{"id":1326,"date":"2014-08-27T20:01:27","date_gmt":"2014-08-27T18:01:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/?page_id=1326"},"modified":"2023-10-05T22:10:49","modified_gmt":"2023-10-05T20:10:49","slug":"foelke-kampana","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/die-tom-brok\/foelke-kampana\/","title":{"rendered":"Foelke Kampana (von Strackholt?)"},"content":{"rendered":"<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1326-1\" autoplay preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/26_Gotrunlied-ohne-text-fu\u0308r-cpr.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/26_Gotrunlied-ohne-text-fu\u0308r-cpr.mp3\">http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/26_Gotrunlied-ohne-text-fu\u0308r-cpr.mp3<\/a><\/audio>\n<h5 style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>\u00a0\u00a9 &#8211; Gunda v. Dehn &#8211; Gotrunlied-Sequenz aus meinem Musical &#8222;Die Schuhe der Prinzessin&#8220;<\/strong> <\/span><\/h5>\n<address style=\"text-align: right;\">\u00a0<\/address>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800000;\">Foelke Kampana<\/span><\/h2>\n<p>Vorausgeschickt: Der Name &#8222;Foelke&#8220; wird gesprochen wie &#8222;Foolke&#8220;, also <strong>kein<\/strong> &#8222;\u00f6&#8220;. Folke ist an sich ein skandinavischer Name. M\u00f6glicherweise l\u00e4\u00dft der Name &#8222;Foelke&#8220; die Annahme zu, dass eine Herkunft aus der\u00a0 Dynastie der Folkunger vorliegt, die \u00fcber sehr lange Zeit die Macht in Friesland inne hatten. Die<strong> &#8218;Folkunger&#8216;<\/strong> regierten in <strong>Schweden<\/strong> <strong>1250<\/strong>&#8211;<strong>1363. <\/strong>Das k\u00f6nnte die 3 Kronen im Wappen von Foelkes Gemahl, Ritter Ocko I., erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Ob <strong><span style=\"color: #800000;\">Foelke, <\/span><\/strong>die Mutter von Keno II.,\u00a0 b\u00f6ser gewesen ist als andere Frauen? Wenn behauptet wird, sie habe ihre beiden Neffen <span style=\"color: #800000;\">Ayelt Allena von Faldern<\/span> (Sohn von Haro Allena, dem Bruder von Folkmar Allena) und <span style=\"color: #800000;\">Ayelt von Groothusen<\/span> verhungern lassen, so ist das sicher eine Erfindung. Die beiden Ayelte waren etliches an Jahren \u00e4lter als Foelkes Sohn <span style=\"color: #800000;\"><strong>Keno<\/strong><\/span>, der derzeit wohl ins drei\u00dfigste Lebensjahr eintrat.\u00a0Die verb\u00fcndeten Rebellen wollten zusammen die erneut aufgebaute und von Kenos Mannen besetzte Burg von <span style=\"color: #800000;\">Osterhusen<\/span> erobern. Es gelang Kenos Mannen, die Invasoren abzuwehren.\u00a0 Das Ende des Ringens mit <span style=\"color: #800000;\">Ayelt Allena von Faldern <span style=\"color: #000000;\">und<\/span> Ayelt von Groothusen<\/span> markierte <span style=\"color: #800000;\">Kenos<\/span> Sieg \u00fcber sie. Keno schickte seiner Mutter die beiden Vettern, berichtet der Chronist. Wie der Angriff gezeigt hatte, verrieten seine Vettern ihren Herrn und standen nicht zu ihrem geleisteten Treueeid. <span style=\"color: #800000;\">Verrat<\/span> der eigenen Anverwandten! <span style=\"color: #800000;\">Ungehorsam, Treuebruch <span style=\"color: #000000;\">und<\/span> Verschw\u00f6rung <span style=\"color: #000000;\">sowie<\/span> Angriff auf den H\u00e4uptling<\/span> und <span style=\"color: #800000;\">Zusammenschluss mit Piraten<\/span>, auf diese Vergehen stand definitiv der <strong>Tod<\/strong>. Vermutlich wurden sie deshalb nach Aurich geschickt, zum Gerichtsstand. Deshalb lautete der Richterspruch auf \u201eschuldig\u201c. Keno mu\u00dfte tun, was n\u00f6tig war, dazu verpflichtete ihn sein Vertrag mit der Hanse. Sie waren Rebellen und Heger der Piraten. Darauf stand der Tod durch den Henker. <span style=\"color: #800000;\">Keno<\/span> geriet praktisch zum langen Arm und Vollstrecker der <span style=\"color: #800000;\">Hanse<\/span>. Genauso wollten es die Hansen schon von Anbeginn ihrer Drohungen gegen die H\u00e4uptlinge haben.<\/p>\n<p>Ich spekuliere einmal. Wie k\u00f6nnte der Fortgang dieser Episode vonstatten gegangen sein?<\/p>\n<p>Vielleicht kamen Ger\u00fcchte auf, war es doch auf jedem \u00f6ffentlichen Platz verk\u00fcndet worden: Tod durch das Richtschwert f\u00fcr Ayelt Beninga von Groothusen und Ayelt Allena von Faldern. Foelkes Vettern des Todes! Aber von Urteilsvollstreckungen wurde nichts bekannt. Trotzdem, die beiden hochgeborenen Ayelte mussten es sein, die da auf dem Eselskarren nach Ihlow gebracht wurden, spekulierte man. Bestattungen in Ihlow &#8211; das war einzig etwas f\u00fcr besonders angesehene und privilegierte Menschen!<\/p>\n<p>Nun trug der Abt Ailward die B\u00fcrde der Verantwortung f\u00fcr die Seelen dieser beiden toten Menschen. Gleichg\u00fcltig, ob Freund oder Feind der tom Brook, Ayelt Beninga von Groothusen und Ayelt Allena von Faldern geh\u00f6rten als Verwandte der Patrone des Klosters zu den Sippen der privilegierten Schutzherren. Als solche kam ihnen eine ehrenhafte letzte Ruhest\u00e4tte und standesgem\u00e4\u00dfe Bestattung zu. Au\u00dferhalb der Kirche, am Chor, im Lichte der aufgehenden Morgensonne erhielten beide ihre letzte Ruhest\u00e4tte.<\/p>\n<p>Auf jedes Grab aber lie\u00df der Abt nach uraltem Ritual einen \u201e<span style=\"color: #000080;\"><strong>blauen Stein<\/strong><\/span>\u201c aus Schiefer legen. Dieser Stein bekundete die G\u00fcltigkeit des richterlichen Todesurteils. Der \u201eblaue Stein\u201c zeigte an, dass die Verstorbenen den Tod nach Recht und Gesetz erlitten hatten, denn gem\u00e4\u00df Sitte und Brauch wurden zum Tode verurteilte S\u00fcnder vor der Hinrichtung drei Mal gegen einen Stein im Schandpfahl geschlagen. W\u00e4hrenddessen trug der Henker seinen Spruch vor: \u201eIch sto\u00dfe dich an den blauen Stein, du kehrst Vater und Mutter nicht mehr heim.\u201c Dieses \u201eBleuen\u201c, also \u201eSchlagen\u201c, l\u00e4utete f\u00f6rmlich die Hinrichtung ein. M\u00f6glicherweise sind beide <span style=\"color: #800000;\">Ayelte<\/span> an erlittenen Kriegsverletzungen verstorben, bevor der Scharfrichter seine Arbeit tun konnte. Skelettfunde beim Kloster Ihlow lassen das vermuten. Durch vorzeitigen Tod konnte dieses Ritual des &#8222;Bleuens&#8220; nicht durchgef\u00fchrt werden. Mit dem symbolischen Akt der Niederlegung des \u201e<span style=\"color: #000080;\">blauen Steins<\/span>\u201c auf den Gr\u00e4bern war der Gewohnheit dennoch Gen\u00fcge getan. &#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">ahd<\/span>. <em>bliuwan<\/em> \/ <span style=\"text-decoration: underline;\">mhd.<\/span> <em>bliuwen<\/em>, d.h. \u201ebleuen\u201c (wie in &#8222;einbleuen&#8220;, &#8222;verbleuen&#8220; oder <em>auch in &#8222;Pleuel&#8220;), also \u201eschlagen\u201c ab; &#8222;<\/em>enen blauen stenen&#8220;\u00a0 = &#8222;einen blauen Stein&#8220; auf das Grab legen (siehe S.216 &#8222;Kloster Ihlow&#8220;, Ostfrs.Landschaft, Aurich) Die Bezeichnung &#8222;einbleuen&#8220; benutzen wir heute noch. Damit sind jedoch keine Pr\u00fcgel gemeint, sondern das &#8222;Bleuen&#8220; nach dem Motto: \u201eIch sto\u00dfe dich an den blauen Stein.\u201c Das bedeutet: &#8222;dass wirst du niemals vergessen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Jedoch hatten die beiden Rebellen eine m\u00e4chtige Sippschaft hinter sich, die nach Vergeltung lechzte. <span style=\"color: #993300;\">Blut<\/span> <span style=\"color: #993300;\">f\u00fcr<\/span> <span style=\"color: #993300;\">Blut<\/span><span style=\"color: #800000;\">!<\/span> &#8211; <span style=\"color: #993300;\"><strong>Keno<\/strong><\/span> blieb zwar der m\u00e4chtige Herr, aber ein neues Kreuz lie\u00df nicht lange auf sich warten. <span style=\"color: #993300;\">Hisko Abdena<\/span> wollte ihm die Macht entrei\u00dfen. Ohne Verz\u00f6gerung hatte er zusammen mit den Familien der verblichenen H\u00e4uptlinge seinen jungen Rivalen wegen Mordes in Tateinheit mit einer besonderen Schwere und Verwerflichkeit der Tat verklagt, weil die Ermordeten Anverwandte gewesen waren. In dieser Zeit des Chaos mit drei P\u00e4psten und einem K\u00f6nig an der Spitze, dem immer noch die Kaiserkrone fehlte, versprach <span style=\"color: #993300;\">Hisko Abdena<\/span> sich unter Handreichung von Bischof und K\u00f6nig den kompletten Sieg \u00fcber <span style=\"color: #993300;\">Keno II<\/span>.<\/p>\n<p>Bei derartigen Anklagen konnte man den Ausgang niemals voraussagen. Immer beinhalteten sie unw\u00e4gbare Gefahren in sich. Schon manch Unschuldiger war an den \u201eGottesproben\u201c zu Grunde gegangen. &#8211; Es folgte der <span style=\"color: #800000;\"><strong>Bann<\/strong><\/span> f\u00fcr <strong><span style=\"color: #800000;\">Keno<\/span><\/strong>. &#8211; Ihm wuchsen die Probleme allm\u00e4hlich \u00fcber den Kopf. Doch am Ende konnte er sich Respekt und Ansehen verschaffen und wurde des Bannes entledigt.<\/p>\n<p>Noch eine spektakul\u00e4re Ma\u00dfnahme erfolgte mit der <span style=\"color: #800000;\"><strong>Hinrichtung <\/strong>von<strong> L\u00fctet <\/strong>und<strong> Hero Attena<\/strong>.<\/span> Auch dies geschah infolge der verbotenen Aufnahme von Piraten. Daf\u00fcr verh\u00e4ngte Foelkes Sohn <span style=\"color: #800000;\">Keno II.<\/span> \u00fcber die Misset\u00e4ter die Todesstrafe, was der Gesetzgebung entsprach. Aber: <span style=\"text-decoration: underline;\">L\u00fctet und Hero Attena hatten zuvor Kenos Schwester Ocka wegen angeblichen Ehebruchs hinrichten lassen.<\/span> Es ist anzunehmen, dass dieses bei dem ergangenen Todesurteil eine nicht unerhebliche Rolle spielte.<\/p>\n<p>Welcher Hass hatte sich aufgebaut, Hass, der nur durch Vernichtung des Feindes gestillt werden konnte!<\/p>\n<h4><span style=\"color: #800000;\">Hier soll die theoretisch m\u00f6gliche Abstammung der Gemahlin von Ritter Ocko tom Brok kurz beleuchtet werden:<\/span><\/h4>\n<div id=\"attachment_2501\" style=\"width: 110px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Foelke-Kampana-Kopie-e1411679942479.png\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2501\" class=\"wp-image-2501 size-full\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Foelke-Kampana-Kopie-e1411679942479.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"230\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2501\" class=\"wp-caption-text\">Foelke Kampana, Statue in Dornum<\/p><\/div>\n<p>Sie wird auch als &#8222;Foelke von Strackholt und Hinte&#8220; bezeichnet. Ob damit Strackholt bei Spetzerfehn (Landkreis Aurich) gemeint ist, scheint eher unwahrscheinlich, zumal der Ort damals als \u201eStrekholt\u201c bezeichnet wurde. M\u00f6glicherweise war es ein im Dollart untergegangenes Dorf oder sogar ein Dorf im Rheider- oder Groningerland. Strackholt ist als Herkunftsort lt. Dr. Hajo van Lengen (Ostfrs. Landschaft)\u00a0 auszuschlie\u00dfen. Eine M\u00f6glichkeit, die mir denkbar erscheint, ist eine Abstammung aus dem Familienverband der &#8222;Stecke Holdt&#8220; bzw. &#8222;von Holte&#8220; oder &#8222;zu Holte&#8220; pp. Es gibt diverse Schreibweisen des Namens.<\/p>\n<div style=\"text-align: left;\">Die Familie &#8222;Holte&#8220; war \u00e4u\u00dferst einflu\u00dfreich und m\u00e4chtig! Eine verwandtschaftliche Beziehung dorthin war f\u00fcr die f\u00fchrenden H\u00e4uptlinge von allergr\u00f6\u00dfter Bedeutung und nicht zu untersch\u00e4tzendem Vorteil und, auch das ist von Belang, auch Bisch\u00f6fe besa\u00dfen h\u00e4ufig Familie, d.h. Frau(en) und Kinder.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Foelke k\u00f6nnte eine Schwester des <strong>Johann Stecke zu Holten,<\/strong> gewesen sein, erw\u00e4hnt 1376-1409;<strong> Kleverscher Statthalter der Mark. <\/strong><\/div>\n<div style=\"text-align: left;\">Da Foelkes Schwester Hebe <span style=\"text-decoration: underline;\">\u00c4btissin<\/span> wurde, liegt es nahe, dass Ockos Gemahlin diesem Geschlecht entstammten. Eine &#8222;namenlose&#8220; Frau konnte nicht zur \u00c4btissin aufsteigen. Das bedurfte eines sehr m\u00e4chtigen und pekuni\u00e4r sehr gut gestellten famili\u00e4ren Hintergrundes. Ein Kloster gr\u00fcnden zu d\u00fcrfen, das ist etwas so Gro\u00dfartiges, dass es kaum sein kann, dass ein &#8222;einfacher Ritter&#8220; aus Brookmerland dazu die p\u00e4pstliche Genehmigung erhielt. Aber diese Begebenheit ist urkundlich nachweisbar und also war Ritter Ocko eben auch kein &#8222;kleiner, namenloser Ritter&#8220;.\u00a0 &#8211; Foelke ist auf jeden Fall ihrem Gemahl, Ritter Ocko tom Brok, ebenb\u00fcrtig gewesen. Auch aus diesem Grunde kommt eine Verwandtschaft zum Hause &#8222;Holte\u201c in Betracht. Dieses Haus stellte u.a. Bisch\u00f6fe von M\u00fcnster. Ihr Wappen ist u. a. eine f\u00fcnfbl\u00e4ttrige Rose. Eine solche erscheint auch auf Ritter Ockos M\u00fcnzen. Da h\u00e4ufig Attribute der Ehefrau\u00a0 dem Familienwappen hinzugef\u00fcgt wurden, ist es denkbar, dass ein verwandtschaftliches Verh\u00e4ltnis des Hauses &#8222;Holte\u201c zu den tom Broek bestand. &#8211; Die Fam. Holte war stark im Emsland vertreten und ist auch in Norden nachweisbar.<\/div>\n<div style=\"text-align: left;\">In diesem Zusammenhang ist darauf aufmerksam zu machen, dass es sich um einen Irrtum bzw. einen Lesefehler handelt, wenn Foelkes Herkunft mit &#8222;Hinte und <strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Strackholt<\/span>&#8222;<\/strong> bezeichnet wird.\u00a0 Damals wurde der heutige Ort &#8222;Strackholt&#8220; noch als &#8222;Strekholt&#8220; bezeichnet.\u00a0 Ich vermute eine Verwandtschaft mit dem Geschlecht &#8222;Holte&#8220; (Bisch\u00f6fe von M\u00fcnster, K\u00f6ln pp.). H\u00e4ufig tritt dort die Bezeichnung &#8222;Stecke&#8220; auf, was auf die Steckenburg verweist.<\/div>\n<address style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/address>\n<address style=\"text-align: justify;\"><strong>1415<\/strong> begegnet uns <strong>Johannes de Holte von Antwerpen<\/strong>, Handelsherr<strong>[3]<\/strong>. Ihm wurde sein Schiff von Piraten gekapert, anscheinend im Auftrag des englischen K\u00f6nigs.<\/address>\n<address style=\"text-align: justify;\"><strong>Borchard III. Stecke zu Holten<\/strong>, erw. 1395-1459, Herr von <strong>L\u00fcttekenhof<\/strong> (1435) und <strong>Steckenburg<\/strong><\/address>\n<address style=\"text-align: justify;\"><strong>Johann Stecke zu Holten, erw. 1376-1409, Kleverscher Statthalter der Mark<\/strong><\/address>\n<address style=\"text-align: justify;\"><strong>Burchard II. Stecke zu Holten<\/strong>, 1360 <strong>Freigraf von Recklinghausen<\/strong><\/address>\n<address style=\"text-align: justify;\"><strong>Wigbold von Holte<\/strong> war 1297 <strong>Erzbischof von K\u00f6ln<\/strong><\/address>\n<address style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>Wilhelm von Holte<\/strong><\/span>\u00a0 war ebenfalls\u00a0 <strong>Bischof von M\u00fcnster\u00a0<\/strong>1259<\/address>\n<address style=\"text-align: justify;\"><strong>Ludolf von Holte<\/strong> war <strong>Bischof von M\u00fcnster<\/strong> 1226-10.06.1247-1219-1224 wird Ludolf von Holte als m\u00fcnsterscher \u201eprepositus Frisie\u201c (Archidiakon) in 6 Bischofsurkunden erw\u00e4hnt. Die erste urkundliche Erw\u00e4hnung eines m\u00fcnsterschen Probstes von Friesland (sp\u00e4ter Archidiakon) stammt aus dem Jahre 1152.<\/address>\n<address style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/address>\n<p>Zuerst einmal die f\u00fcr mich interessanten Ahnen:<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>1097-1118<\/strong> <strong>Burkhard<\/strong><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\">\u00a0<\/span><strong><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\"> v<\/span><\/span>on Holte<\/strong>\u00a0Bischof von M\u00fcnster, <strong>ein Verwandter der Herren zur Lippe <\/strong><\/span><\/span>(auch genannt: Burchard der Rote)<\/p>\n<p>Schon Anfang 1098 wurde <span style=\"color: #800000;\"><strong>Burchard von Holte<\/strong><\/span> zum <strong><span style=\"color: #800000;\">Bischof von M\u00fcnster<\/span> <\/strong>[Bischof 1098-19.3.1118 +bei Konstantinopel] erhoben, <span style=\"color: #800000;\"><strong>Burchard<\/strong><\/span> geh\u00f6rte zu den engsten Ratgebern von Kaiser <span style=\"color: #800000;\"><strong>HEINRICH IV.<\/strong><\/span> bis zu dessen erzwungener Abdankung Ende 1105. Anfang 1106 trat <span style=\"color: #800000;\"><strong>Burchard der Rote <\/strong><\/span>auf die Seite<span style=\"color: #800000;\"> <strong>HEINRICHS V<\/strong> \u00fc<\/span>ber. Er geriet in die H\u00e4nde<span style=\"color: #800000;\"><strong> HEINRICHS IV.<\/strong><\/span>, der ihn gefangen nach L\u00fcttich f\u00fchrte. Vom sterbenden Kaiser empfing er hier Ring und Schwert, um sie dessen Sohn zu \u00fcbergeben. Von <span style=\"color: #800000;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">HEINRICH V.<\/span> <\/strong><\/span>wurde<span style=\"color: #800000;\">\u00a0<\/span><span style=\"text-decoration: underline; color: #0000ff;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Burchard von Holte<\/strong><\/span> zum <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Kanzler f\u00fcr Italien <\/strong><\/span><\/span>ernannt. Auf einer <strong>1118 <\/strong>in Kaiser Heinrichs V. Auftrag unternommenen Gesandtschaftsreise nach Konstantinopel fand er den Tod.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\">Durch <span style=\"text-decoration: underline; color: #0000ff;\"><strong>Burchard von Holte<\/strong><\/span>\u00a0finden wir eine relevante Verbindung nach Italien!<\/span> <\/span><span style=\"color: #800000;\">Da Ritter Ocko tom Brok im Dienste der K\u00f6nigin Johanna von Neapel gewesen ist, begr\u00fcndet dies allein\u00a0 m.E. schon eine umfassende Recherche zu dem Problem der Herkunft der &#8222;tom Brok&#8220; und ihre Verbindung nach Italien und zu den &#8222;Anjou&#8220;<\/span>.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\">Anmerkung:<\/span><\/span> Burchard von Holte<\/span> stand im \u00dcbrigen in hartem Gegensatz zu <span style=\"color: #800000;\">Graf Friedrich von Werl-Arnsberg<\/span>, dem letzten der alten Linie von Werl.\u00a0<strong><span style=\"color: #800000;\">Graf Friedrich von Werl-Arnsberg<\/span> <\/strong>und sein<strong> <span style=\"color: #800000;\">Bruder Heinrich<\/span> <\/strong>geh\u00f6rten 1114 zu jenen s\u00e4chsischen Adeligen, die sich gegen den Kaiser emp\u00f6rten und auf die Seite von Lothar von S\u00fcpplingenburg \u00fcberwechselten. In der Schlacht bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/J%C3%BClich\">J\u00fclich<\/a> trug er entscheidend zu Kaiser Heinrichs Niederlage bei.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\"><strong>1226\u20131247<\/strong> <strong>Ludolf von Holte\u00a0Bischof von M\u00fcnster.<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\">Ludolf von Holte<\/span> <\/strong><\/span>geh\u00f6rte gesichert den Osnabr\u00fccker &#8222;von Holte&#8220; an. Er war ein Sohn des <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\"><strong>Wilhelm I<\/strong>.<\/span><\/span>, der oft der Stammvater der Osnabr\u00fccker Dynasten genannt wird. Bereits vor seiner Ernennung zum Bischof war <span style=\"color: #800000;\">Ludolf von Holte<\/span> ab 1212 Kapitular (Mitglied der geistlichen K\u00f6rperschaft) an der Domkirche zu M\u00fcnster.<strong> Ludolf von Holte<\/strong> war von 1221 und 1223 <span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Probst von Friesland<\/strong><\/span>, von 1226 &#8211; 10.06.1247 <strong>Bischof von M\u00fcnster<\/strong>. Er war bestrebt, die seit dem ersten M\u00fcnsteraner Bischof Liudger (791 bis 26.03.809) mit M\u00fcnster verbundenen <span style=\"color: #0000ff;\">Friesengaue<\/span> st\u00e4rker unter die geistliche Gerichtsbarkeit zu zwingen. Die Friesen widersetzten sich mit Gewalt. 1227 begab sich Ludolf deshalb selbst nach Friesland und versch\u00e4rfte die Strafen bei Vergehen gegen die Geistlichkeit. Schon bald nach der Heimkehr Ludolfs erhoben sich die Friesen in noch gr\u00f6\u00dferem Umfang. &#8211; 1251 kommt es zum Kampf gegen den Dekan <span style=\"color: #800000;\"><strong>Liudward von Hinte<\/strong><\/span>, der unangemessene Machtanspr\u00fcche stellt.<\/p>\n<p>&#8211; Das politische Verhalten der Bisch\u00f6fe wurde \u00fcberwiegend durch famili\u00e4re Interessen bestimmt, nicht selten weihte ein Bischof seinen Verwandten zum Bischof. So begegnen uns stets dieselben adeligen (verwandten) Familien in hohen Kirchen\u00e4mtern (z. B.: 1236 war Heinrich v. Loen (1234 Propst in Zutphen) Domherr in M\u00fcnster, Verwandtschaft der \u201eHolte\u201c).<\/p>\n<p>In <strong>Wolbeck<\/strong> liess <span style=\"color: #800000;\">Ludolf von Holte<\/span> eine feste Burg errichten, die in ihren Ausma\u00dfen eher bescheiden, daf\u00fcr aber von ungew\u00f6hnlicher Bauweise war. Es handelte sich um einen achteckigen, sehr wuchtigen Wohnturm mit dicken Mauern und kleinen Fenster\u00f6ffnungen, der von einem Wassergraben umgeben war. \u00dcber eine Zugbr\u00fccke &#8211; sie f\u00fchrte ins erste Geschoss &#8211; konnte die Burg betreten werden. Wolbeck war damit, neben anderen Orten, zu einer Residenz des F\u00fcrstbischofs geworden, und zwar zu einer bevorzugten, denn die N\u00e4he zur Hauptstadt M\u00fcnster verschaffte der Landesburg an der Angel eine besondere Bedeutung. Die Burganlage derer von Holten ist durch einen F\u00f6rderverein mit gro\u00dfem Aufwand wieder hergestellt worden (im Grundri\u00df, z. T. mit Maueraufs\u00e4tzen) und kann besichtigt werden (bei Osnabr\u00fcck).<\/p>\n<blockquote><p><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Ludolf-von-Holte-11.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2260 size-large\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Ludolf-von-Holte-11-1024x529.jpg\" alt=\"Microsoft Word - Ludolf von Holte.docx\" width=\"669\" height=\"345\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Ludolf-von-Holte-11-300x155.jpg 300w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Ludolf-von-Holte-11-1024x529.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 669px) 100vw, 669px\" \/><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Weitere wichtige Personen waren Ludolfs Nachfolger: <span style=\"color: #800000;\"><strong>Otto II. zur Lippe\u00a0<\/strong><\/span> <strong>Bischof von M\u00fcnster 1247-21.06.1259 <\/strong>(Verwandter derer &#8222;von Holte&#8220;);\u00a0 <strong><span style=\"color: #800000;\">Wilhelm I<\/span> <span style=\"color: #800000;\">von Holte, Bischof von M\u00fcnster 1259-1260<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #800000;\">Wikbold I (Wigbold) von Holte Erzbischof von K\u00f6ln 1297-1304<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Dies sind selbstverst\u00e4ndlich nicht die einzigen potenten Familienmitglieder. Es bedarf noch mehrerer Untersuchungen, um eine hieb- und stichfeste Verbindung zu Foelke von Hinte nachweisen zu k\u00f6nnen. Ich befinde mich noch auf &#8222;d\u00fcnnem Eis&#8220;. Tatsache ist, dass die jeweilige Namensgebung der Nachkommen Familienbindungen aufzeigt. Oft ist die Eheschlie\u00dfung zwischen herrschenden Familien nicht auf eine einzige Ehe beschr\u00e4nkt, es kommen zumeist h\u00e4ufigere Eheschlie\u00dfungen unter bereits verwandten Familien vor. So gro\u00df war die Auswahl schlie\u00dflich nicht und man blieb unter sich. Dies war wichtig, um Macht zu erhalten bzw. zu gewinnen und Allianzen zu st\u00fctzen. Diese Heiratspolitik war auch im Reichsgesetz so manifestiert: Wollte man nicht aller Privilegien verlustig gehen, durfte man nicht &#8222;nach unten&#8220; heiraten. Der &#8222;Filz&#8220; ist Ostfriesland und anderswo war enorm!<\/p>\n<p>Schon <strong>1312<\/strong> wird ein <strong>Habbo<\/strong> zu Hinte als Richter und H\u00e4uptling erw\u00e4hnt.\u00a0 Zusammen mit Liurd Andsna zu Westerhusen, Wiard (Drost zu Emden), Sibrand zu Visquard, Folkert zu Twixlum setzen diese Richter die<strong> Willk\u00fcren <\/strong>(Gesetze) f\u00fcr das<strong> Amasgaland <\/strong>(Emsigerland) fest. <strong>Foelke<\/strong> kommt also aus einer m\u00e4chtigen Familie. Der Enkel des vorgenannten &#8222;Habbo zu Hinte&#8220; ist Foelkes Bruder <strong>Habbo von der Westerburg. <\/strong>Er wurde 1372 als H\u00e4uptling genannt. <strong>Habbo <\/strong>war \u00fcberdies<strong> Vizedekan <\/strong>von<strong> Hinte <\/strong>(Urkunde vom 2. Dez. 1379). Auch dies impliziert eine Verwandtschaft zu &#8222;Holte&#8220;. Er f\u00fchrte ein eigenes Siegel.<\/p>\n<p>Heute haben wir die Ortschaft Forlitz-Blaukirchen. <strong>Blaukirchen<\/strong> hie\u00df im 18. Jh. <strong>S\u00fcdwolde <\/strong>(Wolde=Sumpfgebiet). Um 1250 hie\u00df Forlitz m\u00f6glicherweise\u00a0 <strong>Godekakirl<\/strong> und Blaukirchen\u00a0<strong>Aldegundeswald<\/strong> (S\u00fchnevertrag vom 16.02.1250\/(51?) zwischen <strong>Bischof Otto II. von M\u00fcnster<\/strong><strong>[1]<\/strong> und den frs. <strong>Brokm\u00e4nnern<\/strong>, Staats-Archiv M\u00fcnster\/Ostfrs. Urkundenbuch) Godekakirl und Aldegundeswald k\u00f6nnten jedoch auch Orte gewesen sein, die sp\u00e4ter im Gro\u00dfen Meer untergegangen sind. Das ist ungekl\u00e4rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Forlitz-Sarkophagdeckel-von-Holte1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1304 size-full\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Forlitz-Sarkophagdeckel-von-Holte1.jpg\" alt=\"Forlitz Sarkophagdeckel von Holte\" width=\"131\" height=\"160\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In der durch <strong>Untersp\u00fclung<\/strong> zusammengebrochenen Kirche von <strong>Forlitz [2]<\/strong> fand man die obere H\u00e4lfte eines steinernen Sargdeckels, geschm\u00fcckt mit Bischofsstab und einem Wappen, welches \u00e4hnlich dem nachfolgenden Wappen aus dem 17. Jh. ist (der Schmuck weicht etwas ab, jedoch ist der Stechhelm vorhanden). Die zweite H\u00e4lfte des Sargdeckels wurde bisher noch nicht gehoben, da sich an der vermuteten Stelle ein Grab befindet. Es ist anhand des Wappens davon auszugehen, dass in Forlitz-Blaukirchen einer der fr\u00fchen <strong>Bisch\u00f6fe von M\u00fcnster<\/strong> aus dem Hause <strong>Holte<\/strong> bestattet worden ist.<\/p>\n<address style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/address>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1324\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Wappen-Holte1.jpg\" alt=\"Wappen Holte\" width=\"151\" height=\"192\" \/><\/p>\n<address style=\"text-align: center;\"><strong>Holte d&#8217;Aston in Warwickshire\/England<\/strong> (Baronet 25.11.1612 &#8211; 13.03.1782),<\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">in blau zwei liegende goldene Balken, dar\u00fcber im oberen Drittel ein silbernes aufrechtstehendes Tatzenkreuz mit spitzem Fu\u00df.<\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">\u00a0Das Wappen der &#8222;Holten&#8220; ist mit Abweichungen im Schmuck von der Familie d&#8217;Aston \u00fcbernommen worden, die eine Baronie besa\u00df.<\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/address>\n<p><strong>1. <\/strong><strong>Burchard II.<\/strong> <strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Stecke zu Holten<\/span>,<\/strong> 1360 Freigraf von Recklinghausen, erw. 1339\/90, *um 1320 Dortmund &#8211; + 12.07.1393 (<strong>Sohn des Goswin II. Stecke zu Holten,<\/strong> Ritter; erw. 1335-1353; Burgmann zu Holten und der Adelheid Sobbe, erw. 1335-39) heiratet <strong>Beatrix von Alpen<\/strong><strong>, <\/strong>(erw. 1353-68) *um 1330 &#8211; + &gt; 1368<\/p>\n<p>Sohn <strong>Johann Stecke zu Holten<\/strong><strong>, erw\u00e4hnt 1376-1409, Statthalter <\/strong>von<strong> Kleve (<\/strong>die<strong> Mark),\u00a0<\/strong>* um 1360 Dortmund &#8211; + 28.09.1416 heiratet &lt; 1375 Elisabeth von L\u00fcttinghof, Erbtochter vom L\u00fcttinghof, (Tochter des <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Dietrich<\/strong><\/span> II. von L\u00fcttinghof und N Keppel) * um 1350 &#8211; + &gt; 1423 \/ Die H\u00e4user Kleve und Lippe sind verwandt &#8211; Das Haus Lippe hat ebenfalls die Rose im Wappen, wie auch v. Holte.<\/p>\n<p>Der Name <span style=\"color: #800000;\"><strong>Wilhelm<\/strong><\/span> kommt in etlichen Variationen bei den &#8222;tom Brok&#8220; vor und kann als Leitname angesehen werden. Ritter Ocko und Foelke hatten au\u00dferdem einen Sohn <strong>Tirlingus<\/strong> (<span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Dietrich<\/strong><\/span>), welcher Kleriker geworden ist. Leider ist nicht bekannt, ob und wieviele Kinder es au\u00dferdem noch gegeben hat. In diesem Zusammenhang m\u00f6chte ich darauf hinweisen, dass die &#8222;tom Brok&#8220; vermutlich mit &#8222;von Holte\u201c und ebenso mit dem Haus Oldenburg verwandt gewesen sind. Das <span style=\"color: #800000;\">Haus Oldenburg<\/span> war bekannterma\u00dfen mit dem <span style=\"color: #800000;\">Haus Holte<\/span> verbandelt.<\/p>\n<hr \/>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #800000;\"><strong>Gegen<\/strong> <strong>Foelkes<\/strong><\/span> Herkunft aus dem Hause <strong><span style=\"color: #800000;\">Itzinga<\/span><\/strong> spricht grundlegend die Eheschlie\u00dfung von <span style=\"color: #800000;\">Foelkes Sohn<\/span> <strong><span style=\"color: #800000;\">Keno<\/span><\/strong> mit<strong><span style=\"color: #800000;\"> Adda Itzinga<\/span><\/strong> wegen zu naher Verwandtschaft.<span style=\"color: #800000;\"> Adda Itzinga<\/span> war n\u00e4mlich die Tochter von <span style=\"color: #800000;\">Djudelt und Eberhard Itzinga d.\u00c4.,<\/span> ist also demnach die direkte Cousine von Keno tom Brok gewesen. Deswegen: Wenn <strong><span style=\"color: #800000;\">Foelke<\/span><\/strong> tats\u00e4chlich die <span style=\"color: #800000;\">Schwester dieses Eberhardt Itzinga d.\u00c4.<\/span> gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte die Eheschlie\u00dfung zwischen <span style=\"color: #800000;\">Adda Itzinga und Keno tom Brok<\/span> wegen zu enger Verwandtschaft kaum stattfinden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Dar\u00fcber hinaus soll ja bereits Ritter Ockos Vater <strong><span style=\"color: #800000;\">Keno Hilmerisna tom Brok<\/span><\/strong> eine <strong><span style=\"color: #800000;\">Schwester<\/span><\/strong> <span style=\"color: #800000;\">von Eberhard Itzinga d.\u00c4.<\/span> geheiratet haben, was ich allerdings in Frage stellen m\u00f6chte. \u00dcberdies fand ich einen Hinweis, der urkundlich von einer &#8222;<strong><span style=\"color: #800000;\">Oczingha<\/span><\/strong>&#8222;-Frau spricht, die<strong><span style=\"color: #800000;\"> Keno Hilmerisna tom Brok<\/span><\/strong> (Ritter Ockos Vater) geehelicht hat.<\/li>\n<li>Das ist sicher eine andere Familie, sonst w\u00e4re ja Ritter Ockos Mutter die Schwester seiner eigenen Ehefrau gewesen.<\/li>\n<li>Dass <span style=\"color: #800000;\">Keno Hilmerisnas Sohn <\/span><strong><span style=\"color: #800000;\">Ritter Ocko I.<\/span><\/strong>\u00a0 schon wieder eine <strong>Itzinga<\/strong> geehelicht haben soll, ist sehr unwahrscheinlich, zumal <span style=\"color: #800000;\">sein Sohn Keno<\/span> sp\u00e4ter <span style=\"color: #800000;\">Adda Itzinga<\/span> geheiratet hat. Das w\u00e4re einfach zuviel der Inzucht. Da w\u00fcrde auch kaum ein Dispens des Papstes ins Haus geflattert sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Zur Erinnerung:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #800000;\"><strong>Keno\u00a0\u00a0 <\/strong><\/span>(der Alte)<strong> heiratete <em>die Erbin von Visquard + Dykhusen \/ <\/em>Rheiderland.\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000;\">Keno <\/span><\/span><\/strong><span style=\"text-decoration: underline;\">des Alten<\/span><strong><span style=\"text-decoration: underline;\"> Enkel<\/span> <span style=\"color: #800000;\">Keno Hilmerisna tom Brok<\/span> (ca.1305*? <\/strong><strong>1376+) heiratete <span style=\"color: #800000;\">Ocka Oczingha von Nesse\/Dollart<\/span><\/strong><span style=\"color: #800000;\">\/<\/span>Reiderland.<\/li>\n<li><span style=\"color: #800000;\"><strong>Oczingha<\/strong><\/span> ist m.E. nicht gleichbedeutend mit <span style=\"color: #800000;\">Itzinga<\/span>. Der Name &#8222;Oczingha&#8220; deutet auf einen &#8222;Ocko&#8220; als Gro\u00dfvater des Ritters Ocko I. tom Brok. Der Name &#8222;Ocko&#8220; ist vorher in der Familie des Brookmerlandes nicht aufgetaucht, soviel bekannt ist. Es gibt aber jenseits der Ems in der ehemaligen Grafschaft Holland etliche &#8222;Ocken&#8220;-Burgen, die den Leitnamen &#8222;Ocko&#8220; implizieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Ritter Ockos Gemahlin, <strong><span style=\"color: #800000;\">Foelke Kampana von Hinte,<\/span><\/strong> weist durch ihre Herkunft aus dem Hause &#8222;Hinte&#8220; eher auf die Bischofsfamilie &#8222;von Holte&#8220;. Hinzuzuziehen ist meines Erachtens ebenfalls die Tatsache, dass der Bischof von M\u00fcnster <span style=\"color: #800000;\">Ludolf von Holte<\/span> mehr Macht \u00fcber die Friesen erringen wollte. In solchen (\u00fcblichen) F\u00e4llen waren vorteilhafte Eheschlie\u00dfungen angesagt. <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\"><strong>Wilhelm<\/strong> <strong>I von Holte<\/strong><\/span><\/span> (Bischof von M\u00fcnster von 1259 bis 27\/12 1260) taucht zeitgleich mit <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong><span style=\"color: #800000; text-decoration: underline;\">Keno<\/span><\/strong><\/span> d. Alten in den Berichten auf. Aus den genannten Gr\u00fcnden bin ich der \u00dcberzeugung, dass Foelke von den Osnabr\u00fccker Bisch\u00f6fen &#8222;von Holt&#8220; abstammte, wovon einer in Forlitz begraben ist. Weil beide Frauen aus dem Hause &#8222;von Holte&#8220; stammen, konnte auch Foelkes Schwester <span style=\"color: #800000;\">Hebe<\/span> zur <strong><span style=\"color: #800000;\">\u00c4btissin<\/span><\/strong> aufsteigen. Das konnte n\u00e4mlich nur eine edle Frau mit entsprechendem famili\u00e4ren Hintergrund.<\/p>\n<p>Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: M\u00f6glich ist, dass <span style=\"color: #800000;\">Keno<\/span> (jener, der vermutl. um 1269 Kronfeldherr von Anjou gewesen ist) auch auf Gesandtschaftsreise bzw. eine Art Kundschafter gewesen ist. So etwas \u201evererbte\u201c sich; die Kinder\/Enkel wurden dazu berufen, ebenso wie Berufe auf die Kinder \u00fcbergegangen sind. Diese dynastische Folge gibt es heute auch noch oft. Ich erinnere daran, dass\u00a0<strong><span style=\"color: #800000;\">Burchard von Holte <\/span><\/strong><span style=\"color: #800000;\">(der Rote)<\/span>\u00a0 1118 von Kaiser <strong>HEINRICH V.<\/strong> zum <strong><span style=\"color: #800000;\">Kanzler f\u00fcr Italien<\/span><\/strong> ernannt worden ist und kurz darauf den Tod fand.<br \/>\nSomit ist der Name &#8222;Kene&#8220; (Keno) vermutlich nicht korrekt \u00fcberliefert und &#8222;Kene&#8220; lediglich als Berufsbezeichnung f\u00fcr den Richter zu verstehen. Es kommt ja h\u00e4ufig vor, dass eine Person in den \u00dcberlieferungen mehrere Namensbezeichnungen hat und logisch ist es insofern, weil sich Macht zu Macht und Geld zu Geld gesellt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\">Richter Kene von Norden<\/span> *ca. 1240 (?)\u00a0 +1309\/10 \u2013 heiratete also die Erbin von Visquard und Dykhusen im Emsgau. Der Name der Frau ist nicht \u00fcberliefert. Vielleicht war sie aus dem Hause Holte, denn ein Sohn hie\u00df Hilmer (Abwandlung von Wilhelm!). Das ist wiederum logisch, weil der Name des Gro\u00dfvater stets f\u00fcr den 1. Sohn verwendet wurde.<\/p>\n<p>Gunda v. Dehn<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>[1]<\/strong> Bischof Otto II. von M\u00fcnster (Sohn von <a title=\"Hermann II. (Lippe)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermann_II._%28Lippe%29\"><span style=\"color: #000000;\">Hermann II. von Lippe<\/span><\/a> und <a title=\"Oda von Tecklenburg\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oda_von_Tecklenburg\"><span style=\"color: #000000;\">Oda von Tecklenburg<\/span><\/a>. Damit war er u. a. Bruder von Erzbischof von Bremen <a title=\"Gerhard II. zur Lippe\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gerhard_II._zur_Lippe\"><span style=\"color: #000000;\">Gerhard II. zur Lippe<\/span><\/a> und Bischof <a title=\"Otto II. von Utrecht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_II._von_Utrecht\"><span style=\"color: #000000;\">Otto II. von Utrecht<\/span><\/a>. Ein weiterer Bruder war <a title=\"Bernhard III. (Lippe)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bernhard_III._%28Lippe%29\"><span style=\"color: #000000;\">Bernhard III. zur Lippe<\/span><\/a>.<\/span><\/p>\n<p><strong>[2]<\/strong>Fam.-Verband von Holte &#8211; <strong>http:\/\/www.vonholte.de\/artikel\/muenster.htm<\/strong><\/p>\n<p><strong>[3]<\/strong>Johannes de Holte von Antwerpen (mehr dazu s. Prosopograhie Wiki unter &#8222;Johannes de Holte de Antwerpia&#8220;).<\/p>\n<p>Fotos Ostfrs. Landschaft AUR bzw. Fam.-Verband von Holte \/ Karte: Lutz Albers Frisia Orientalis Soltau-Kurier-Norden<\/p>\n<p><strong>T<\/strong>rillmich, Werner: Seite 67 &#8211; &#8222;Kaiser Konrad II. und seine Zeit&#8220;<br \/>\n<strong>M\u00fcnster<\/strong> umfasste westf\u00e4lische Gaue n\u00f6rdlich der Lippe von der lothringischen Grenze bis an den Oberlauf der Ems, dazu als Exklave die <strong>friesischen Marschengaue<\/strong> \u00f6stlich der Lauwers.<\/p>\n<hr \/>\n<h5>letzte \u00c4nderung 17. Nov. 2018<\/h5>\n<hr \/>\n<div id=\"attachment_3171\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda.png\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3171\" class=\"wp-image-3171 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-150x150.png\" alt=\"AutogrammkarteGunda\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-66x66.png 66w, http:\/\/www.von-dehn.de\/site\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/AutogrammkarteGunda-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3171\" class=\"wp-caption-text\">Gunda von Dehn<\/p><\/div>\n<h2><strong><span style=\"color: #993300;\"><em>Hinweis: Roman Chroniken der tom Brook<\/em><\/span><\/strong><\/h2>\n<h4><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #800000;\">Band I-IV &#8222;Chroniken der tom Brook&#8220;:\u00a0 als E-Books\u00a0erh\u00e4ltlich<\/span><\/span><\/h4>\n<h4><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/www.hugendubel.de\/de\/ebook\/gunda_von_dehn-chroniken_der_tom_brook-29133974-produkt-details.html\">http:\/\/www.hugendubel.de\/de\/ebook\/gunda_von_dehn-chroniken_der_tom_brook-29133974-produkt-details.html<\/a><\/span><\/h4>\n<h4><span style=\"color: #0000ff;\">Band II &#8222;Chroniken der tom Brook &#8220; : <a class=\"moz-txt-link-freetext\" style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/store.kobobooks.com\/de-DE\/ebook\/chroniken-der-tom-brook-1\">http:\/\/store.kobobooks.com\/de-DE\/ebook\/chroniken-der-tom-brook-1<\/a><\/span><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0\u00a9 &#8211; Gunda v. Dehn &#8211; Gotrunlied-Sequenz aus meinem Musical &#8222;Die Schuhe der Prinzessin&#8220; \u00a0 Foelke Kampana Vorausgeschickt: Der Name &#8222;Foelke&#8220; wird gesprochen wie &#8222;Foolke&#8220;, also kein &#8222;\u00f6&#8220;. Folke ist an sich ein skandinavischer Name. 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