{"id":3243,"date":"2014-11-17T15:30:32","date_gmt":"2014-11-17T13:30:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/?page_id=3243"},"modified":"2023-10-05T17:24:20","modified_gmt":"2023-10-05T15:24:20","slug":"leseprobe-iii","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/home\/leseprobe-iii\/","title":{"rendered":"Leseprobe III"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-3243-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/22_Ballade_Ko\u0308nigin-tritt-aus-dem-Saal-.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/22_Ballade_Ko\u0308nigin-tritt-aus-dem-Saal-.mp3\">http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/22_Ballade_Ko\u0308nigin-tritt-aus-dem-Saal-.mp3<\/a><\/audio>\n<h4 style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #800000;\">\u00a9 &#8211; <span style=\"color: #800080;\">Gunda von Dehn\u00a0 <\/span><span style=\"color: #800080;\">&#8222;Die K\u00f6nigin&#8230;&#8220; &#8211; aus meinem Musical &#8222;Die Schuhe der Prinzessin&#8220;<\/span><br \/>\n<\/span><\/h4>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Piraten_Band_III.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6674\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Piraten_Band_III-200x300.jpg\" alt=\"Red Curtain hand over white\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Piraten_Band_III-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Piraten_Band_III-683x1024.jpg 683w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/h5>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800000;\">\u00a0<span style=\"color: #800080;\">&#8222;Chroniken der tom Brook\u00a0 &#8211; Piraten&#8220; &#8211; Band III<\/span><br \/>\n<\/span><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800080;\">Konzert des Lebens<\/span><\/h3>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800080;\">Pflichten einer H\u00e4uptlingsfrau<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><strong>I<\/strong>m Osten d\u00e4mmerte es leicht, schon bald w\u00fcrde die Sonne aufgehen. Die Burgherrin nahm gedankenverloren ihr \u201eDodenlaken\u201c aus der Truhe, \u00fcberpr\u00fcfte die N\u00e4hte, faltete es erneut sorgf\u00e4ltig zusammen und legte es wieder zur\u00fcck. Zwei, drei Schritte ging sie n\u00e4her zum Fenster, schaute sinnend hinaus in den pr\u00e4chtigen Garten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Ritter Ocko, Foelkes verstorbener Gemahl, hatte ihn nach italienischem Vorbild mit langen doppelten Reihen von Obstb\u00e4umen und symmetrisch angeordneten Blumenrabatten anlegen lassen, welche die allt\u00e4glichen Gem\u00fcseanpflanzungen umrahmten. Einige steinerne B\u00e4nke luden hie und da zum Ausruhen ein und der Sch\u00f6pfbrunnen in der Mitte des Gartens war gekr\u00f6nt von einem eisernen Gestell, welches einen bronzenen Adler mit ausgebreiteten Fl\u00fcgeln trug. Das sah von weitem so aus, als w\u00fcrde dort tats\u00e4chlich gerade ein pr\u00e4chtiger Adler landen. Geradezu ein majest\u00e4tischer Anblick war das, der Foelke stets mit Freude erf\u00fcllte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Im Burggarten bl\u00fchten jetzt wundervoll die wei\u00dfen Rosen. Knechte h\u00e4ngten eilig K\u00e4fige mit H\u00e4hnen in die B\u00e4ume, um die Stare davon abzuhalten, Birnen und \u00c4pfel anzupicken. In der Ferne sah Foelke eine Gruppe Reiter sich nahen. Sie sollte hinausgehen an die frische Luft, aber sie f\u00fchlte sich hier drinnen unter der mit gr\u00fcnem Blattwerk bemalten Decke wie unter einem Bl\u00e4tterdach, das sie vor der Welt da drau\u00dfen besch\u00fctzte. Nur ungern verlie\u00df sie ihre Kemenate und zeigte sich dem Volk, aber heute mu\u00dfte es wohl sein, denn es war Mariens Geburtstag, der 8. September, Kirchweihentag in Marienhafe.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Fast auf den Tag genau war es jetzt einen Monat her, dass Foelkes Gemahl verstorben war. Das bedeutete, dass sich die Zeit seinem Ende n\u00e4herte, in der Ocko &#8211; oder vielmehr seine R\u00fcstung mit der ausgestopften Stoffpuppe &#8211; ausgestellt bleiben konnte. Tagt\u00e4glich kniete Foelke an Ockos Hochgrab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Die Estrade, unterst\u00fctzt von einigen Pilastern, war einige Stufen hoch, die St\u00fctzen umwunden mit kostbarem Samt und goldenen Tressen, an denen Wappen, kleine Heiligenstatuen und dergleichen hingen. \u00dcber all der Pracht spannte sich ein roter Baldachin. Dieses Hochgrab mit dem kostbaren Paradebett, es w\u00fcrde ihr fehlen. Ockos Leichnam war l\u00e4ngst in die Gruft gesenkt und doch f\u00fchlte Foelke sich ihrem Gemahl hier n\u00e4her als dort, in der Basilika des Klosters Ihlow. T\u00e4glich lasen die M\u00f6nche dort Seelmessen und an der Gruft beteten etliche Seelfrauen. Merkw\u00fcrdigerweise f\u00fchlte Foelke sich dort \u00fcberfl\u00fcssig und gest\u00f6rt in ihrer Andacht. Jenes Qu\u00e4ntchen Ungewissheit, das Ockos Tod umgab wie ein geheimnisvoller Nebel, das stritt in ihr mit wechselnden Mutma\u00dfungen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Vielleicht war Ocko ermordet worden, aber Folkmar Allena, der m\u00e4chtige H\u00e4uptling und Heerf\u00fchrer aus Groningen, den man stark im Verdacht gehabt hatte, der Drahtzieher gewesen zu sein, konnte sich mittels Bahrprobe reinwaschen. Kein Zweifel blieb offen, denn \u201efrei von Schuld\u201c lautete das Gottesurteil. Vielleicht, diese M\u00f6glichkeit musste Foelke ins Auge fassen, war ihr Gemahl doch eines nat\u00fcrlichen Todes gestorben &#8211; einfach so, weil ihn das b\u00f6se Geschehen rund um die Friedensverhandlungen mit Folkmar Allena aufgebracht und \u00fcberreizt hatten, denn Folkmar hatte Bedingungen gesetzt, Bedingungen, die kaum erf\u00fcllbar gewesen waren. Immerhin &#8211; man sprach davon, dass er sich ans Herz gefasst habe, bevor er in die Arme seines Widersachers Folkmar Allena gefallen sei. Hatte ihn vielleicht tragischerweise der Schlag getroffen? So etwas sollte es geben, dass Menschen einfach tot umfielen. Er war ja nicht mehr der J\u00fcngste und seit l\u00e4ngerer Zeit krank gewesen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Wie beliebt Ocko gewesen war, hatte der Abt vom Kloster Ihlow bekundet, als er standesgem\u00e4\u00df mit allen Ehren in seinem Erb-Begr\u00e4bnis von Ihlow beigesetzt wurde. \u201eGott g\u00f6nne unserem vortrefflichen hochwohlgeborenen Ritter, Richter und H\u00e4uptling eine s\u00fc\u00dfe Ruhe und an jenem Tag eine fr\u00f6hliche Auferstehung zum ewigen Leben\u201c, hatte er gesagt, denn Ocko war nicht nur ein gro\u00dfer G\u00f6nner und Angeh\u00f6riger der Stifterfamilie des Klosters gewesen, sondern hatte als ererbtes Recht Teil an der kirchlichen Jurisdiktion. Das war nicht immer leicht f\u00fcr ihn gewesen, denn Kirchenstrafen waren h\u00e4ufig entsetzlich, besonders dann, wenn es um Ehebruch ging.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Wie gern h\u00e4tte Foelke sich heute in ihrer Kammer verkrochen, wie sie es h\u00e4ufig seit Ockos Tod tat. Dort f\u00fchlte sie seine Seele mehr als anderswo. <em>Ich kann nicht ohne dich sein, ich kann\u2019s nicht, aber ich muss, <\/em>dachte sie traurig. Tr\u00e4nen rannen \u00fcber ihre bleichen Wangen. <em>Ich liebe dich, Ocko, ich liebe dich so sehr und es nimmt kein Ende. Du hast mich allein gelassen. Ich bin krank vor Sehnsucht nach dir. Ich kann nicht ohne dich sein. Oh, mein Liebster, ich brauche dich so sehr! Was soll ich ohne dich tun? Ich f\u00fcrchte mich ohne dich, ich f\u00fcrchte mich vor dem Leben. Wie soll ich es meistern ohne dich? Nichts und niemanden gibt es, der dich ersetzen k\u00f6nnte&#8230; Oh, hilf mir mein Gott! Ich flehe dich an! Ich brauche ihn so sehr! Warum hast du ihn mir genommen? Ich will ihn wiederhaben! Gib mir meinen Ocko zur\u00fcck! Welch schwere S\u00fcnde habe ich auf mich geladen, dass du mich so grausam strafst? Keine Freveltat hab ich begangen. Sag an, warum strafst du mich dann so! Warum hast du mir das angetan? Ich kann, ich will nicht ohne ihn sein. Ich brauche ihn so sehr\u2026<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Verzweifelt schlug sie die H\u00e4nde vors Gesicht, ehe sie sich straffte: <em>Ich<\/em> <em>kann unm\u00f6glich verheult<\/em> <em>zur Prozession gehen. Traurigkeit hilft nicht weiter \u2013 sie macht krank, nichts als krank. Ich muss endlich zu mir selbst finden, mich mehr engagieren. Sie sagen, ich mische mich zu sehr in die Politik ein, dabei tue ich es zu wenig. Ich habe die Pflicht, Ockos Erbe zu erhalten und zu mehren! Mir geb\u00fchrt die Macht. Widzelt darf bis zu Kenos M\u00fcndigkeit nicht mehr als nur Nutznie\u00dfer sein und bleiben&#8230; Keno geziemt die Krone der Macht. Ich muss sie f\u00fcr ihn bewahren!<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Nicht nur als Landesherrin war sie gehalten, an der Prozession teilzunehmen, sondern auch aus Christenpflicht. Ach, und dabei f\u00fchlte sie sich halb tot vor Trauer und M\u00fcdigkeit. Der Vollmond hatte ihr den Schlaf geraubt und nicht nur er<em>. <\/em>Es waren die schrecklichen Gedanken, die sie nicht los lie\u00dfen. Wie kam es nur, dass sie immer ein strahlend hell erleuchtetes Tor vor sich sah und darin eine Gestalt, die sich langsam entfernte? Kaplan Embeco hatte gesagt, der Tod sei das Tor zum Licht am Ende eines m\u00fchsamen Weges. Trotz seiner manchmal \u00fcberspitzten Ansichten, war der Kaplan ein hoch gebildeter Mann, dessen umfangreiches Wissen Foelke sehr bewunderte. Vielleicht beherrschten seine Worte deswegen fortw\u00e4hrend ihre Gedanken?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Langsam beruhigte Foelke sich wieder. Sie summte ein Liebeslied vor sich hin und mit jedem Ton schien die Melodie sie emporzuheben; sie schwebte davon&#8230; in den Himmel&#8230; Sie l\u00e4chelte sogar in s\u00fc\u00dfer Erinnerung und sang pl\u00f6tzlich aus voller Kehle:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Friesin1gut.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"  wp-image-4141 alignleft\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Friesin1gut-270x300.jpg\" alt=\"Friesin1gut\" width=\"221\" height=\"246\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Friesin1gut-270x300.jpg 270w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Friesin1gut-924x1024.jpg 924w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Friesin1gut.jpg 1148w\" sizes=\"(max-width: 221px) 100vw, 221px\" \/><\/a><\/p>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 90px;\">\u00a0<\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 90px;\"><span style=\"color: #800080;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bis die Distel traget Rosen,<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 90px;\"><span style=\"color: #800080;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 bis der M\u00fch<\/span><span style=\"color: #800080;\">lstein traget Reben,<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 90px;\"><span style=\"color: #800080;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 so lang werde ich dich lieben,<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 90px;\"><span style=\"color: #800080;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 bist auch fern von mir.<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 90px;\"><span style=\"color: #800080;\">\u00a0<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 120px;\"><span style=\"color: #800080;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ich weine mir die Augen blind<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 120px;\"><span style=\"color: #800080;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 in Leid und peinvoll Jammer,<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 120px;\"><span style=\"color: #800080;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 bist mein ganzes Gl\u00fcck,<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 120px;\"><span style=\"color: #800080;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 hab dich ja so lieb,<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 120px;\"><span style=\"color: #800080;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 sterbe bald vor Kummer.<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 90px;\"><span style=\"color: #800080;\">\u00a0<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 390px;\"><span style=\"color: #800080;\">Verloren ist mein ganzes Gl\u00fccke,<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 390px;\"><span style=\"color: #800080;\">ist mein ganzes Gl\u00fcck,<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 390px;\"><span style=\"color: #800080;\">kommt nie mehr zur\u00fcck, <\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: left; padding-left: 390px;\"><span style=\"color: #800080;\">kommt niemals mehr zur\u00fcck\u00a0 &#8230;<\/span><\/address>\n<address style=\"text-align: center; padding-left: 90px;\"><span style=\"color: #800080;\">\u00a0<\/span><\/address>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Vor ihrer Kammert\u00fcr stand Widzelt, den T\u00fcrgriff in der Hand. Wie oft hatte er dieses Lied schon geh\u00f6rt. Es spiegelte ihren ganzen Schmerz. In atemloser Stille lauschte er auf Foelkes Gesang, der sich emporzuschrauben schien bis in den Himmel &#8211; zu ihm &#8211; zu Ocko. Wie wunderbar, ihre Stimme zu h\u00f6ren, hell und klar! Jeden dieser sauber intonierten Laute liebte er. Der Klang entwickelte sich, dehnte sich aus, erbl\u00fchte, ging nicht nur ins Ohr, sondern bis tief in seine Seele.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Pl\u00f6tzlich aber brach ihre Stimme und ging \u00fcber in Schluchzen, woraufhin Widzelt auf leisen Sohlen seinen Posten verlie\u00df. Er hatte sie abholen wollen, denn um f\u00fcnf Uhr in der Fr\u00fch sollte sich der Mysterienzug in Bewegung setzen und es war h\u00f6chste Zeit, sich auf den Weg zu machen. Unter diesen Umst\u00e4nden aber beschloss er, erst einmal vorauszureiten nach Marienhafe.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Auch er hatte sich ver\u00e4ndert. Manchmal kannte er sich selbst nicht wieder. Er war ruhiger geworden, wurde seltener laut, und wenn doch, dann explodierte er geradezu. Sein Tonfall war manchmal \u00fcberraschend hart, unsinnig hart sogar. Er ver\u00e4ngstigte die Leute. Sie sanken manchmal vor Schreck auf die Knie, um ihn friedlich zu stimmen. Dabei wollte er ihnen doch gar nichts B\u00f6ses. \u00dcbersteigertes Selbstbewu\u00dftsein, meinte der Kaplan. Ja, er hatte wohl Recht. Widzelt sp\u00fcrte selber, dass er wahnsinnig \u00fcberheblich geworden war. Folkmar Allena hatte ihn in aller \u00d6ffentlichkeit sogar schon als \u201earrogantes Arschloch\u201c beschimpft. Als man Widzelt das zutrug, hat er nur kalt aufgelacht. Nein, das tat ihm nicht weh. Sein Kommentar lautete schlicht: \u201eSelber arrogantes Arschloch. &#8211; Der ist nichts als scheels\u00fcchtig.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">Es gab eine Prophezeiung, an die Widzelt fest und unverbr\u00fcchlich glaubte. Diese Voraussage lautete in etwa so: Jener, der das Schwert in einem Kreuzzug \u00fcberlebt, wird das n\u00e4chste Haupt der Macht. Er hatte an einem Kreuzzug teilgenommen. Ja, und er war daraus heimgekehrt, trotz aller K\u00e4mpfe, Krankheiten und Anschl\u00e4ge auf sein Leben. Er glaubte, dass Gott ihm Schutz gew\u00e4hrt hatte, weswegen er starr darauf beharrte, auf dem richtigen Weg zu sein. \u201eIch schaffe das\u201c, pflegte er zu sagen und irgendwie gelang ihm das sogar, allerdings weniger mit Gewogenheit als mit Gewalt. Widzelt hatte viele Menschen get\u00f6tet \u2013 im Krieg, das war sozusagen Selbsterhaltung, aber er hatte auch etlichen aus der Bredoullie geholfen. Genauso wie bisher, w\u00fcrde sein Leben fortschreiten: Hilfe leisten oder&#8230; t\u00f6ten! Das hatte man ihn von Kindesbeinen an gelehrt. Ob als Richter, H\u00e4uptling oder Feldherr, ob er Vertr\u00e4ge abschloss oder seinem Grafen Fehdehilfe und Heeresfolge leistete, t\u00e4glich sah er, dass alles, was er tat, unter diesem einen Aspekt stand: Helfen&#8230; oder t\u00f6ten!<\/span><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><span style=\"color: #800080;\">Was aber hatte er bisher alles erreicht? Was hatte er wirklich und ehrlich mit saurem Schwei\u00df erworben? Hatte er Gutes erreicht? \u2013 Hatte er Anerkennung gewonnen? Ansehen? Sicher, denn man schaute zu ihm auf. Beim Heiligen Georg! Das tat man sowieso, weil er dem belangreichen Geschlecht der tom Brook entstammte. Es musste etwas anderes sein, etwas, das nicht mit Krieg und Bluttaten zu tun hatte, etwas, wof\u00fcr man ihm Dank schuldete&#8230; Dankbarkeit? Wer sollte ihm dankbar sein und wof\u00fcr? Vielleicht die Oda, weil er sie aus dem brennenden Kawen gerettet hatte? Aber warum sollte sie das? Geh\u00f6rte er doch zu jenen Kreuzlern, welche die Stadt zuvor angez\u00fcndet hatten.<\/span><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><span style=\"color: #800080;\">Die Geistlichkeit \u00e4u\u00dferte zu seinen Taten, dass er \u201cGro\u00dfes\u201c vollbracht habe, weil er daf\u00fcr gesorgt habe, dass Heiden zu Gott fanden, zu ihrem, zu seinem Gott&#8230; G\u00f6tter verehrten die Menschen davor auch, nur nicht seinen, den einen und einzigen Gott. Niemand hat je diesen Gott gesehen oder doch? Er wusste es nicht mehr. Widzelt wusste auch nicht mehr die Gr\u00fcnde, warum er das eine oder andere getan hatte. Jeder Mensch muss sich \u00fcberlegen, warum er bestimmte Dinge tut. Auch er. Aber er wusste es einfach nicht mehr. In seinem Kopf dominierte seit Ockos Tod nur noch sie&#8230; Foelke. Er wollte nur das Beste f\u00fcr sie. Sie aber wollte nichts von ihm wissen. Warum nicht? Er war doch ein sehr ansehnlicher Mann. Viele junge Frauen bekamen gl\u00e4nzende Augen und rote Apfelwangen, wenn er sie auch nur eines Blickes w\u00fcrdigte. Vielleicht war es nur zu fr\u00fch f\u00fcr Foelkedis? Vielleicht w\u00fcrde sie nach einer angemessenen Trauerzeit doch noch zu ihm finden? &#8230;&#8230;&#8230;<br \/>\n<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800080;\">Lehnrecht &#8211; Lehnpflicht<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><strong>Claes Heynenz,<\/strong> des Herzogs Herold, hatte eine Botschaft dabei, die Foelke und Widzelt n\u00f6tigten, sich zum Lehenvertrag zu \u00e4u\u00dfern. Widzelt las in Gegenwart der Abgesandten die holl\u00e4ndische Depesche mehrmals sehr aufmerksam durch. Die Nachricht lie\u00df freundlich aber unmissverst\u00e4ndlich anklingen, dass der Herzog umgehend eine positive Antwort erwartete. Pl\u00f6tzlich blickte Widzelt auf und fragte: \u201eDas verschafft mir die Ehre? Glaubt Seine Gnaden, weil Ritter Ocko tot ist, kann er sich unseres Landes bem\u00e4chtigen?&#8220;<br \/>\n\u201eH\u00e4tte der Graf damit Unrecht? Was glaubt Ihr? Seid Ihr nicht im Besitz eines Erblehens?&#8220; Heynenz l\u00e4chelte herausfordernd und die beiden Ritter schlugen leicht an ihr Schwert, als Widzelt schwieg.<br \/>\n\u201eEs gibt da M\u00f6glichkeiten&#8230;&#8220; sagte einer der Ritter angriffslustig.<br \/>\n\u201eMit Verlaub, Herr, wer seid Ihr, dass ihr es wagt, mir in meinem eigenen Hause zu drohen?\u201c Absurd und \u00fcberfl\u00fcssig diese Bemerkung. Widzelt h\u00e4tte sich am liebsten die Zunge abgebissen, war er doch schon mehrfach mit Ritter Adrian zusammengerasselt.<br \/>\n\u201eIch bin der, der Euch im Haag vom Pferd katapultiert hat. Leidet Ihr seither unter Ged\u00e4chtnisschwund, Herr? Das w\u00e4re bedauerlich.\u201c Ritter Adrian lachte beleidigend. \u201eAber nein, so was vergisst man gern, nicht wahr? Unterstreicht das doch eindrucksvoll und schmerzhaft unsere M\u00f6glichkeiten.\u201c \u201eM\u00f6glichkeiten! Die kenne ich, auch ohne Eure freche Drohung, Herr! Ich bin nicht der Erbe und auch nicht der Lehnstr\u00e4ger. Das wei\u00df auch der Herzog.&#8220;<br \/>\n\u201eDer Herzog will seine Flanke decken\u201c, antwortete Claes Heynenz verbindlich.<br \/>\n\u201e\u2026und gesichert wissen\u201c, f\u00fcgte Ritter Adrian hinzu.<br \/>\n\u201eAh ja! Nat\u00fcrlich! In stehe nicht in des Herzogs Diensten. Ist Euch das vielleicht entfallen?\u201c<br \/>\n\u201eIhr seid der Verweser, Herr.\u201c Ungeduld schwang in der Stimme von Claes Heynenz.<br \/>\n\u201eAch so, und deshalb braucht Seine Gnaden mich. Wenn ich dazu aber keine Lust versp\u00fcre? Ist ihm dann jedes Mittel recht, Herr?&#8220;<br \/>\n\u201eIch w\u00fcrde das nicht so ausdr\u00fccken wollen. Aber wisset, wenn der Fall eintreten sollte, dass Seine Gnaden sich gen\u00f6tigt sieht, Euch auf &#8218;den rechten Pfad&#8216; zur\u00fcckzuf\u00fchren, w\u00fcrden sich der Graf von Oldenburg und der Bischof von M\u00fcnster ebenfalls einmischen und sie w\u00fcrden Anspr\u00fcche geltend machen, die Euch gewi\u00df nicht genehm w\u00e4ren. Von Eurem gebeutelten Land w\u00fcrde kaum mehr bleiben als verbrannte Erde, Staub und Asche und Ruinen. Na ja, wohl auch noch der Sumpf.\u201c Der Ritter lachte provokant. \u201eGlaubt Ihr, dass Euch eine andere Wahl bleibt, als sich unter den Schutz der herzoglichen Hand zu stellen, Junker Widzelt?&#8220;<br \/>\n\u201eWir erbitten uns Bedenkzeit\u201c, fiel Foelke gewandt ein. \u201eGestattet, dass wir uns zuv\u00f6rderst mit unseren R\u00e4ten und den edlen H\u00e4uptern des Landes beraten, Ritter. Dies wird einige Zeit in Anspruch nehmen, f\u00fcrchte ich. Ich biete Euch Gastfreundschaft an, so Ihr bleiben wollt. Speis und Trank, gem\u00fctliche Unterkunft&#8230; Wie h\u00f6rt sich das an?\u201c<br \/>\n\u201eEure Gastfreundschaft nehme ich gern an. Und sie?\u201c er blickte auf seine Begleiter. Die zuckten mit den Schultern und redeten durcheinander. Da kam etwas heraus, was sich nach \u2019Dyken\u2019 anh\u00f6rte, jenen Dirnen, die auf dem Deich flanierten und den M\u00e4nnern ihre Dienste anboten. Bei Ankunft der herzoglichen Delegation waren die Frauen wohl nicht zimperlich gewesen. Die \u2019Dyken\u2019 verstanden es, M\u00e4nnern Appetit zu machen.<br \/>\n\u201eIhr m\u00f6chtet lieber in der Schnappe n\u00e4chtigen? Im Wirtshaus oder bei den Weibern auf dem Deich, die ihr Schmuckd\u00f6schen f\u00fcr Geld \u00f6ffnen?\u201c, fragte Widzelt provozierend.<br \/>\n\u201eVerdammt! Mein Tross wird ebenfalls hier wohnen\u201c, entschied Ritter Adrian in einem Ton, der keinen Widerspruch erlaubte.<br \/>\n\u201eJa, wir werden auch hier wohnen\u201c, antwortete einer der Begleiter devot und alle verneigten sich. Ritter Adrian grinste zustimmend: \u201eIm Gesindehaus, H\u00e4uptling&#8230; Herr H\u00e4uptling, Seine Gnaden erwartet Eure Antwort binnen Ablauf dieses Monats.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\">\u201eZu Diensten, Herr Ritter, stets zu Diensten\u201c, dienerte Widzelt \u00fcbertrieben und Foelke veranlasste einen Hausknecht, den G\u00e4sten &#8211; der Herold hatte ein halbes Dutzend Bewaffnete dabei &#8211; Unterkunft im Gesindehaus zuzuweisen, wie Ritter Adrian es gew\u00fcnscht hatte. Das kam dem Tro\u00df von Adrian anscheinend sogar entgegen, l\u00fcsterten die M\u00e4nner doch schon nach den &#8218;Dyken&#8216; vom Deichstrich. &#8230;&#8230;.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800080;\">Widzelts gro\u00dfe Liebe<\/span><\/h3>\n<address>\n<div id=\"attachment_4497\" style=\"width: 248px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Zigeunerin5persp.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4497\" class=\"wp-image-4497 size-medium\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Zigeunerin5persp-238x300.jpg\" alt=\"Zigeunerin5persp\" width=\"238\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Zigeunerin5persp-238x300.jpg 238w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Zigeunerin5persp-812x1024.jpg 812w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Zigeunerin5persp.jpg 1504w\" sizes=\"(max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4497\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #800080;\">Widzelts Badmaid 1966<br \/><\/span><\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><strong>Einige Tage<\/strong> nach dem \u201agro\u00dfen Rat\u2018 reisten die Gesandten des Herzogs mit Widzelts Entscheidung und der gesiegelten Urkunde im Mantelsack endlich ab. Widzelt hatte die H\u00f6flichkeit besessen, ihnen ein Gelage nach dem andern zu bieten. Die hatte Widzelt nat\u00fcrlich auch bestehen m\u00fcssen. Weidlich nutzten die Gesandten die g\u00fcnstige Gelegenheit, sich kostenlos zu betrinken. Dabei kam es weniger auf den guten Geschmack an als auf die Menge. Das musste \u201ehinhauen\u201c! Sie tranken aus Humpen und Ziegenschl\u00e4uchen, Genever, Wein und Bier, ganz gleich was, in freiherziger Wohllaune. Und stand der Pegel hoch genug, dann wanderten sie allesamt Arm in Arm hinunter zum Dirnenhaus auf dem Deichstrich. So verging ihnen die Zeit recht kurzweilig und Widzelt lieh ihnen das Geld dazu. Allerdings waren sie ihm die R\u00fcckzahlung bei der Abreise schuldig geblieben.<\/span><\/p>\n<\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">Gleich wie, der Junker hatte es furchtbar eilig, m\u00f6glichst rasch in die \u00f6ffentliche Badestube zu kommen.<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">Foelke lachte: \u201eDu willst wohl deine Badmaid treffen? Es ist Freitag, Widzelt. Da ist das Baden f\u00fcr einen guten Christenmenschen verboten.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eIch will nicht baden. Es war eine harte Woche. Ich will mich ausruhen und richtig verw\u00f6hnen lassen: ein Schwitzbad, eine Massage, sch\u00f6n rasieren und die Haare ein wenig stutzen.\u201c Er nestelte an seinem Haarband herum, ehe er fortfuhr: \u201eJa, und die F\u00fc\u00dfe pflegen, essen und trinken, knobeln&#8230;&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">Ihm fiel nichts mehr ein, was er ihr sage konnte und Foelke erg\u00e4nzte: \u201e&#8230;dich an der baren Baderin erg\u00f6tzen.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eSie ist nicht nackt, sie tr\u00e4gt stets ein Gewand.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">Der bucklige Ubbo watschelte hinzu: \u201eAber ein durchsichtiges. Das gef\u00e4llt ihm!&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eImmerzu musst du was mummeln mit deinem Hasengebiss!\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eIch hab\u2018s geseh\u2018n! Hab\u2018s geseh\u2018n!\u201c qu\u00e4kte Ubbo keck und schwupp hatte er sich eine Ohrfeige eingefangen.<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eHm, aber sie tr\u00e4gt ein Gewand. Das wei\u00df man doch: Willst Du einen Tag fr\u00f6hlich sein? Geh ins Bad hinein!&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">Foelke sch\u00fcttelte den Kopf. Was zieht die M\u00e4nner nur in dies schmuddelige Badhaus? Essen und trinken? Spielen? In unserem Bad ist es doch viel sch\u00f6ner und man ist ungest\u00f6rt! Aber nein, es sind die nackten Baderinnen!<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eWillst du ein Jahr fr\u00f6hlich sein? Nimm ein junges Weib&#8220;, giggerte Ubbo albern. \u201eKaplan Embeco sagt, der Junker sehnt sich danach, die Karre zu schieben.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eUbbo!&#8220; Widzelt langte ihm eine und Ubbo floh jaulend nach drau\u00dfen.<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eEr hat Recht, Widzelt. &#8211; Was ist mit deiner Oda? Willst du, dass Oda vors Sendgericht geladen wird? Ich w\u00fcnsche, dass du das umgehend regelst, sonst musst du tats\u00e4chlich eines Tages die Oda in der Schubkarre durch die Gassen fahren und die Leute lachen dich aus und bewerfen euch mit Unrat!&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eMich? Das glaubst du selber nicht! Ich bin der Herr hier! Mastino Visconti hat mindestens zehn illegitime Kinder und musste niemals&#8230;&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eJa, und wir sind hier in Ostfriesland und nicht im s\u00fcndigen Babylon und der Bischof ist m\u00e4chtiger als du.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eDas sollte ein Witz sein, Foelkedis.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eJa, ein Witz. Du versteckst dich immer hinter Witzen. Nimm dich ihrer an, es ist &#8230; ich sp\u00fcre es &#8230;&#8220; Infolge der eigenen Schwangerschaft befand Foelke sich in weicher, barmherziger Stimmung, ihr kamen die Tr\u00e4nen angesichts des Ungl\u00fccks von Oda, aber Widzelt bemerkte das nicht. Z\u00e4rtlich lie\u00df sie ihre H\u00e4nde \u00fcber den gew\u00f6lbten Leib gleiten.<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eWas denn?&#8220; fragte er ungehalten. \u201eDu meinst doch nicht, dass ich sie heiraten soll?&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eWarum nicht? Man sagt, du h\u00e4ttest zur Walpurgisnacht eine Linde f\u00fcr sie gepflanzt. Die Linde ist ein heiliger Baum, wei\u00dft du das denn nicht?\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eDoch.\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eUnd du wei\u00dft auch, dass sie mit ihren herzf\u00f6rmigen Bl\u00e4ttern Freija, der Liebesg\u00f6ttin, der H\u00fcterin des Feuers und des Friedens zugeordnet wird?\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eJa.\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eUnd du wei\u00dft auch, dass die Linde wohl 1000 Jahre alt wird? Dass die Linde der Liebesbaum ist? &#8211; Da man der Linde nachsagt, als Baum Freijas die Wahrheit ans Licht zu bringen, h\u00e4lt man noch heute unter ihr Gerichts- und Thingversammlungen ab.\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eIch wei\u00df, Foelke. Ich wei\u00df das alles. Die Linde ist aber auch der Schutzbaum vor b\u00f6sen Geistern.\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eB\u00f6sen Geistern! Der Liebe meinst du? Der Schutzbaum der Liebe?\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eVielleicht.\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eMan sagt, sie sei sehr sch\u00f6n&#8230;&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eWahrlich, das ist sie! Kirschrote Lippen, Augen wie zwei Sterne so sch\u00f6n, Haare so weich wie Seide &#8211; nein noch weicher\u2026 Aber ich kann&#8217;s nicht. Sie ist ungeb\u00e4ndigt und widerspenstig und m\u00fcsste erst von mir erzogen werden, um Demut und Gehorsam zu lernen.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eDann tu&#8217;s oder liebst du sie nicht?&#8220; Fragend schauten ihre gr\u00fcnen Augen ihn an.<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eAch Foelkedis, Liebe&#8230; Was ist das? Frag mich nicht, ob ich sie liebe. Ich mag sie und sie mag mich und wir haben\u2026 uns vereint. Aber Liebe? Das liegt im Auge des Betrachters. Ich werde sie keinesfalls heiraten!&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eWie das?&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eDu gibst keine Ruhe, was?&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eWenn du keine von der Kirche anerkannte Muntehe willst, so schlie\u00dfe eine Friedelehe.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eEine Liebesehe! Was soll das? Da \u00e4ndert sich doch nichts. Die Kirche hat die Friedelehe zum Konkubinat erkl\u00e4rt.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eDas macht doch nichts, wenn du sie liebst. Wenn Oda nachtr\u00e4glich den Brautschatz leistet, kannst du eure Ehe zur Muntehe erkl\u00e4ren lassen.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eBrautschatz! Wovon redest du? Gib dir keine M\u00fche. Ich liebe sie gar nicht und heiraten werde ich sie noch weniger! Sie ist mir nicht ebenb\u00fcrtig, Foelke.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\"><em>Nicht ebenb\u00fcrtig? Ist Widzelt nicht ein Bastard?<\/em> dachte Foelke, sagte aber, dass die Ehe zur linken Hand von der Kirche anerkannt werde: \u201eNur f\u00fcr deine Oda und eure Kinder gibt es den Nachteil, dass sie dir gegen\u00fcber nicht erbberechtigt sind. Aber durch reichliche Schenkungen zu deinen Lebzeiten kannst du ihre Zukunft sichern.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">Widzelt lief rot an und b\u00f6lkte: \u201eAlso gut, du glaubst es nicht. Das wird dir nicht gefallen. H\u00f6re gut zu: Oda ist alles andere als standesgem\u00e4\u00df. Sie ist eine, eine, eine\u2026&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eJa, was denn?\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">Er konnte es nicht aussprechen. \u201eAch lass!\u201c winkte er ab. Aber Foelke wollte es nun wirklich wissen. \u201eSie ist doch eine Heidin, oder?\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eNein, sie ist getauft.\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eJa was denn? Was ist sie denn? &#8211; Eine Hure?\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eNein, sie ist keine Hure! Sie ist eine Leibeigene! So, jetzt wei\u00dft du es.\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">Foelke sah sich erschrocken um und fl\u00fcsterte best\u00fcrzt: \u201eNicht so laut, Widzelt. Das Gesinde! &#8211; Was sagst du da? Das ist nicht wahr!&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eDu hast es geh\u00f6rt. Was ich gesagt habe, habe ich gesagt.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eDu l\u00e4sst dich mit einer Leibeigenen ein? Du? Der Verweser? Bist du noch ganz bei Trost? Wei\u00dft du denn nicht, wie gef\u00e4hrlich das ist? Widzelt! Wenn das so ist&#8230; Nein, dann kannst du sie nicht heiraten, denn du w\u00fcrdest all deine Rechte verlieren und ich w\u00fcrde dich auch verlieren&#8220;, sagte Foelke traurig und sie musste daran denken, dass Folkmar Allena ihr einmal anempfohlen hatte, sein Kebsweib zu werden. Kebsweib! Welch unerh\u00f6rte Beleidigung! Ein Kebsweib, das konnte Oda werden, denn Kebsweiber wurden Frauen, die aus dem Stande der Leibeigenschaft kamen. Der freie Mann nahm sie als Nebenfrau, ohne ihr allerdings irgendwelche Anspr\u00fcche oder Rechte zu \u00fcberlassen. Dieses M\u00e4dchen, diese Oda, sie konnte Widzelts Kebsweib werden, wenn er es so wollte, obgleich auch das mit klerikalen Schwierigkeiten verbunden sein w\u00fcrde. \u201eWem geh\u00f6rt sie denn? Kannst du sie nicht freikaufen?&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eDem Orden.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eWelchem Orden? Sicher kann meine Schwester Hebe etwas f\u00fcr sie tun.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eFoelke, sie kommt aus Kawen (heute: \u201eKowno\u201c). Ich habe sie als Beute dem Deutschritterorden \u00fcberlassen. Kniprode wollte sie mir schenken, aber er hat es wohl vergessen und sie einem anderen Orden gegeben und der wird sie nicht freigeben.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eAber warum nicht?&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eWei\u00dft du denn das nicht? Leibeigene l\u00e4sst man ungern frei, Foelke.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eWidzelt, werd\u2018 nicht frech. &#8211; Leibeigene! Das wei\u00df hier doch keiner! &#8211; Biete Geld, eine gr\u00f6\u00dfere Summe wirkt oft Wunder!&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eGlaub mir, sie wollen es nicht.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eAha, du hast es schon versucht? &#8211; Du k\u00f6nntest sie vielleicht&#8230;, ich meine, es w\u00e4re doch m\u00f6glich\u2026\u201c<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eJa, was denn?\u201c Ungeduld sprang Foelke entgegen.<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201e\u2026 als Kebsweib nehmen.&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eKebse! Dann w\u00e4re sie meine Sklavin! Ich will keine Sklavin als Weib!&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eWidzelt, mach die Augen auf! Es ist ein Kebsverh\u00e4ltnis, was du hast. Und wenn sie ein Kind hat von deinem, von Ockos Blut&#8230; Du kannst verhindern, dass man ihr etwas antut. Alles andere ist nebens\u00e4chlich, denn die Unschuld der Kinder vermag die gr\u00f6\u00dften Wunder zu vollbringen&#8230;&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eWunder! Ja, das &#8218;Wunder\u2018 der Bu\u00dfe, dass man Oda an den Pranger stellt und blutig peitscht&#8230;&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eAber du kannst als Vater von &#8230;&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eNichts kann ich. F\u00fcr jeden Stand gilt der Rechtssatz, dass das gemeinsame Kind bei einer st\u00e4ndisch gemischten Ehe immer der \u00e4rgeren Hand folgen soll, also dem rechtlich schlechter gestellten Eheteil. Kebskinder sind nicht erbberechtigt. Glaubst du, ich w\u00fcrde dar\u00fcber nicht nachdenken?&#8220;<\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eAls Vater k\u00f6nntest du zumindest die rechtliche Stellung deines Kindes verbessern und es k\u00f6nnte bei uns aufwachsen. &#8211; Was ist es denn, Widzelt, was dich zu ihr hinzieht, wenn nicht Liebe? Nur fleischliche Lust?&#8220; <\/span><\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u201eIm Bruch ist Brunftzeit der Hirsche&#8220;, scherzte Widzelt verschmitzt&#8230;.<\/span><\/address>\n<address>\n<div id=\"attachment_4292\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Rehe-nach-Marc3.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4292\" class=\"wp-image-4292 size-medium\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Rehe-nach-Marc3-225x300.jpg\" alt=\"Rehe nach Marc3\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Rehe-nach-Marc3-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Rehe-nach-Marc3-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Rehe-nach-Marc3.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4292\" class=\"wp-caption-text\">Rehe nach F. Marc &#8211; 1974<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_4340\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Wald-mod.-Aquarell1.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4340\" class=\"wp-image-4340 size-medium\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Wald-mod.-Aquarell1-225x300.jpg\" alt=\"Wald mod. Aquarell1\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Wald-mod.-Aquarell1-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Wald-mod.-Aquarell1-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Wald-mod.-Aquarell1.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4340\" class=\"wp-caption-text\">Aquarell: Waldhaus\u00a0 1960<\/p><\/div>\n<\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<address><span style=\"color: #800080;\">\u00a0<\/span><\/address>\n<address>\n<hr \/>\n<\/address>\n<address>\n<div id=\"attachment_3171\" style=\"width: 172px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda.png\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3171\" class=\"wp-image-3171\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-243x300.png\" alt=\"AutogrammkarteGunda\" width=\"162\" height=\"201\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-243x300.png 243w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-830x1024.png 830w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda.png 934w\" sizes=\"(max-width: 162px) 100vw, 162px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3171\" class=\"wp-caption-text\">Gunda von Dehn<\/p><\/div>\n<h3><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #800080;\">\u00a0<\/span><\/span><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #800080;\">Hinweis zum Downloaden:<br \/>\n<\/span><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #800080;\">&#8222;Chroniken der tom Brook&#8220; &#8211; Band I <\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #800080;\">Band II &#8222;Chroniken der tom Brook<\/span> &#8211; <span style=\"color: #800080;\">Der Ritter&#8220;<br \/>\n<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #800000;\">als E-Book erh\u00e4ltlich: Band I &#8211; IV<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #800000;\">Band II <span style=\"color: #000000;\">&#8222;<\/span><span style=\"color: #800080;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"color: #000000;\">Chroniken<\/span> <span style=\"color: #000000;\">der<\/span> <span style=\"color: #000000;\">tom<\/span> <span style=\"color: #000000;\">Brook<\/span><\/span><\/span> &#8211; <span style=\"color: #000000;\">Der<\/span> <span style=\"color: #000000;\">Ritter<\/span>&#8222;:<\/span> <a class=\"moz-txt-link-freetext\" style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/store.kobobooks.com\/de-DE\/ebook\/chroniken-der-tom-brook-1\">http:\/\/store.kobobooks.com\/de-DE\/ebook\/chroniken-der-tom-brook-1<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><span style=\"color: #ff0000;\">Band III: &#8222;Chroniken der tom Brook -Piraten&#8220; jetzt neu zum Downloaden bei Hugendubel<\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<div id=\"attachment_4478\" style=\"width: 228px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/S.J.-Meyer-Abich.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4478\" class=\"wp-image-4478 \" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/S.J.-Meyer-Abich-225x300.jpg\" alt=\"S.J. Meyer-Abich\" width=\"218\" height=\"291\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/S.J.-Meyer-Abich-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/S.J.-Meyer-Abich-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/S.J.-Meyer-Abich.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 218px) 100vw, 218px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4478\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Bedefahrt nach Santiago de Compostela&#8220; S.-J.-Meyer-Abich. &#8211; Mein Dank gilt Herrn Prof. Dr. Meyer-Abich f\u00fcr die leihweise \u00dcberlassung eines Fotos von seiner Mutter aus dem Familienalbum &#8211; \u00d6lportrait 2011<\/p><\/div>\n<p>Ich m\u00f6chte nicht unerw\u00e4hnt lassen, dass bereits die Heimatdichterin Siever Johanna Meyer-Abich (09. 08.1895 +18.03.1981) das Thema der Familie tom Brok in Angriff genommen und lit. bearbeitet hat. Das ist nicht verwunderlich, weil sie eben dort geboren wurde, n\u00e4mlich in Oldeborg &#8222;auf der hogen L\u00fccht&#8220;, dort wo einst die Burg der tom Brok gestanden hat. Sie war eine Tochter von Jann Berghaus, dem Erneuerer der Ostfriesischen Landschaft. Ihre Kindheit in dem verschlafenen Oldeborg im Brookmerland, jenem Ort, wo einst das Zentrum der Macht in Ostfriesland gelegen hat, hat das Werk der\u00a0 Heimatdichterin entscheidend gepr\u00e4gt. Ihr Roman &#8222;Foelke Kampana&#8220; befa\u00dft sich \u00fcberwiegend mit der Familie tom Brok im Zeitraum zwischen 1358 und 1435. Frau Meyer-Abichs Titelfigur ist in Ostfriesland unter dem Namen &#8222;Quade Foelke&#8220; bekannt. Sie war die Gemahlin des H\u00e4uptlings Ocko tom Brok. &#8211;\u00a0 Die Liebe zur Familie und zur Natur durchzieht geradezu aus dem Rahmen tretend Frau Meyer-Abichs Werk. Unverkennbar hat die Dichterin sich stark selbst eingebracht, so da\u00df der Leser deutlich die Bewegung ihrer Seele erf\u00e4hrt, Trauer und Melancholie gleicherma\u00dfen wie Gl\u00fcck und Freude.<\/p>\n<\/address>\n<address>\n<blockquote><p>Als ich meine Version der Ostfriesischen Geschichte niederschrieb, was mich \u00fcber etliche Jahre besch\u00e4ftigte, da ich sehr viele andere Verpflichtungen hatte, war mir die Existenz des Romanes &#8222;Foelke Kampana&#8220; noch unbekannt. Somit ist eine Tetralogie aus meiner Feder entstanden, die lediglich geschichtliche Daten gemein hat mit der Version von S.-J. Meyer-Abich. Wer also &#8222;Foelke Kampana&#8220; bereits gelesen hat, wird einige \u00dcberraschungen in den &#8222;Chroniken der tom Brook&#8220; erleben!<\/p><\/blockquote>\n<hr \/>\n<p>Bilder: Gunda von Dehn<\/p>\n<p>letzte \u00c4nderung 05.10.2023<\/p>\n<\/address>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a9 &#8211; Gunda von Dehn\u00a0 &#8222;Die K\u00f6nigin&#8230;&#8220; &#8211; aus meinem Musical &#8222;Die Schuhe der Prinzessin&#8220; \u00a0&#8222;Chroniken der tom Brook\u00a0 &#8211; Piraten&#8220; &#8211; Band III Konzert des Lebens Pflichten einer H\u00e4uptlingsfrau Im Osten d\u00e4mmerte es leicht, schon bald w\u00fcrde die Sonne aufgehen. Die Burgherrin nahm gedankenverloren ihr \u201eDodenlaken\u201c aus der Truhe, \u00fcberpr\u00fcfte die N\u00e4hte, faltete es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":21,"menu_order":3,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"side-navigation.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3243","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3243","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3243"}],"version-history":[{"count":93,"href":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3243\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6910,"href":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3243\/revisions\/6910"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/21"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3243"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}