8220; im Wappen, wie z. B. das Haus Falkenstein, zur Lippe, Holte, Geldern\u00a0 u.v.a. die zur \u00dcberpr\u00fcfung anst\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wappen von Pont, seit 1969 Stadtteil von <strong>Geldern<\/strong>: In Gold (Gelb) drei rote Mispelbl\u00fcten (geldrische Rose), 2:1 gestellt.<\/p>\n<div style=\"text-align: left;\">Sehr gut m\u00f6glich ist m. E. eine verwandtschaftliche Verbindung zu den Osnabr\u00fccker Bisch\u00f6fen &#8222;zu Holte(n) \/ Holdt \/ von Holte \/ von Holt&#8220;. (Mehr hierzu auf der Web-Seite zu <span style=\"color: #800000;\">Foelke Kampana)<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: left;\">Die Verbindung zu den Bisch\u00f6fen von Osnabr\u00fcck \/ Minden verdichten sich durch folgende Begebenheit: (Wiarda Ostfrs. Gesch. I, 3. Buch, 3 Abschnitt)<\/div>\n<div style=\"text-align: left;\"><strong>1377<\/strong> wird ein <strong>Keno\u00a0<\/strong> zusammen mit den beiden Edelleuten Rembold Elana und Bojo Matensna <span style=\"color: #800000;\"><strong>auf der Itzingaburg bei <span style=\"text-decoration: underline;\">Linteln<\/span><\/strong> <\/span>ermordet.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Es ist damit nicht Linteln bei Verden\/Aller gemeint, sondern die <strong><span style=\"color: #800000;\">Itzinga-Burg bei Norden.<\/span><\/strong><\/div>\n<address style=\"text-align: justify;\">\n<hr \/>\n<\/address>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>E<\/strong>s werden<\/span> 2 S\u00f6hne<span style=\"color: #000000;\"> von<\/span><strong> Kene <\/strong>(<span style=\"color: #000000;\">resp.<\/span> Keno)<\/span> genannt: <span style=\"color: #800000;\">Hilmer<\/span> und <span style=\"color: #800000;\">Keno<\/span>. Seinen Gerichtshof bei dem heutigen Engerhafe vererbte <span style=\"color: #800000;\"><strong>Keno<\/strong><\/span> seinem Sohn <strong>Hilmer<\/strong>. Der <span style=\"color: #800000;\">Sohn des Hilmer<\/span> wurde nach seinem Gro\u00dfvater &#8222;<span style=\"color: #800000;\">Keno&#8220;<\/span> genannt und f\u00fchrte als Familiennamen den Namen seines Vaters &#8222;<strong>Hilmer<\/strong>&#8222;, nannte sich also <span style=\"text-decoration: underline; color: #800000;\">Keno Hilmerisna<\/span> (d.h. Hilmers Sohn &#8218;Keno&#8216;) Lt. \u00dcberlieferung wurde er von den Brookmerl\u00e4ndern zum H\u00e4uptling gew\u00e4hlt. Ihm fiel die Aufgabe zu, den Schutz der Bev\u00f6lkerung zu \u00fcbernehmen. Ferner oblag ihm nicht nur die politische F\u00fchrung und das F\u00fchren der Streitmacht, sondern auch die dortige Gerichtsbarkeit.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Keno<\/strong> Hilmerisna<\/span> nannte sich u. a. \u2018<span style=\"color: #800000;\">ten Broeck<\/span>\u2019 und bewohnte die &#8222;<span style=\"color: #800000;\">Kennenburg<\/span>&#8220; in dem <span style=\"color: #800000;\">Land an der <strong>Maar<\/strong><\/span>, einem Wasserlauf, an dem der Gerichtshof (die Burg) lag. Damals hie\u00df das heutige &#8222;Brookmerland&#8220; noch &#8222;Brokmannia&#8220;.<\/p>\n<p>Ob der Name des Landes von seiner Beschaffenheit herr\u00fchrt oder aber vom Namen des Erwerbers, ist nicht klar ersichtlich. Der Name\u00a0&#8222;<span style=\"color: #800000;\">Broeck Mar Landt&#8220;<\/span> ist in gewisser Weise &#8222;doppelt gemoppelt&#8220;, weil &#8222;<span style=\"color: #800000;\">Broeck<\/span>&#8220; im eigentlichen Sinne die Bezeichnung f\u00fcr ein <span style=\"color: #800000;\">sumpfiges <span style=\"text-decoration: underline;\">Bruchland<\/span><\/span> ist, n\u00e4mlich in diesem Falle ein <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\">Bruch<\/span><\/span>, der an der <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\">Maar<\/span><\/span> liegt und <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\">Land<\/span><\/span> ist.<\/p>\n<p>Das Land geh\u00f6rte aber den &#8222;<span style=\"color: #800000;\">ten<\/span> <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\">Broeck<\/span><\/span>&#8220; und insofern wird die Bedeutung anders sein, n\u00e4mlich: <span style=\"color: #800000;\">Das Land an der Maar, welches den &#8222;ten Broeck&#8220; geh\u00f6rt.<\/span> Im mittelalterlichen Sprachgebrauch begegnen uns oftmals derartige beabsichtigte &#8222;Duplizit\u00e4ten&#8220;. Besonders bei Kirchen wurden auf diese Weise &#8222;Hinweise&#8220; auf die Stifterfamilien manifestiert. Das kann hier auch der Fall sein (z. B. Marienkirche, weil eine Maria Stifterin war).<\/p>\n<p>Die sog. friesischen &#8222;Kennen&#8220; waren <span style=\"color: #800000;\"><strong>K\u00f6nigsrichter<\/strong><\/span>, denen das <span style=\"color: #800000;\">Blutgericht<\/span> unterstand. &#8211; &#8211; Zur Kennenburg\u00a0 geh\u00f6rte ausserdem das au\u00dferordentlich <span style=\"color: #800000;\">belangreiche <strong>M\u00fcnzrecht<\/strong>!<\/span> &#8211; Kein anderer, als ein \u00e4u\u00dferst m\u00e4chtiger Mann mit famili\u00e4ren &#8222;Str\u00e4ngen&#8220; zum Hochadel, h\u00e4tte das Anwesen mit den enormen zugeh\u00f6rigen L\u00e4ndereien an der Maar bekommen k\u00f6nnen! Und es steht an, Alloden bzw. Lehen aus F\u00fcrstenhand dahinter zu vermuten, denn es wird von der &#8222;W\u00fcstenei&#8220; berichtet, die miterworben wurde. Das Land war damals noch nicht einmal ein kirchlicher Sendbezirk und im Prinzip ziemlich wertlos.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Es gab ebenfalls eine Kennenburg in Norden mit M\u00fcnzrecht.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Anm.<\/span> bzgl. &#8222;Untergraf&#8220; = Vicomte (frz.) \u00a0 (ndl. Burggraaf \/ engl. Viscount \/ ital. Visconte \/\u00a0 portug. Visconde) vom lateinischen Vicecomes, also der der Stellvertreter des Grafen (Vizegraf). In England, Frankreich, den Niederlanden und Belgien ist es der eigenst\u00e4ndige Titel eines zwischen Baron und Graf (Earl bzw. Comte) stehenden Adligen. Da der Regierungsbezirk des Kene (Keno) von Norden zum Amtsbereich des Grafen von Friesland geh\u00f6rte (die Bezeichnung &#8222;Holland&#8220; gab es noch nicht), war Kene als &#8222;Voigt&#8220; also der Vizegraf.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-881 size-full\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Stammtafel.jpg\" alt=\"Stammtafel\" width=\"379\" height=\"452\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Stammtafel-251x300.jpg 251w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Stammtafel.jpg 379w\" sizes=\"(max-width: 379px) 100vw, 379px\" \/><\/p>\n<p>Dieser vorgenannte <span style=\"color: #800000;\">Keno Hilmerisna<\/span> hatte gem. \u00dcberlieferung folgende Kinder: die T\u00f6chter <span style=\"color: #800000;\">Doda<\/span> und <span style=\"color: #800000;\">Elbrig<\/span> sowie die S\u00f6hne <span style=\"color: #800000;\">Ihmel,<\/span> <span style=\"color: #800000;\">Ocko <span style=\"color: #000000;\">und<\/span> Widzelt<\/span>. <strong><span style=\"color: #800000;\">Ihmel<\/span><\/strong>, als j\u00fcngstem Sohn, standen Burg und Richteramt zu. <span style=\"color: #800000;\"><strong>Ocko<\/strong><\/span> ging nach <span style=\"color: #800000;\">Neapel<\/span> in den Dienst der <span style=\"color: #800000;\">K\u00f6nigin<\/span> <span style=\"color: #800000;\"><strong>Johanna von Anjou<\/strong><\/span>. Tochter <span style=\"color: #800000;\">Doda<\/span> heiratete den H\u00e4uptling <span style=\"color: #800000;\">Edzard Circsena von Greetsiel, <span style=\"color: #000000;\">die<\/span> Tochter Elbrig<\/span> ehelichte den <span style=\"color: #800000;\">H\u00e4uptling Haro von Faldern<\/span>. Kenos Sohn und Erbe, <span style=\"color: #800000;\">Ihmel<\/span>, verungl\u00fcckte <span style=\"color: #800000;\">1372<\/span> &#8211; einige Jahre bevor sein Vater verstarb &#8211; bei einem Reitunfall t\u00f6dlich, so dass <span style=\"color: #800000;\">Ihmels Tochter Adda<\/span> Anspruch auf das halbe Erbe erheben konnte, denn der Sohn Keno (erw\u00e4hnt im Ostfrs. Urk.B. Band III) war offenbar 1377 in Linteln ermordet worden. Daraus ergab sich ein bitterer Erbstreit.<\/p>\n<p>Um ihren Bruder <span style=\"color: #800000;\">Ocko<\/span>, der nun in das Erbe eintreten sollte, nach Brookmerland zur\u00fcckzuholen, reisten Ockos Schwestern <span style=\"color: #800000;\">Doda<\/span> und <span style=\"color: #800000;\">Elbrig<\/span> nach Neapel. Die <span style=\"color: #800000;\">K\u00f6nigin Johanna von Neapel<\/span> empfing die Schwestern, h\u00f6chst beeindruckt von dem \u00fcppigen Goldschmuck der beiden H\u00e4uptlingsfrauen. Doda und Elbrig trugen nun ihren Wunsch vor. In dieser, f\u00fcr das K\u00f6nigreich Neapel bedrohlichen Zeit, lie\u00df die K\u00f6nigin ihren Heerf\u00fchrer ungern gehen. Ocko tom Brok war der K\u00f6nigin kaum entbehrlich, denn Johannas Herrschaftsbereich war hei\u00df begehrt von anderen m\u00e4chtigen F\u00fcrsten. Bevor die K\u00f6nigin Ocko tom Brok dennoch entlie\u00df, erhob sie ihn zum Dank f\u00fcr seine treuen Dienste in den Ritterstand.\u00a0 \u2013 So die Legende. &#8211; Man muss wohl von dem Aspekt ausgehen, dass Ocko I. bereits seit langer Zeit in Italien gewesen ist und schon eine wichtige Pers\u00f6nlichkeit war, bevor er dorthin gegangen ist, wurden ihm dort doch \u00fcberaus gro\u00dfe Ehren zuteil. Er hat anscheinend eine herausragende Rolle gespielt, denn nicht allein die Erhebung in den Ritterstand findet in den Annalen Erw\u00e4hnung. Auch wurden M\u00fcnzen (vermutlich Wurfgeld) zu seinen Ehren gepr\u00e4gt, so hei\u00dft es, welches sich als Zahlungsmittel noch in Umlauf befand als der Historiker Eggerik Beninga lebte. Dieses Geld habe sein Bild getragen, so hei\u00dft es in den Annalen. Das bedeutet allerh\u00f6chste Ehre, eine Ehre, die einem F\u00fcrsten zuteil wird. Kein &#8222;Niemand&#8220; darf sein Bild auf Geld pr\u00e4gen lassen. &#8211; Dieses Privileg kam Kaiser, K\u00f6nigen, F\u00fcrsten und F\u00fcrstbisch\u00f6fen zu. &#8211; Einem &#8222;Niemand&#8220; wurden derartig gro\u00dfe Ehren kaum zuteil, auch dann nicht, wenn er &#8222;Heldentaten&#8220; vollbracht hatte. Ocko I. geh\u00f6rte noblen Adelskreisen an, das sagt schon sein grandioses Wappen aus. Wer jedoch nach den erw\u00e4hnten M\u00fcnzen sucht, der verfalle nicht in den Irrtum, Geld zu suchen, dass sich auf die K\u00f6nigin Johanna von Neapel bezieht! Es war in ganz Italien gangbar und es k\u00f6nnte vielleicht &#8222;Boyncken&#8220; oder &#8222;<strong><span style=\"color: #800000;\">Boyocken<\/span>&#8222;<\/strong> eingepr\u00e4gt sein, denn so nannte man das M\u00fcnzgeld von <span style=\"color: #800000;\"><strong>Ritter Ocko I.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Eggerik Beninga <\/strong>(<strong>1490<\/strong> in Grimersum geboren) schreibt auf Seite 152 seiner Chronik:<strong> &#8222;<\/strong>dat de stedes <strong>Boyocken <\/strong>schulde genoempt weerden, welcker penninge und munte noch <strong>huitigen dages in Neapolis<\/strong> und gantz Italien gangber sinnen.\u2018<\/p>\n<p>Beninga\u00a0 schreibt, dass Ockos Schwestern bei <span style=\"color: #800000;\">Johanna von Anjou, der K\u00f6nigin von Neapel<\/span>, vorgebracht h\u00e4tten, ihr Bruder habe sich &#8222;<span style=\"color: #800000;\">verstricket<\/span>&#8222;. Irrt\u00fcmlich machte man sp\u00e4ter in Unkenntnis des Sprachgebrauchs daraus, dass Ocko derzeit &#8222;verliebt&#8220; gewesen sei und heiraten wollte. Es entspricht jedoch den Tatsachen, dass Ocko in einen Erbstreit verwickelt war, denn dies bedeutete das Wort &#8222;<span style=\"color: #800000;\">verstricket<\/span>&#8220;\u00a0 im damaligen<span style=\"color: #800000;\"> juristischen Sprachgebrauch<\/span> und nichts anderes. Insofern ist dies ein Indiz daf\u00fcr, dass die Legende ein K\u00f6rnchen Wahrheit beinhaltet und nicht total aus der Luft gegriffen sein kann, denn der Erbstreit ist\u00a0 verbrieft und zweifelsfrei \u00fcberliefert!<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Aus diesem Erbstreit zwischen Ritter Ocko tom Brok und Adda Folkmarsna, der nachgebliebenen Tochter seines verstorbenen Bruders Ihmel, entwickelte sich 1379 die Schlacht bei Loppersum. Ritter Ocko tom Brok zerschlug die geballte Kraft der gegnerischen H\u00e4uptlinge und setzte damit den Grundstein f\u00fcr die \u00fcberw\u00e4ltigende Macht der tom Brok.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\">1381<\/span> \u00fcbertrug<span style=\"color: #800000;\"> Ritter <strong>Ocko<\/strong><\/span> dem <span style=\"color: #800000;\"><strong>Herzog Albrecht von Bayern<\/strong><\/span>, seinerzeit Graf von Holland, Hennegau pp. (ererbt von seinem Vater Ludwig d. Bayern und Margarete von Flandern), seine Besitzungen, um sie als Lehen von ihm zur\u00fcckzuerhalten. Daf\u00fcr versprach Herzog Albrecht von Bayern ihm Schutz gegen seine Feinde. Nicht lange konnte Ritter Ocko seinen Erfolg genie\u00dfen. Schon 1391 (od. 1389?) wurde seine Burg in Aurich von <span style=\"color: #800000;\"><strong>Folkmar Allena,<\/strong> <\/span>dem Gatten seiner Nichte Adda, belagert. Um Verhandlungen zu f\u00fchren, verlie\u00df Ocko die sch\u00fctzenden Mauern. Dort ereilte ihn der Tod. Er wurde vor den Mauern seiner Burg von unbekannter Hand ermordet.<\/p>\n<p>Die Burgstelle in Aurich ist auch heute noch deutlich erkennbar. Sie liegt an der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone bei der Lamberti-Kirche gegen\u00fcber dem Piquerhof. Seinem Sohn Keno II. hinterlie\u00df Ocko die Herrschaft. Nun \u00fcbernahm Widzelt Kenisna f\u00fcr den noch unm\u00fcndigen Keno II., die F\u00fchrung der Staatsgesch\u00e4fte zusammen mit Foelke, Ockos Witwe. &#8211; Foelke ist als \u2018Quade Foelke\u2019 in die Geschichte eingegangen. Eine Verleumdung: Foelke Kampana, Ehefrau von Ritter Ocko tom Brok, ist bekannterma\u00dfen als \u201eQuade Foelke\u201c (b\u00f6se Foelke) in die Geschichte eingegangen. Wir wissen heute, dass die Vorw\u00fcrfe unzutreffend sind. Foelke war eine gottesf\u00fcrchtige Frau, die Kirchen und Kl\u00f6ster reich bedacht hat und einige Wallfahrten unternommen hat. Verleumdungen dieser Art kamen h\u00e4ufig vor. Damit wurde oft das Bild der Nachfolger gesch\u00f6nt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-906 size-full alignright\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Adler-Lancaster1.jpg\" alt=\"Adler Lancaster\" width=\"153\" height=\"173\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong>altes Wappen &#8222;Haus Lancaster&#8220; &#8211; Richard III<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Anm.: Ahnherr <span style=\"color: #800000;\">Johann von Gent<\/span>, <span style=\"color: #800000;\">Herzog von Lancaster,<\/span> frz. Jean de Gand \u2013 entstammte dem urspr\u00fcnglich franz\u00f6sischen Adelsgeschlecht der <strong><span style=\"color: #800000;\">Anjou<\/span>&#8211;<span style=\"color: #800000;\">Plantagen\u00eat<\/span><\/strong>, das seit 1154 mit <strong><em>Heinrich II.<\/em><\/strong> die englischen K\u00f6nige stellte. Richard III war von 1483 bis zu seinem Tod 22. Aug. 1485 K\u00f6nig von England.<\/p>\n<p>Verleumdungen erfolgten z.B. bei Richard III. durch Shakespeare. Ich habe mich mit der <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pages\/RICHARD-III-SOCIETY\/114452911904874\"><strong>RICHARD III SOCIETY<\/strong><\/a> in Verbindung gesetzt, um auf eine andere Sichtweise der Bestattungsumst\u00e4nde hinzuweisen und erhielt zum meinem Erstaunen eine sehr positive Einlassung.<\/p>\n<p>Das Skelett von Richard III ist in hockender Stellung im Grab aufgefunden worden mit &#8211; (Zitat aus dem Bericht der <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pages\/RICHARD-III-SOCIETY\/114452911904874\"><strong>RICHARD III SOCIETY<\/strong><\/a>): \u201emit ungew\u00f6hnlicher Handhaltung\u201c. Die gehockte K\u00f6rperhaltung sowie auch die Handhaltung sind jedoch nicht ungew\u00f6hnlich, wenn der K\u00f6nig vor der Bestattung in einem Essigfass zur Konservierung aufbewahrt worden ist. \u2013 Auch in der Basilika des Klosters Ihlow wurde das Skelett eines im Fa\u00df bestatteten Leichnams gefunden. &#8211; Diese Art der Bestattung war usus, wenn noch nach dem M\u00f6rder gefahndet wurde. Der Ermordete wurde u. U. auch (sogar bis ins hohe Mittelalter hinein) der Sitte gem\u00e4\u00df im Hause aufgeh\u00e4ngt, bis der M\u00f6rder gefunden wurde oder eben keine Aussicht mehr bestand, den T\u00e4ter zu ermitteln. Bei dieser Art ergab sich die Chance, dass der Leichnam nicht verweste, sondern eintrocknete wie z.B. Fleisch oder Fisch an der Luft trocknet. Dies wurde (lt. p\u00e4pstl. Edikt) als Zeichen der Heiligkeit des Verstorbenen gewertet. Nicht nur f\u00fcr Herrscher war das erstrebenswert! &#8211; Wenn das nicht gl\u00fcckte, wurden Leichen im Mittelalter auch gekocht und das Fleisch an die Tiere verf\u00fcttert (z.B. soll dies mit dem letzten Staufer Konradin, Enkel von Kaiser Friedrich II, geschehen sein). Manche ermittelte Knochenverletzung k\u00f6nnte durch die Abl\u00f6sung des Fleisches mit einem Messer geschehen sein. Es muss nicht absolut sein, dass Richards Leiche gesch\u00e4ndet worden ist. Die prim\u00e4re Kopfverletzung des K\u00f6nigs stammt offensichtlich von einer Streitaxt. Nun sind da noch weitere schwerwiegende Kopfverletzungen. Man muss ber\u00fccksichtigen, dass Helm und R\u00fcstung eingedr\u00fcckt waren und mit Zangen und Brecheisen vom K\u00f6rper entfernt werden mussten. Auch dabei entstanden schlimme Verletzungen und Knochenbr\u00fcche. Diese Aspekte sollte man aufnehmen, gerade weil Shakespeare Richard III zu einem barbarischen Mann gemacht hat, der von einem Verbrechen zum anderen eilte und angeblich deswegen noch als Leichnam verspottet und gesch\u00e4ndet wurde. Vermutlich war Richard III.\u00a0 jedoch nicht anders als andere Herrscher.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Nach diesem kleinen Exkurs weiter zu den &#8222;tom Brok&#8220;:<\/em><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #800000;\">Widzelt Kenisna<\/span><\/strong> f\u00fchrte in der nachfolgenden Zeit eine Reihe von Kriegen. Die Likedeeler, ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigte Seer\u00e4uber, nisteten sich 1396 in Marienhafe und vielen anderen friesischen Seeh\u00e4fen ein. Nicht nur Widzelt, auch viele andere H\u00e4uptlinge nahmen Seer\u00e4uber auf. Die <span style=\"color: #800000;\">Hanse<\/span> drohte mit Vergeltung und <span style=\"color: #800000;\">Widzelt<\/span> entlie\u00df seine Piraten. Im <b>April 1399<\/b> geriet <strong><span style=\"color: #800000;\">Widzelt<\/span><\/strong> mit dem Abt <span style=\"color: #800000;\"><b>Fulko <\/b><\/span>vom Kloster <span style=\"color: #800000;\"><b>Thedingen<\/b><\/span> in einen Streit; zwar eroberte <span style=\"color: #800000;\">Widzelt<\/span> das Kloster, kam aber bald danach ums Leben. Er erstickte im April <span style=\"color: #800000;\">1399<\/span> in der <span style=\"color: #800000;\">Kirche<\/span> zu <span style=\"color: #800000;\">Detern \/ Saterland<\/span>, die von seinen Feinden in Brand gesetzt worden war. Sein <span style=\"color: #800000;\">Nachfolger<\/span> wurde<span style=\"color: #800000;\"><strong> Keno II., Ritter Ockos Sohn.<\/strong><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>1413<\/strong> gelang es <strong><span style=\"color: #800000;\">Keno II.<\/span><\/strong> endlich, Emden zu erobern und <span style=\"color: #800000;\">Hisko Abdena<\/span> zu vertreiben. Dieser fl\u00fcchtete nach <span style=\"color: #800000;\">Groningen<\/span>. Die durch den Fall Emdens in Groningen ausgel\u00f6ste <strong>Revolution<\/strong> zwang Keno in weitere Kriegshandlungen. Seinen letzten, entscheidenden Sieg errang <span style=\"color: #800000;\">Keno<\/span> <span style=\"color: #800000;\">1416<\/span> in der Schlacht bei Oxwerderzyl (in der N\u00e4he von Nordhorn). Als <span style=\"color: #800000;\"><strong>Keno II. 1417<\/strong><\/span> starb, folgte ihm sein <strong><span style=\"color: #800000;\">Sohn Ocko II.<\/span> <\/strong>in der H\u00e4uptlingsw\u00fcrde.<\/p>\n<p>(siehe den Beitrag<strong> &#8222;Keno II. &#8211; der Sohn und die Hanse&#8220;<\/strong> Einzelheiten dazu s. dort)<\/p>\n<hr \/>\n<p>Gegen alle Widrigkeiten gelang es <span style=\"color: #800000;\"><strong>Ocko II.<\/strong><\/span> , seinen Machtbereich auszudehnen. &#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">Es kam zum Bruch zwischen <span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\">Ocko tom Brok<\/span> und <span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\">Fokko Ukena<\/span>!<\/span> (siehe &#8222;<span style=\"color: #800000;\"><strong>Ocko II.<\/strong><\/span>&#8220; &#8211; Einzelheiten dazu dort) Der Mann, der gro\u00dfen Anteil an der Machtentfaltung des Hauses \u2018<span style=\"color: #800000;\">tom Brok<\/span>\u2019 hatte, wandte sich gegen <strong><span style=\"color: #800000;\">Ocko II.<\/span><\/strong> Im Jahre <strong>1427<\/strong> wird<strong> Ocko II.<\/strong> vernichtend in der Schlacht auf den \u2018Wilden \u00c4ckern\u2019 bei Upgant\u00a0geschlagen. <span style=\"color: #800000;\"><strong>Fokko Ukena<\/strong> <\/span>kerkert <span style=\"color: #800000;\"><strong>Ocko II.<\/strong> <\/span>viele Jahre ein, die \u2018Olde Borg\u2019 wird geschleift.<\/p>\n<hr \/>\n<h4>Zur\u00a0Kurzweil ein kleiner Vers von mir:<\/h4>\n<h4 style=\"text-align: left; padding-left: 210px;\"><strong>Die Olde Burg\u00a0<\/strong><\/h4>\n<div id=\"attachment_2975\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/friesisches-Wasserschloss3.png\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2975\" class=\"wp-image-2975 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/friesisches-Wasserschloss3-e1449934054302-150x150.png\" alt=\"friesisches Wasserschloss3\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/friesisches-Wasserschloss3-e1449934054302-66x66.png 66w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/friesisches-Wasserschloss3-e1449934054302-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2975\" class=\"wp-caption-text\">Grafik: G.v.Dehn: Wasserburg<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">Verstummt die Meereswogen sind,<br \/>\ndie auf den Strand einst liefen.<br \/>\nVerflossen Ruhm und Ehr und Macht,<br \/>\nverschwunden ist die hehre Pracht,<br \/>\nkein Stein ist auf dem andern.<br \/>\nSie steht nicht mehr &#8211; die Olde Borg,<br \/>\ndoch lebt im Friesenvolke fort<br \/>\nder edle Stamm derer &#8218;tom Brok\u2018.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Die Oldeborg<\/strong> befand sich gem. &#8218;Erdbeschreibung des F\u00fcrstentums Ostfriesland und Harlingerlandes von Fridrich Arends (Emden 1824 &#8211; S. 126)&#8216; beinahe am \u201e<strong>westlichen Ende des Dorfes, an der linken Seite des nach Veenhusen <\/strong>(heute Fehnhusen)<strong> gehenden Postweges. <\/strong>Um 1824 war die Stelle wohl noch zu erkennen, obgleich in einen Kohlgarten verwandelt. Die Burg bildete ein Viereck, 40 Schritt lang und breit; der rundum gehende Graben ist im Westen und Norden an der Vertiefung noch zu bemerken, s\u00fcd- und ostw\u00e4rts in einen Schloot verwandelt. Die nord\u00f6stliche Ecke des Grabens flie\u00dft gerade in den Weg. Jene Schl\u00f6te sitzen noch voller Steine und noch vor zwei Jahren hat man eine doch nicht mehr festsitzende Mauer an der westlichen Seite im Grunde gefunden. Die Einwohner weisen noch den Ausgang aus der Burg nach, welche im S\u00fcden war, erst eine kleine Strecke westlich lief, dann n\u00f6rdlich nach dem jetzigen Postweg. Sie ist zum Teil noch zu erkennen, doch niedrig, so wie die Gegend im Westen auf ziemliche Ausdehnung, im Winter meist unter Wasser stehend. Die Burgst\u00e4tte selbst ist etwas h\u00f6her als die Umgegend. S\u00fcdseits daran aber ist eine viel h\u00f6here Stelle, worauf jetzt ein Platz steht.\u201c<\/p>\n<p><strong>Oldeborg <\/strong>(Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte, Bd. 66 (2) 1997)<\/p>\n<p>Bei der Verlegung der Kanalisation in Oldeborg, die von den Planungsbeh\u00f6rden nicht gemeldet worden war, konnte dank einer privaten Mitteilung in der Burgstra\u00dfe sporadisch einzelne Bodenprofile im Verlauf des Kanalgrabens dokumentiert werden. Die <strong>Lohne<\/strong> im Westen Oldeborgs, wo vermutlich <strong>die Hauptbefestigung der Burganlage <\/strong>liegen m\u00fc\u00dfte, war leider bereits verrohrt. Das Profil in der Burgstra\u00dfe zeigte verschiedene Auftrags- bzw. Verf\u00fcllschichten, die bis auf den gewachsenen Boden mit Backsteinbr\u00f6ckchen und mehr oder weniger Schutt durchsetzt waren. Mauerfundamente wurden durch den Bau angeblich nicht freigelegt.- Ein Brunnen aus Torfsoden mit h\u00f6lzernem Unterbau wurde nach Aussage der Bauarbeiter angeschnitten, aber nicht gemeldet. &#8211; Der Aushub aus den beiden Stra\u00dfen wurde getrennt gelagert. Im Aushub der Burgstra\u00dfe fand sich \u00fcberwiegend neuzeitlicher Siedlungsschutt, darunter mehrere Lederreste, handgefertigte Schuhe, eine gedrechselte Holzschale, Steine im Klosterformat und die unregelm\u00e4\u00dfig gestochenen Soden des Torfbrunnens. Die \u00e4ltesten datierbaren Funde stammen aus der Lohne und geh\u00f6ren zu sp\u00e4tmittelalterlichen Kugelt\u00f6pfen F,FV:OL:FM: unbekannt. (R.Stutzke) Ferner fand dort man eine Steinkugel (Wurfgescho\u00df).<\/p>\n<p><strong>Onno Klopp<\/strong> schreibt in seiner <i>Geschichte Ostfrieslands<\/i>: \u201eAm westlichen Ende des jetzigen Dorfes Oldeborg im Brookmerlande, links von dem Wege, der nach Veenhusen geht, erkennt man noch heute eine ehemalige Burgstelle mit Vertiefungen rund umher, den \u00dcberbleibseln des alten Grabens. Die Burg, auch selber Oldeborg genannt, 40 Schritt lang und ebenso breit, war im 14. Jahrhundert der Stammsitz des m\u00e4chtigen Hauses ten Brok, welches f\u00fcr ein halbes Jahrhundert der Angelpunkt der ostfriesischen Geschichte war.\u201c (<span class=\"reference-text\">Geschichte Ostfrieslands<i> &#8211;<\/i> R\u00fcmpler, Hannover 1854-1858. Band 1, S. 168) <\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_5017\" style=\"width: 309px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Marienhafeabbruch.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5017\" class=\"wp-image-5017\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Marienhafeabbruch.jpg\" alt=\"Marienhafeabbruch\" width=\"299\" height=\"221\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5017\" class=\"wp-caption-text\">Kirche von Marienhafe w\u00e4hrend des Teilabbruchs. Lithographie von D. Bendixen<\/p><\/div>\n<p>Ein Wort zu der sogenannten Furt im Hafenbecken: Es ist anzunehmen, dass es sich dabei um einen Restdeich handelt und nicht um eine Furt mitten durch den Hafen. Die <strong>Olde Borg<\/strong> stand auf dem Sandr\u00fccken und zwar laut Bericht aus dem 19. Jh. direkt auf einer Abbruchkante. Es schob sich die Leybucht vor. Vor der Burg entstand ein Kolk (vom Meer ausgesp\u00fclte Bucht). Als dieser bis an die Olde Borg reichte, stand die Olde Borg direkt auf der Abbruchkante, auf der sog. \u201eHohen Lucht\u201c, heute &#8222;Lohne&#8220; (= das hohe Licht; vermutlich ein Leuchtturm f\u00fcr die Hafeneinfahrt). Dieser Turm wird ein Backsteinbau gewesen sein, der auch als Festungsturm diente. Man kann ihn in Aussehen und Funktion mit dem heute noch vorhandenen alten <em>Leuchtturm auf der Insel Neuwerk von Hamburg<\/em> vergleichen, der 1310 errichtet worden ist, denn in damaliger Zeit pflegte man eckige T\u00fcrme zu bauen. Ein Bild davon liefert auch der Turm der Marienkirche in Marienhafe\/Brookmerland mit seinen 6 Stockwerken (vor der Verkleinerung der Kirche). Auch dieser Turm wurde zwecks Kennzeichnung der Hafenzufahrt als Leuchtturm genutzt. Man kann von einer\u00a0 Optik ausgehen, die bei allen T\u00fcrmen jener Zeit \u00e4hnlich war, eine Art Burgfried. Dieser geht zur\u00fcck auf den eckigen &#8222;Donjon&#8220; der Normannen. Auf der Lohne wurde durch arch\u00e4oloische Untersuchungen der Ostfrs. Landschaft auch ein Brunnen nachgewiesen. Der Nachteil dieser T\u00fcrme sind die Mauerecken.\u00a0 Um den Turm zum Einsturz zu bringen, konnten\u00a0 diese Ecken relativ leicht untergraben werden. Rundt\u00fcrme sind viel schwerer zu untergraben und zum Einsturz zu bringen.<\/p>\n<div id=\"attachment_5015\" style=\"width: 255px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Marienhafe_Hafen_MA.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5015\" class=\"wp-image-5015 size-medium\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Marienhafe_Hafen_MA-245x300.jpg\" alt=\"Marienhafe_Hafen_MA\" width=\"245\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Marienhafe_Hafen_MA-245x300.jpg 245w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Marienhafe_Hafen_MA-838x1024.jpg 838w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Marienhafe_Hafen_MA.jpg 1308w\" sizes=\"(max-width: 245px) 100vw, 245px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5015\" class=\"wp-caption-text\">Der Hafen von Marienhafe um 1400<\/p><\/div>\n<p>Um die Burg vor dem Einsturz zu sch\u00fctzen, musste der Aussp\u00fclung durch Ebbe und Flut vor der Burg Einhalt geboten werden und es wurde ein Schutzdamm gebaut. Ein Hafen mit einer Furt quer durchs Hafenbecken w\u00e4re wohl ziemlich sinnlos. Der Deich wird sp\u00e4ter \u00fcbersp\u00fclt worden sein und \u00fcbrig blieb dann eine flache Furt.<\/p>\n<p>Seitlich des ehemaligen Hafens weist die Dorfflur von Oldeborg einen sogenannten &#8222;Krummacker&#8220; aus. Es ist wahrscheinlich, dass dies ehemals der Stapelplatz gewesen ist. Wir erinnern uns, dass das Land einst von Wikingerf\u00fcrsten regiert worden ist. Die &#8222;Krum&#8220; (mit einem &#8222;m&#8220;) ist im skandinavischen Sprachgebrauch eine Bucht, wo Handelsschiffe ankerten. &#8211; Zum Be- und Entladen gab es in <em>seitlichen<\/em> Schutzdeichen des Hafens gemauerte <span style=\"text-decoration: underline;\">Tunnel\u00f6ffnungen<\/span>\u00a0 (heutzutage sind in den Deichen im Hafenbereich gro\u00dfe Tore eingelassen). Auch in Aurich war das fr\u00fcher der Fall (ehemaliges Hafenbecken hinter der &#8222;Ostfriesischen Landschaft&#8220;). Von diesem Hafenbecken gibt es im Museum von Aurich eine sehr anschauliche Radierung (zu sehen im Eingangsbereich). Man kann davon ausgehen, dass diese Art der Bauweise bei jedem Hafen \u00fcblich gewesen ist. Solch ein Tunnel wurde auch in Oldeborg gefunden und man meinte im vergangenen Jahrhundert, dass dieser bis nach Marienhafe verlaufe. Diese Annahme trifft jedoch nicht zu. In \u00e4hnlicher Weise wird auch von einem Tunnel in Engerhafe (fr\u00fcher &#8222;Utengrahove&#8220;) berichtet. Auch dort ist ein Hafen gewesen und insofern ist es sehr wahrscheinlich, dass auch dort aus praktischen Gr\u00fcnden ein gemauerter Durchgang gewesen ist. Auch dieser Durchgang wird kein Fluchtweg gewesen sein, sondern dazu gedient haben, bequemer die Schiffe bedienen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Marienkirche w\u00e4hrend des Teilabbruchs:\u00a0 <span class=\"mw-mmv-source-author\"><span class=\"mw-mmv-author\"><a class=\"mw-redirect\" title=\"User:Pixelfehler\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/User:Pixelfehler\">Pixelfehler<\/a> 16:41, 21 August 2006 (UTC)<\/span> &#8211; <span class=\"mw-mmv-source\">scan from Karl-Ernst Behre \/ Hajo van Lengen: <i>Ostfriesland. Geschichte und Gestalt einer Kulturlandschaft<\/i>. Aurich 1995, <a class=\"internal mw-magiclink-isbn\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/Special:BookSources\/3925365850\">ISBN 3-925365-85-0<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><em>Bild: &#8222;Hafen von Marienhafe&#8220; Sebastian Sonntag, urspr\u00fcnglicher K\u00fcnstler unbekannt &#8211; Hartmut Roder: Piraten\u00a0: die Herren der sieben Meere; [Katalogbuch zur Ausstellung &#8222;Piraten. Herren der Sieben Meere]. Ed. Temmen, Bremen 2000, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/Special:BookSources\/3861085364\">ISBN 3861085364<\/a> f\u00fcr Museum Hamburgische Geschichte: www.hamburgmuseum.de<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Harald: \u201eHaroldesheim\u201c \/ \u201eHarle\u201c-bucht (Haralds Bucht) \/ Harlingen; 826 Harald Klak Haraldsson (D\u00e4ne) Kleiburg = nahe Jever &#8211; 826 Reichstag in Ingelheim (bei Ffm.) &#8211; Taufe des Harald Klak\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (Klak = Schmutzfleck, so genannt, weil er sehr brutal war) Anmerkung: Walcheren an der Rheinm\u00fcndung geh\u00f6rt 1002-1056 zur <span style=\"text-decoration: underline;\">fl\u00e4mischen Grafschaft<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #008080;\"><em>Achtung! Anm. zur Namensgebung: Die Einlassungen im Internet (https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vorname) bez\u00fcglich der Gebung von Vornamen sind\u00a0 teilweise nicht korrekt, denn der Vorname signalisierte bis ins Hochmittelalter tats\u00e4chlich die entspr. Familienzugeh\u00f6rigkeit; sog. kontinuierliche Nachnamen wurden erst sp\u00e4ter durchgesetzt, obgleich schon die R\u00f6mer eine Durchsetzung erzwingen wollten, um eine bessere \u00dcbersicht zwecks Steuereintreibung zu bekommen. Der Vorname des Vaters wurde mit einer Endung (in Skandinavien &#8222;son&#8220; oder &#8222;dottier&#8220;) versehen und in dieser Form als Familienname verwendet. Aufgrund der vielen Kinder \u00e4nderte sich der Familienname h\u00e4ufig von Generation zu Generation. Es war wichtig, stets die Vornamen der Gro\u00dfeltern und Eltern\u00a0 an die eigenen Kinder weiterzugeben, um die Familienzugeh\u00f6rigkeit erkennbar zu machen. Das ist heutzutage total anders, wo sogar St\u00e4dtenamen zu Vornamen mutieren.<\/em><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda.png\"><img decoding=\"async\" class=\"  wp-image-3171 alignleft\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-243x300.png\" alt=\"AutogrammkarteGunda\" width=\"164\" height=\"203\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-243x300.png 243w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-830x1024.png 830w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda.png 934w\" sizes=\"(max-width: 164px) 100vw, 164px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong><em><span style=\"color: #993300;\">Hinweis: Roman Chroniken der tom Brook<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #800000;\"><b>Band I-IV &#8222;Chroniken der tom Brook&#8220;:\u00a0 als E-Books versch. Anbietern erh\u00e4ltlich<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #800000;\">Bd. II &#8222;Chroniken der tom Brook&#8220;:<\/span> <a class=\"moz-txt-link-freetext\" style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/store.kobobooks.com\/de-DE\/ebook\/chroniken-der-tom-brook-1\">http:\/\/store.kobobooks.com\/de-DE\/ebook\/chroniken-der-tom-brook-1<\/a><\/span><\/p>\n<p>Download von Noten + mp3-Einspielung unter: <span style=\"color: #ff0000;\">musicalion.com<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p>Letzte \u00c4nderung 05.10.2023<\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a9\u00a0&#8211; G. v. Dehn &#8211; &#8222;Schottisch&#8220; aus meinem Musical &#8222;Zorn im Blut&#8220; Die tom Brok Die Familie f\u00fchrte einen goldenen Adler im Wappen! Dadurch er\u00f6ffnet sich die M\u00f6glichkeit, dass die Familie urspr\u00fcnglich aus Flandern \/ Gebiet Antwerpen stammt und \u00fcber Seeland, Holland bzw. 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